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Gigabyte 3EP35C-DS3R

Seit langer Zeit testen wir wieder einmal ein Intel Board, es handelt sich dabei um ein Board mit dem P35 Chipsatz, der sowohl mit DDR2 als auch DDR3 unterstützt. Dabei können auf dem Board vier DDR2 Modulen oder zwei DDR3 Modulen untergebracht werden. Es können auf dem Board also entweder Speicherriegel 1-4 DDR2 Module als maximal 2x Dual-Channel als PC2-6400U RAM bis 8GB untergebracht werden oder 1-2 DDR3 Module als 1x Dual-Channel als PC3-8500U Speicher bis zu 4GB. Die Speicherbänke selbst sind übrigens sehr gut zu erreichen, selbst mit großen Händen lassen sich RAM-Module problemlos einsetzen oder wechseln da die Speicherbänke in genügend Abstand zum PCIe x16 Slot entfernt angebracht wurden.

Ein weiterer Blick auf Board bzw. die full ATX Platine selbst zeigt einen großen Alu-Kühler auf der Northbridge mit Intel P35 Chipsatz kühl hält, die Intel ICH9R South Bridge ziert ein wesentlicher kleinerer Kühler – allerdings wird diese im Normalfall ohnehin nicht besonders heiß. Da auch zwischen dem PCIe x16 Slot üppig Platz ist, bietet sich hier sogar die eine passive Grafikkarte mit großem Kühler wie die ebenfalls hier getestete Gigabyte GV-NX96T512HP an. In den drei PCIe x1 oder den 3x “alten” PCI Slots daneben können dann weitere Erweiterungskarten für z. B. WLAN, DVB oder andere Einsatzgebiete eingebaut werden. Allerdings werden diese im Normalfall wohl kaum ausgenutzt werden, da das Board ja bereits von Haus aus über GbLAN, mittels eines Realtek Chips, verfügt. Der Sound kommt ebenfalls von Realtek und zwar von einem ALC889A der auch Blu-ray und HD DVD Wiedergabe zum Klangerlebnis macht. Die Anschlüsse dafür befinden sich auf der Rückseite, wo auch Anschlüsse für 8x USB 2.0, PS/2 Tastatur und Maus, 1x SP/DIF digital out, 1x SP/DIF coaxial out und eben die erwähnten, das erwähnte RJ45 GbLAN sowie 7.1 analog zu finden sind.

Für Festplatten bietet das Board 6-Port SATA II mit RAID 0, 1, 5, 0+1, JBOD an, sowie einen IDE Port und 2 eSATA II Ports mit RAID 0,1, 0+1, JBOD. Die Kabel dafür liefert Gigabyte mit, überhaupt ist die Ausstattung recht großzügig ausgefallen. Das Board unterstützt überdies die Gigabyte eigenen Utilities @BIOS, Download Center, Q-Flash, EasyTune, Xpress Install und Xpress Recovery2.


 

Das Board hat ein Dual BIOS Plus mit 2 x 8 Mbit flash ROM von AWARD, welches diverse Einstellungsmöglichkeit unterstützt. Das Bios selbst gibt mittels CTRL-F1 noch weitere Feinheiten preis, so daß das EP35C-DS3R schließlich auch passionierten Übertaktern einen gewissen Handlungsspielraum bietet.

Das Board ist dank der Energiesparfunktion Dynamic Energy Saver (DES) auch im Stromverbrauch eine gute Anschaffung, laut Gigabyte sollen sich damit 70% der Energie sparen lassen und die CPU Effizienz soll um 20% gesteigert werden. Dafür zeigt sich ein die CPU-Stromversorgung mit sechs analogen Phasen, gesteuert von einem ISL6327 verantwortlich. Diese von Gigabyte angegebenen Zahlen können mehr oder weniger – je nach Bestückung des Boards – auch bestätigt werden. Zu Verdanken ist das wohl einem System aus Spannungswandlern die je nach Bedarf ab- und angeschaltet werden können, dies geschieht abhängig von den Lastzuständen. Übrigens zeigen einige Gigabyte Modelle mittels LEDs auf diesen DES-Mainboards den aktuellen Lastzustand an. Eine schicke Sache vor allem für die Modder unter Euch.

Unter dem Strich bleibt ein durchweg positiver Eindruck mit einem gewohnt hochwertig verarbeiteten und toll ausgestattetem Board, das DDR2 und DDR3 und aktuelle 45nm Intel Dual- und Quadcore Prozessoren unterstützt. Features wie Systemspannungserkennung, die CPU/Systemtemperatur Erkennung, CPU/System/Power Lüftergeschwindigkeitserkennung, CPU Überhitzungswarnung, CPU/System/Power Lüfterausfallwarnung sowie die CPU Kühlergeschwindigkeitskontrolle. Geschwindigkeit hier also auch ohne übertakten und tunen kein Problem mehr und wer hier zugreift bekommt eine schnelle und stabile Plattform – was wollt Ihr noch?

Patrik Dominik Hodapp