HARDWARE CPU/RAM/BOARS  
 


Epox 8RDA3+

Epox ist schon langem ein Standard für qualitativ hochwertige Mainboards und das Board das man hier für den Test gestellt hat ist eine Bestätigung dafür. Nforce2 heißt das Zauberwort in Sachen Platinen für AMD CPUs und so setzt auch Nvidia mit dem nForce 2 Stepping auf die FSB400-Tauglichkeit auf seinen Platinen. Dafür ist eine neue Northbridge mit A1 bzw. S2 zuständig. Auch die MCP-Southbridge auf den Dual-Channelboards ist eine andere und einer der wichtigsten Tatsachen: sie wird weniger heiß als die erste Generation – Epox hat ihr einen Passivkühler spendiert.
8RDA3+ kommt ohne onboard Grafikkarte aus, verfügt dafür aber schon über neue Standards wie 2 Serial ATA, 2 Firewire-, und 2(!) LAN-Anschlüsse. Für die Firewireanschlüsse kommt eine FireWire (IEEE1394) Slot-Blende mit.

Wie bei den meisten Hauptplatinen sorgt auch hier ein AC97-Codec und ein CMI9739 Controller für den 5.1 bzw. 6 Kanal Sound. Die Grafik läuft über eine AGP 3.0 Schnittstelle die den Betrieb einer 8xAGP Grafikkarte ermöglicht. Überhaupt ist die ATX-Platine in Sachen Anschlussmöglichkeiten ähnlich gut bestückt wie Veronica Ferres, gleich 5 PCI Slots sind dort zu sehen und bis zu 3GB an RAM-Bausteinen finden dort ein neues Zuhause – sogar schon PC3200 DDR400.


Der oben erwähnte Dual-Channel Modus bringt die Speicherchips erst paarweise richtig zur Geltung. Als Faustregel für Dual-Channel Boards gilt z.B. zwei 256 MB Riegel sind schneller als ein 512MB Riegel.
Schon gleich nach dem Auspacken des Boards haben wir über die großartige Ausstattung des Boards gestaunt. UDMA IDE-Rundkabel gehören zwar eigentlich in jeden gut gekühlten PC – zwecks Sicherstellung einer guten Luftzirkulation, gehören aber bei weitem alles andere als zum alltäglichen Lieferumfang eines Mainboards und schon gar nicht paarweise.

Neben den beiden Rundkabeln gibt’s noch 2 Serial-ATA Sets mit einem 2 Anschlusskabeln und 2 Spannungsadaptern für die neuen Stromanschlüsse der Serial ATA HDDs die sonst niemand mitliefert. Eine Treiber CD mit den nForce Treibern, Pc-Cillin und NortonGhost 7 liegt ebenfalls bei. Ein Handbuch dagegen gehört zum guten Ton, eine Anleitung zum Einbau des Boards ist allerdings eine prima Idee – Klasse Epox! Doch nicht genug es gibt auch noch Anleitungen zur Installation des tollen Tools Unified System Diagnostic Managers (USDM) sowie der Serial-ATA Raid Software.


Das Alles ist eigentlich in Sachen Ausstattung schon hervorragend aber der Hammer ist schlicht die beigefügte ATX-Blende für den problemlosen Zugang der Ausgänge an der Rückseite des PCs. Vorbei ist also die Zeit wo man mit Werkzeug die Blechblenden zurecht schnibbeln musste und schon wieder Respekt an EPOX für soviel Weitsicht, verfügt das Board durch über Dual-LAN mit zwei Ethernet 10/100 MBit Anschlüssen und sprengt damit im wahrsten Sinne des Wortes jede normale Blende.

Gesteuert werden die beiden LANs von einem Realtek RTL8201PHY Chip. Damit eignet sich diese Platine für die gleichzeitige Anbindung an Internetzugänge via DSL und dem Heimnetzwerk. Des Weiteren ist auch noch Platz für einen weiteren COM-Port, welcher aber leider auf den mitgelieferten Slot-Blenden nicht zu finden ist. Die vier USB-Slots arbeiten natürlich mit dem aktuellen USB 2.0 Standard.

Auch der Einbau des Boards selbst hat sich als problemlos erwiesen, alle zehn Löcher für die Befestigungsschrauben waren gut erreichbar und wurden nicht von Teilen verdeckt. Lediglich die S/PDIF-Anschluss wird von einem PCI-Anschluss abgedeckt, also zuerst S/PDIF eingesteckt und dann die Karte. Überhaupt waren alles Anschlüsse, selbst mit großen Händen, prima zu erreichen, genug Platz um die DIMM Sockel und bei den IDE-Anschlüssen. Auch der Lüfter fand genug Freiraum um seine Tätigkeit ordnungsgemäß zu verrichten. der CPU werden automatisch erkannt, lassen sich aber später im Bios leicht verändern.

Das Bios ist von Phoenix und Jumperfree. Außer dem obligatorischen CMOS-Reset und dem Audio Jumper, findet sich nichts zum jumpern auf dem Board. Auch das von Epox bekannte Power BIOS zur Einstellung der Spannungen darf hier nicht fehlen. Überhaupt bietet das Bios viele Einstellungen so kommen auch Overclocker mit möglichen System Performance Einstellungen wie Optimal, Aggressive, Turbo und Expert voll auf Ihre Kosten. Speziell in letztere Einstellung kann man megaherzweise mit dem FSB spielen. Daneben können das Memory Timing getuned und onboard-Komponenten ein- bzw. ausgeschaltet werden.
Die Stabilitätstests für das Board verliefen problemlos, die verwendeten Speichermodule konnten bis zum Maximum ausgereizt werden. Der oben erwähnte USDM ist mit dem Motherboard Monitor zu vergleichen der bei ASUS mitgelieferten und auch im Netz heruntergeladen werden kann, er dient u.a. zur Kontrolle des CPU Lüfters und der Temperatur. Dazu gibt es auf dem Board noch Digitalanzeige die zum integrierten Debugsystem zählt und mittels Ziffern den Systemzustand beim Booten beschreibt und somit die Diagnose im Fehlerfall zum Kinderspiel macht – vorbei ist die Zeit in dem man piepsen interpretieren musste.

Patrik Dominik Hodapp