HARDWARE CPU/RAM/BOARS  
 


Albatron KM18G Pro

Nachdem wir in unserer Hardware Rubrik immer wieder gerne die hochwertigen Grafikkarten des taiwanesischen Hersteller Albatron vorstellen. Widmen wir uns diesmal einem Sockel-A Board von Albatron. Bisher verbauten die Asiaten VIA-Chipsätze. Kein Wunder ist der nForce2 IGP Chipsatz doch im Moment die Referenz für Boards die AMD Prozessoren unterstützen. Dieser wird bei diesem Board aktiv gekühlt.

Das Paket das Albatron hier geschnürt hat kann sich sehen lassen. Das Board hat trotz seinem Micro-ATX Format alles was man sich von einem guten Mainboard wünscht. Als da wären ein AGP-Slot der natürlich schon den aktuellen 8x Standard für Grafikkarten unterstützt, eine MCP Netzwerkport für eine 10/100 Mbit/s Ethernetübertragung, ein Festplattencontroller für vier ATA133 Laufwerke. Dazu gibt’s stattliche sechs USB-Anschlüsse – natürlich im 2.O Standard. Der Sound kommt von einem AC'97 Codec der 6-Kanal Sound unterstützt. Der ALC650 von RealTek Codec ist ein voll Duplex fähiger AC´98 2.2 kompatibler 18bit stereo Codec er unterstützt variable Sampleraten und 3D Effekte. Auf der Treiber CD von Albatron befindet sich ein Treiber für 5.1 Superaudio. Wird der Treiber installiert und soll ein Dolby-System angeschlossen werden, werden die Anschlüsse anders belegt. Die SpeakerOut Buchse wird die Front, die LineIn Buchse wird zum Rear und das Mic wird zum Subwoofer / CenterOut – und das bei freier Wahl zwischen 2, 4 und 6 Kanälen.

Das Board unterstützt die aktuellen Barton Prozessoren von AMD und arbeitet mit einem Frontsidebus Speed von bis zu 333, wie er für diese CPUs nötig ist. Es kann aber natürlich auch mit Athlon XP oder Duron CPUs betrieben werden. Das Board verfügt über Albatron CPU OTP (Over Temperature Protection) System, das den PC herunterfährt wenn die CPU zu heiß wird und droht gebraten zu werden – dieses lässt sich mittels einem Jumpers auf der Hauptplatine auch ausschalten. Das Board benutzt 2 Phasen Strom mit 3300µF Kondensatoren die für Stabilität im Betrieb sorgen.

Die Southbridge ist nForce2 MCP und auch die Northbridge entspricht dem derzeit aktuellsten Standard. Die Hyper-Transport Technologie sorgt für einen zusammenhängenden Durchsatz von 800MB/s zwischen den Chipsätzen. Das Board verfügt im Übrigen auch über eine onboard Grafikkarte, wie der Name des Chipsatzes nämlich nForce2 Integrated Graphics Processor schon sagt, diese arbeitet auf nVidia NV18 Performance oder besser gesagt als Geforce4 MX. Die Grafikkarte kann sich mit dem System dann bis zu 128MB Systemspeicher (Frame Buffer Size 8MB, 16MB, 32MB, 64MB oder eben 128MB) teilen.

Wir die Onboard Karte nicht benutzt schaltet man einfach den Frame Buffer Size auf disabled und hat somit wieder mehr Möglichkeiten die Systemperformance zu optimieren. Die onboard Komponente beherrscht Accuview Antialiasing und verfügt über eine hochauflösende Videowiedergabe die auch DVDs zum Genuss werden lässt.

Der integrierte MPEG2 Decoder minimiert dabei die CPU Benutzung. Es macht auch durchaus Sinn ein derart hochwertige onboard Grafikkarte auf dieses Board zu packen, denn das Board hat ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis und die Extraanschaffung einer teueren Grafikkarte würde dies wieder zunichte machen.

Überhaupt beherbergt das Phoenix Award BIOS einige nützliche Features und macht das optimale Systemtuning und auch das Overclocken zum Kinderspiel. Das Board bietet zum Overclocken neben der Standardeinstellung „optimal“ auch „aggressiv“, „turbo“ und „expert“ an. In unserem Test auf einem XP System lief selbst die „turbo“ Einstellung problemlos und zeigte z.B. in 3DMark03 eine ordentliche Leistungssteigerung. Mit der Experteneinstellung hat man sogar die Freiheit die Einstellungen für RAS Settings (1~15), RCD Settings (1~7) and die RP Settings (1~7) zu übernehmen. Als CAS latency Optionen findet man 2 ‘ 2.5 ‘ 3 und SPD. Das Memory Setting kann noch über die DDR:CPU Ratio verändert werden, als Auswahl stehen 1~4 und Auto zur Verfügung.

Auch das übliche Monitoringfeature ist im Bios enthalten, dort können Temperaturen und Spannungen eingesehen werden.


Das einzige Manko sind die wenigen PCI Slots, die das Board bietet, es gibt insgesamt nur drei davon und für Kartenliebhaber ist das in manchem Fall zu wenig. Auf Grund der in unseren Tests aber immer tadellos funktionierenden onboard Geräte wie Sound und Netzwerk werden nicht viele weitere Karten von Nöten sein.

Im Lieferumfang sind neben dem Handbuch und einer CD mit nForce2 Treibern, PC Cillin 2002, dem Acrobat Reader 5.1 sowie DirectX8.1b auch ein USB 2.0 Panel, ein Floppy Kabel und leider nur ein IDE-Kabel. Alle Löcher für die Befestigungsschrauben waren gut zu erreichen und auch die Anschlüsse für IDE und Floppy waren gut zu erreichen. Lediglich der S/PDIF Anschluss lag unter einer der PC Karten und sollte daher vor dem einstecken der Karte angeschlossen werden. Die DIMM Bänke sind farblich für den Dual Channel Betrieb gekennzeichnet und fassen bis zu 2GB RAM. Auf dem Board ist auch ein Front Audio Header vorhanden, nützlich für Leute die den passenden Tower dazu haben.

Patrik Dominik Hodapp