HARDWARE DISPLAY  
 

Gigabyte GV-NX96T512HP
TurboForce 9600 GT

Ums Herz herum ist der einzige Platz an dem es uns in diesem Test warm wurde. Wir hatten uns über das Muster von Gigabyte und deren neuer Gigabyte GV-NX96T512HP gefreut und möchten uns an dieser Stelle auch nochmals bei Frau Mainzer dafür bedanken. Ansonsten könnte man aber sagen die Küche, bzw. die Karte blieb kalt. Grund dafür ist das neue Design, daß Gigabyte seiner NVIDIA GeForce 9600 GT spendiert hat.

Selbstverständlich entspricht die Karte in PCI-E 2.0 Norm. Im Lieferumfang enthalten sind 2 DVI- auf Analog-Adapter, 1 x S-Video Kabel, 1 x 6-Pin auf 2 x 4-Pin-Molex Adapter, eine CD mit Tools und Treibern, Handbuch und Quick User Guide. Die Karte unterstützt Microsoft DirectX 10 und OpenGL 2.1 sowie PureVideo in HD-Qualität und HDCP und ist SLI fähig. Die Karte wird mit zwei DVI-I / D-sub ausgeliefert und unterstützt Auflösungen von bis zu 2560x1600 Pixel. Dank nView kann die Karte auch im Dual-Betrieb auf zwei Monitoren oder einem Monitor und einem Fernseher benutzt werden.

Ich muss gestehen, wir waren schon ein wenig überrascht als uns eine Karte der G94 Chip Generation ohne aktiven Kühler erreichte. Immerhin verfügt unsere Karte über eine GPU Taktrate von 720 MHz, der Speicher ist mit 1000 MHz getaktet - NVIDIA schlägt in der Referenz für die Taktung der GeForce 9600 GT lediglich 900 MHz Takt vor - und die Shader arbeiten sogar mit 1800 MHz. Unterstützt wird das Ganze dabei von 512 MByte GDDR3. Man merkt schon an diesen Eckdaten, daß die Karte nicht etwa gedrosselt wurde um eine passive Kühlung zu ermöglichen. im Gegenteil und der Untertitel der Karte „TurboForce“ unterstreicht dies zusätzlich. Vielmehr war hier wohl ein pfiffiger Entwickler am Werk um 720 MHz GPU- und 1000 MHz Speichertakt passiv zu zügeln - vom NVIDIA Referenzdesigns ist nicht mehr allzuviel zu sehen.

MultiCore nennt Gigabyte seine Entwicklung bei der eine Reihe ultra dünner Aluminum-Heatpipes für Kühlung sorgen, sie werden durch drei Kupferknoten verstärkt die helfen die Hitze an den Nahtstellen abzunehmen. Dabei wird die Hitze hauptsächlich direkt an der GPU abgenommen und dann via den Knotenpunkten in die barten-artigen Lamellen weitergeleitet wo sie dann auf dem Weg an den äußeren Rand abkühlen kann. Durch diese Installation wird auf das Geräusch eines aktiven Lüfters verzichtet.

 


 

Um diese Konstruktion aber überhaupt auf der Platine plazieren zu können musste die Spannungsversorgung aber fern der Eingangspule plaziert werden – dadurch ergeben sich aber offenbar keine Nachteile.

Die Karte taktet sich im Betrieb ohne Last herunter und erhöht die Taktrate sobald wieder mehr Arbeit vor ihr liegt. Übrigens lässt sich dieser Effekt mit dem Gigabyte Tools Gamer HUD noch verstärken – mit dem Gigabyte eigenen Tool lässt sich z.B. die Chipspannung anheben und und erspart start danke Software mit Reglern lästiges Löten – und die Garantie bleibt so auch erhalten. Wer mutig ist und den GPU-Takt auf 850 MHz, den Shadertakt auf 2100 MHz und den Speichertakt auf 1100 MHz einstellt bekommt schon fast eine Low-Budget 8800GT – allerdings wird es dann mit der Temperaturentwicklung schon etwas kritischer.

Das ist ansonsten aber erstaunlicherweise überhaupt nicht der Fall. Der Schlüssel zur erfolgreichen Kühlung liegt dabei nämlich im Endeffekt im Zusammenspiel der passiven Kühlung und dem regulären Luftfluss nach ATX-Norm im Gehäuse bei dem ein Lüfter auf der Gehäusefront frisch Luft „saugt“ während ein anderer hinten die Luft aus dem Gehäuse weg bläst. Idealerweise sollte der Lüfter an der Frontseite dabei unten installiert sein und der Lüfter für die Abluft auf der Rückseite etwas weiter oben – da heiße Luft aufsteigt. Diese Luftzirkulation sollte in aktuellen Rechnern gewährleistet sein und ist auch für den Abtransport der CPU-Abwärme wünschenswert.

In unseren Tests konnte die Gigabyte GeForce NX96T512HP TurboForce dabei übrigens stellenweise 7 bis 10 Grad unter den Werten der meisten 9600 GT Karten mit Zwei-Slot-Lösungen und aktiven Kühlungen bleiben – beachtlich, ist die Karte doch sozusagen schon von Hause aus übertaktet. In unseren Benchmarktests machte das Ganze ca. 10 bis 15% Leistungssteigerung zu anderen GeForce 9600 GT Karten aus. Volle Grafikpower, DirectX 10 Unterstützung und kein zusätzlicher Lüfterlärm zu einem fairen Preis, Gamerherz was willst Du mehr?!

Patrik Dominik Hodapp