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Technische Daten:
LEDs für Verbindung, Aktivität und Kollisionen
Automatische Bandbreitenanpassung bis 14 Mbit/sec Bruttodatenrate
Frequenzband 4,5 – 21 MHz
Protokolltransparenter Ethernet-Hub-Betrieb
Eigene MAC Adresse
Datenverschlüsselung DES 56-bit
Homeplug V1.0.1 zertifiziert
UL,FCC und CE konform
Konfigurationssoftware für Verschlüsselung (Windows)

 

Corninex PowerNET

Wer kennt das nicht, die Freundin nervt schon seit Wochen weil das DSL Kabel quer durch die Wohnung liegt und an mühsames Verlegen des grauen Störenfrieds wollt Ihr erst gar nicht denken. Warum muss die Telefondose auch immer da sein wo der Rechner nicht ist? Nämlich in völlig getrennten Räumen - Okay welche Alternativen haben wir also, die Freundin ist zu hübsch um sie einfach so aufzugeben Wireless Lan zu unsicher und teilweise noch sehr teuer, Variante Nummer drei die mit dem großen Bohrer haben wir ja schon ausgeschlossen bleibt also nur noch eine Lösung: Power LAN, Powerline oder der wohl bekannteste Begriff Homeplug. Darunter versteht man das Nutzen der in jedem Gebäude verlegten Stromkabel zur Datenübertragung - über jede beliebige Steckdose im Haus. In Minutenschnelle ist so ein Netzwerk ohne Neuverkabelung im ganzen Gebäude errichtet – das war es glaube was die Freundin von euch wollte – eine saubere Lösung

Bei dem hier getesteten Gerät handelt es sich um ein Plug and Play von der kanadischen Firma Corinex die in Deutschland exklusiv von der KraftCom GmbH Kommunikationstechnik aus Oberostendorf vertreten wird. Das Unternehmen beschreibt sich selbst mit „Wir verstehen uns als Vorfeldentwickler für neue Technologien und unterstützen dabei unsere Partner aus der Großindustrie. „ - neu ist diese Technologie wirklich noch, aber ist sie auch ausgereift? Unser Test wird es zeigen.

Die Installation ist denkbar einfach, denn sie funktioniert ohne jegliche Software und ist unabhängig von jeglichen Betriebssystemen. Das eine Gerät wird einfach in die Netzwerkkarte des PCs bzw. einer anderen zu vernetzenden Komponente eingestöpselt, das zweite Gerät findet mit seinem Stecker einen Anschlusspunkt im DSL-Modem – oder im Switch oder einem anderen Netzwerkrechner. Danach muss ein Schalter für den Uplink an beiden Stationen gedrückt werden. Übrigens lässt sich die Übertragung auch mittels der beigelegten CD verschlüsseln und zwar mit Verschlüsselungen nach dem 56Bit-DES Standard. Auch der Anschluss von Kameras, die einen Ethernet-Anschluss haben, ist möglich.

In unserem Test benötigten die Geräte einen Zeitraum um sich zu finden, einmal vereint leisten sie dann bei jedem PC Neustart gute Dienste und wurden sofort von Windows XP erkannt. Wir hatten nur einmal den Fall, das kein Signal übertragen werden konnte, was wir in unserem Test auf einem sehr hohen Stromverbrauch im ganzen Netz des Hauses zurückführten. Nicht funktionierte ausserdem der Anschluss in einer Steckerleiste, beide Geräte müssen in eine freie Steckdose im Haus ohne andere Geräte eingesteckt werden – dies ist übrigens bei allen HomePlug Geräten der Fall.

 

In unserem Test gab es ansonsten keinerlei Probleme die Geräte funktionierten an diversen Steckdosen auf rund 80 qm Fläche problemlos. Im Gegensatz zu W-LAN können damit übrigens auch Stockwerke überwunden werden, die Grenze ist – auch nach draußen – immer nur der Stromzähler.

Das Design der Geräte ist schlicht und praktikabel nämlich ein stoßfestes, robustes und sicheres, rutschfestes graues Gehäuse, ähnlich wenig ansehnlich wie das alte Siemens DSL Modem der Telekom oder ein ISDN NTBA. Es kann als Tisch- und Wandgerät verwendet werden. Es verfügt über LEDs für Verbindung, Aktivität und Kollisionen.

Die angegebene automatische Bandbreitenanpassung und Leistungsfähigkeit von bis 14 Mbit/sec Bruttodatenrate Leistung sind für ein Firmennetzwerk nicht unbedingt viel, reichen aber für ein heimisches Netzwerk oder der Verlängerung des DSL Anschlusses vollkommen aus. Selbst beim Einsatz von intensiven Tools wie Emule oder Kazaa mit gleichzeitigem surfen war kein spürbarer Geschwindigkeitsverlust zu unserem langen Netzwerkkabel zu spüren.

Wer dagegen ein Heimnetzwerk aufbauen will und große Datenmengen von Rechner zu Rechner kopieren will, der sollte allerdings besser zum Kabel greifen oder etwas mehr Zeit mitbringen, in unserem Test war ein Schnitt von 3,6 MBit/s die Regel. Onlinespieler werden auch die Pingzeiten freuen, die auch unter Last nicht nach unten gehen und damit Lag-freien Spielgenus garantieren und das ganz ohne verlorene Pakete auf der online Strecke.

Die Einsatzmöglichkeiten sind also multipel, z.B. Verbindung eines PCs mit DSL Modem, Verbindung mehrerer PCs mit DSL Router; Netzwerk mit PCs und Drucker; Kameras mit PC vernetzen. Übrigens verfügen die Geräte auch über eine eigene Mac-Adresse. KraftCom arbeitet bereits mit einigen Schulen und Hotels zusammen, die diese Technologie für Ihre Zwecke nutzen.

Zum Lieferumfang zählen neben 2 Patchkabeln auch ein Handbuch sowie eine CD mit der u.a. die Daten verschlüsselt werden können. Unter Windows XP waren in unserem Test keine zusätzlichen Treiber nötig.

Die Corinex PowerNET-Adapter sind im Online-Shop von Kraftcom unter kraftcom.net für 99 Euro erhältlich oder können auch über die Fachhändler, die auf der Webseite gelistet sind, bestellt werden.

Patrik Dominik Hodapp