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Battlefield 2142

Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
Digital Illusions CE

Erschienen bei:
Electronic Arts

Willkommen im Jahre 2142, wo sich die Menschheit in einem erbitterten Kampf um die letzten Rohstoffe und bewohnbaren Gebiete der Erde in den Haaren liegt. Der Hintergrund des Schreckenszenarios ist eine neue Eiszeit, welche der Mensch durch den Treibhauseffekt erzeugten Klimawandel selbst verursacht hat.

Zwei große Bündnisse stehen sich nun im Ringen um die letzten Stücke des Kuchens gegenüber. Da wäre zum einem die Pan-Asien-Koalition und zum anderen die Europäische Union. Das Szenario, welches die Entwickler für den vierten Teil der Battlefield-Reihe zeichnen ist düster-futuristisch und hebt sich somit deutlich von seinen Vorgängern ab. Wer nun denkt, mit Laserschwert und Blasterpistole in den Krieg zu ziehen irrt sich. Das Waffenarsenal hat sich zwar verändert, so ist die mächtigste Einheit in „Battlefield 2142“ ein haushoher Mech und Hover-Panzer sowie Aufklärungs- oder Kampfdrohnen schweben über das Kampfgebiet, dennoch schießen die Jungs von der Infanterie immer noch mit Blei.

Die verschiednen Wummen sind aber natürlich mit neuem futuristischen Schnickschnack ausgerüstet. Wie immer spielt die Infanterie eine entscheidende Rolle. Selbst der Mech lässt sich per EMP-Granate für kurze Zeit lahmlegen und mit Raketen vernichten. Die Charakterklassen wurden von ehemals sieben auf vier (Sturmsoldat, Pionier, Aufklärer und Versorgungssoldat) reduziert. Diese lassen sich jedoch durch das neue Stufensystem spezialisieren. So könnt Ihr nach dem Aufstieg in einen höheren Rang Euren Recken mit verschiednen Bonusgegenständen in den Disziplinen Waffen, Squad-Leader und andere Fähigkeiten aufrüsten. Entwarnung gibt es für alle, die bisher mit den zugegebener Maßen schwierig zu manövrierenden Flugvehikeln nicht zu Recht kamen. Jetzt lässt sich auch der Senkrechtstarter einfach per Maus und Tastatur steuern. Nie war es einfacher, in der Luft zu bleiben als im vierten Teil der Serie.

Neben dem bekannten Eroberungsmodus protzt „Battlefield 2142“ mit taufrischem Titanen-Modus. In diesem ist es das Ziel, den Namensgebenden Titan, ein am Himmel kreisendes Schlachtschiff der gegnerischen Partei, vom Himmel zu holen. Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Zuerst muss Euer Team auf dem Boden möglichst viele Raketensilos übernehmen, um den Schutzschild des Titanen zu knacken. Sobald der Energieschirm neutralisiert wurde geht es per Raketenkapsel oder Senkrechtstarter auf das Mutterschiff. In den dortigen Gängen entbrennen heiße Infanteriegefechte, für Fahrzeuge ist hier kein Platz. Das Ziel ist die Zerstörung des Reaktorkerns, wozu Ihr zuerst die Kontrollkonsole vernichten müsst. Es ist also wieder einmal ein gerütteltes Maß an Teamwork nötig, um erfolgreich als Sieger aus der Schlacht zu ziehen. In Punkto Grafik und Sound macht der Titel keine großen Sprünge. Das Spiel bietet eine ansprechende Optik und wird durch hervorragende Soundeffekte unterstützt. Ebenso wie der Vorgänger auch schon.

Fazit: Auch der vierte Teil der Battlefield-Serie macht mächtig Spaß. Der neue Titanen-Modus ist eine gelungene Variante und sorgt für frischen Wind. Mir persönlich hat das futuristische Szenario äußerst gut gefallen und auch die Möglichkeit, seinen Recken per Levelupgrade bzw. das Erreichen eines höheren Rangs mit besserem Equipment auszurüsten motiviert ungemein. Wer schon die Vorgänger mochte, darf auch bei „Battlefield 2142“ bedenkenlos zugreifen.

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows XP
CPU mit 1,7 GHz
512 MB RAM
128 MB Grafikkarte
2,2 GB HD
DVD-Laufwerk
Internetanschluss (DSL)
Soundkarte
DirectX 9.0c