PC  
 

Fury

Preis: ca. EUR 25,-

Entwickler:
Auran

Erschienen bei:
Codemasters

Vom dem eher unbekannten Entwicklerteam Auran kommt der Online-Titel „Fury“. Der Mix aus actionbetonten Kämpfen und rollenspielartigem Charaktersystem setzt ähnlich wie Konkurrent „Guild Wars“ auf das PvP,- also Spieler gegen Spieler Konzept. Der Titel versetzt Euch in das schmucke Fantasiereich Altaia, welches sich durch den Missbrauch destruktiver Magie am Rande des Abgrunds befindet. Ja, ja. Ihr findet das hört sich nicht wirklich neu an? Ist es auch nicht! Genauso wie die nicht vorhandene Story. Dafür lernt man schnell, dass sich bei „Fury“ alles um die sogenannten Essenzen dreht, von denen man im Spiel nie genug haben kann.

Fury ist ein prinzipiell gebührenfreies Online-Abenteuer. Für einen monatlichen Obulus von ca. 10 Euro erkauft Ihr Euch bestimme Vergünstigungen wie z.B. schnelleres Reisen oder bessere Chancen für das erscheinen von wertvollen Gegenständen im Spiel. Die Mitgliedschaft hält noch weitere Vorteile parat, ist aber nicht wirklich notwendig. Pro Spielerkonto könnt Ihr nur einen einzigen Charakter erstellen. Das hört sich zunächst nach reichlich wenig an. Doch keine Sorge. Grundsätzlich lassen sich in Fury alle Spielelemente mit einem Charakter erleben, da dieser alle Fertigkeiten/ Skills erlernen kann, vorausgesetzt man hat genügend Essenzen, welche nämlich im Spiel gegen die Fertigkeiten getauscht werden. Rein theoretisch kann somit jeder Charakter alle Skills des Spiels erlernen. Praktisch erwartet Euch hier jedoch ein wahrer Marathonlauf, da Ihr die Fertigkeiten bei Händlern kaufen müsst, welche über ganz Altaia verstreut sind.

Wer bestimmte Kombinationen benötigt kommt um zeitverzehrende Wege nicht herum. Der Anfang von Fury gestaltet sich etwas frustrierend. Gekämpft wird ausschließlich in Instanzen. Hier gewinnt Ihr Punkte, um so an die begehrten Essenzen zu kommen. Als Anfänger muss man jedoch erst Mal jede Menge Lehrgeld zahlen, sprich Ihr werdet den Boden häufiger Küssen als Euch lieb ist. Dennoch, die actionreiche Spielmechanik weiß zu gefallen und erinnert stellenweise an einen rasanten Team-Shooter, denn auch bei den Kampfplätzen von Fury gibt es strategische Power-Ups zu ergattern.. Nach dem Kampf leckt Ihr Eure Wunden und es beginnt der Rollenspielanteil. Sprich: Ihr zieht durch die Lande und feilt an Eurem Charakter. Fury bietet nur drei Spielmodi: Bloodbath = Deathmatch, Vortex, welches Capture the Flag stark ähnelt und Elimination = Team-Deathmatch in drei Runden ohne Wiedereinstieg. Für ein Spiel, welches vom PvP-Konzept lebt ist das etwas zu wenig. Die Optik des Spiels ist echt gelungen. Man sieht es Fury schon deutlich an, dass hier die Unreal Engine 3 zum Einsatz gekommen ist. Die Animationen sehen super aus und die Arenen bieten dem Auge des Spielers viel Abwechslung.

Fazit: Fury ist durchaus kein schlechtes Online-Abenteuer. Es gibt derzeit aber auch viele Konkurrenten, die es einfach etwas besser machen. Dennoch, für Tüftler, die gerne sehr viel Zeit mit der Charakterentwicklung verbringen und etwas leidensfähig sind kann das Spiel durchaus ein Geheimtipp sein. Hat man erstmal Blut geleckt, macht Fury eigentlich ganz ordentlich Spaß.

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows XP / Vista
CPU mit 4,2 GB
512 MB XP / 2 GB Vista
128 MB Grafikkarte
7,7 GB Festplattenspeicher