PC  
 
Half Life 2

Preis: ca. EUR 50,-

Entwickler:
Valve

Erschienen bei:
Vivendi Universal

Nachdem wir dieses Jahr schon exzellente Ego-Shooter wie Far Cry oder Doom 3 bestaunen, bzw. zocken durften, steht ein weiteres Highlight auf dem Programm. Die Rede ist von der Fortsetzung des legendären Ego-Shooter´s Half Life. Wer kennt ihn nicht, den Mann mit der Eisenstange und dem orangefarbenen Schutzanzug?

Auch im zweiten Teil spielt eben dieser Gordon Freeman die Hauptrolle. Im Vorfeld wurde die Grafikengine in den siebten Himmel gelobt. Ob die Entwickler von Valve den Vorschußlorbeeren gerecht werden möchte ich in den nächsten Zeilen für Euch testen. Bevor wir jedoch zum Spiel kommen, möchte ich auf die Installation von Half Life 2 eingehen. Der Grund, es ist keine Gewöhnliche, denn Ihr benötigt hierfür einen Internet-Zugang. Wer also keinen besitzt, der sollte sich entweder einen anschaffen oder er muss auf Half Life 2 verzichten. Das Ganze läuft so ab, dass nach dem Aufspielen auf die Festplatte der Spieler zu einer Zwangsregistrierung aufgefordert wird. Die wichtigen Daten befinden sich nämlich Online. Kein Internet, kein Half Life 2! Über diese Maßnahme kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Nehmen wir es hin und kümmern uns um die Story in Half Life 2.

Das Abenteuer beginnt in der Stadt namens City 17. Dort errichten außerirdische Truppen einen riesigen Turm. Des Weiteren wird die Bevölkerung von maskierten Soldaten derart unterdrückt, dass unser Held und einige Revoluzzer sich das nicht mehr bieten lassen wollen. Was bezwecken die Truppen? Dies heraus zu finden und die Menschen vor dem Bösen zu schützen ist nun das Ziel von Gordon Freeman. Wer jetzt denkt, dass die Entwickler einen Trainings-Parcours mit eingebaut haben, der hat sich getäuscht. Die wilde Fahrt beginnt in einer U-Bahn. Nun wird dem Spieler die Steuerung Schritt für Schritt näher gebracht. Gutes Einbinden ins Spielgeschehen. Es gibt kein Einsatzziel, sondern für Euch lautet nun die Devise: Einfach Laufen und den Dingen harren die kommen! In der Haupthalle angekommen gibt es einen lauten Knall und unser Held wird von Combine-Soldaten abgeführt. So langsam beginnt das Abenteuer Half Life 2…… Schluß jetzt mit der Story, denn jede weitere Erklärung würde Euch zuviel verraten. Kommen wir nun zu den Gebieten, in welche es unseren Helden Gordon verschlägt. Das reicht von einer Kanalisation bis hin zu einem Gefängnis. Eines ist sicher: Die Entwickler haben der Umgebung sehr viel Leben geschenkt.

So kann unser Held Fässer, Kisten, Steine und andere Dinge in die Hand nehmen und sie verwenden. Mit der traditionellen Eisenstange gilt es auch Bretter und anderes Holzzeug zu zerschlagen, um weiter voran zukommen. Herumfliegende Hubschrauber und andere Dinge hauchen sogar dem Himmel Leben ein. Des Weiteren kann Gordon auch an Geschützstellungen Platz nehmen und den Feinden mächtig einheizen. Beim Thema Geschütze muss ich nun natürlich noch auf die Waffen in Half Life 2 eingehen. Neben der Eisenstange, bei welcher nie die Munition ausgeht, stehen dem Spieler noch jede Menge anderer Konfliktlöser zur Verfügung. Angefangen von der herkömmlichen Pistole über Maschinengewehr bis hin zur Ameisenlöwen-Pheromon. Diese erlaubt es Euch, dem Gegner einen Schwarm Insekten auf den Hals zu schicken. Die Feinde sind ebenfalls breit gefächert. Angefangen von Soldaten bis hin zu Zombies, die Gordon einfach nur das Leben schwer machen wollen. Im Übrigen hinterlassen niedergestreckte Soldaten ihre Munition. Sehr praktisch, jedoch gibt es diese auch in verwinkelten Verstecken. Ab und an tauchen sogar Ladestationen auf, mit welcher Ihr Eure Gesundheit sowie die Energie Eures Anzuges aufladen könnt.

Das Speichern geschieht an gewissen Stellen automatisch, jedoch habt Ihr die Möglichkeit, es zu jeder Zeit selbst zu tun. Kommen wir nun zum Resümee von Half Life 2. Also die Grafik ist wirklich gut gelungen, wobei sie jetzt nicht alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Dafür war die Optik von Farcry oder Doom 3 zu gut. Die Umgebung ist sehr aktiv und sieht wirklich gut aus. Kein Flimmern oder ähnliches. Die Wassereffekte sind wirklich gut in Szene gesetzt. Beim Gameplay kann man auch nur sagen: Prima! Gordon lässt sich sehr flüssig und vor allem schnell durch die Polygon-Welten manövrieren. Nervige Ruckler bleiben aus! Die Rätsel halten sich in Grenzen, wobei die Entwickler ab und an gute Features eingebaut haben. So muss der Spieler Bausteine auf eine Rampe legen, so dass sich diese nach vorne neigt und Gordon damit die Plattform erreicht. Einziges Manko ist das Zwischenladen, welches manchmal schon ein wenig lang dauert. Die Story verläuft sehr spannend und es macht einfach Laune, Half Life 2 zu spielen. Auf der DVD befindet sich im übrigen noch die neue Version des Online-Action-Spiels Counter Strike Source. Nähere Einzelheiten hierzu im Review auf TRIBE-ONLINE. Auf jeden Fall ist die Fortsetzung von Half Life gelungen. Unbedingt kaufen…..

Michael Birkle

Systemvoraussetzungen:
Windows 98/00/ME/XP
Prozessor mit 1,2 GHz
256 MB RAM
4,5 GB Festplattenspeicher
DVD-Laufwerk
DirectX7-kompatible Grafikkarte
Internetverbindung (am Besten DSL) für Zwangsregistrierung
Soundkarte