PC  
 

Joint Operations:
Typhoon Rising

Preis: ca. EUR 35,-

Entwickler:
Novalogic

Erschienen bei:
Electronic Arts

Der Thron um den besten Multiplayer-Shooter ist derzeit hart umkämpft. Mit Joint Operations schickt Entwickler Novalogic einen viel versprechenden Kandidaten ins Rennen, der es durchaus mit dem derzeitigen Klassenprimus Battlefield Vietnam aufnehmen kann. Größter Unterschied zur Battlefield-Reihe ist die schiere Anzahl an Kämpfern, welche gleichzeitig in einem Gefecht teilnehmen können.

Bis zu 150 Teilnehmer und mehr dürfen sich hier auf den extrem weitläufigen Karten Saures geben. Dabei bleibt das Spielprinzip genretypisch das gleiche: zwei Teams, unterstützt von einem Fuhrpark, Booten und Helikoptern, fighten um strategisch wichtige Kontrollpunkte auf der Karte. Das Szenario wurde in die nahe Zukunft verlegt, wo im Jahre 2006 auf dem Inselstaat Indonesien einheimische Separatisten das Land unsicher machen. Als Antwort wird eine internationale Friedenstruppe geschickt, die natürlich streng dem Motto „Frieden schaffen mit noch mehr Waffen“ sich sogleich ins Getümmel stürzt. Das Spiel bietet fünf verschiedene Soldaten-Klassen zur Auswahl an. Der Sanitäter heilt Verwundete im Gefecht und kann sogar gefallene Kameraden an Ort und Stelle wiederbeleben! Der Kanonier ist ein Meister im Umgang des leichten Maschinengewehrs und prädestiniert für Sperrfeuer. Pioniere verstehen sich im Umgang mit Stinger-Raketen, Mörsern oder Sprengstoffladungen. Scharfschütze und Standart-Soldat machen die Auswahl komplett. Kampfpanzer oder Flugzeuge sucht Ihr in Joint Operation vergeblich.

Die Vehikel sind eher zum schnellen Transport der Soldaten von A nach B gedacht, als um das Schlachtfeld zu dominieren. Außerdem reagieren die meisten Fahrzeuge auf Raketenbeschuss äußerst allergisch. Dafür steuern sich Helikopter und Co. deutlich unkomplizierter als bei der Konkurrenz, so hält der Heli zum Beispiel von alleine die Höhe, da geht es beim Schießen dank korrekter Ballistik schon wesentlich realistischer zu. Die Grafik des Spiels lässt eigentlich keine Wünsche offen, besonders die schicken Wassereffekte können sich sehen lassen. Die üppige Vegetation sieht nicht nur sehr gut aus, sondern ist auch zweckmäßig. Infanteristen können sich problemlos im hohen Gras, wucherndem Gebüsch oder Baumgruppen verstecken. Vorsichtiges Anschleichen ist hier Pflicht, will man nicht unversehens in einen Hinterhalt geraten. Insgesamt drei Spielmodi hat Joint Operations anzubieten, von denen Advance and Secure neben Capture the Flag und King of the Hill der wichtigste ist. Hierbei gilt es, verschiedene Kontrollpunkte wie Dörfer, Bunker, Strandabschnitte ect. zu besetzten und zu halten. Ein Einzelspieler-Modus fehlt völlig. Eigentlich bietet Joint Operation keine sensationellen Neuerungen bis auf eine! Es ist eben ein gewaltiger Unterschied, ob man mit 60 oder 20 Mann um einen Kontrollpunkt kämpft. In diesem Punkt macht Joint Operation niemandem etwas vor.

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows 98/ME/2000/XP
Prozessor (Pentium III) mit 1,2 GHz
265 MB RAM
32 MB Grafikkarte
1,5 GB HD