PC  
 

Medal of Honor:
Airborne

Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
EA Games

Erschienen bei:
Electronic Arts

Der neueste Spross der Medal of Honor - Reihe lässt Euch, wie der Titel es schon andeutet, den zweiten Weltkrieg als Fallschirmjäger bestreiten. Sieht man davon ab, dass Ihr Eure Einsätze in luftiger Höhe beginnt, hat EA noch einige neue interessante Features in das fertige Spiel gepackt. Doch dazu später mehr.

Ja, es ist mal wieder so weit. Die bösen, bösen Deutschen benötigen dringend eine gehörige Abreibung - sprich der zweite Weltkrieg will gewonnen werden. Also zücke ich zum x-ten Mal Maus und Tastatur und mache mich daran, Geschichte zu schreiben bzw. jede Menge blaue Bohnen und das ein oder andere Handgranätchen unter das Volk zu bringen. Ein Blick in das Optionsmenü offenbart mit Kampagne und Mehrspieler via LAN oder Netz nichts Besonderes. Herzstück des Spiels ist die Kampagne, in deren Verlauf Ihr in insgesamt sechs Luftlandeoperationen als amerikanischer Fallschirmjäger Euren Mann stehen müsst.

Die Missionsgebiete reichen hierbei von Italien, Frankreich bis hin zu Deutschland. Jede der sechs Missionen beginnt mit einer Einsatzbesprechung, in welcher man vorab über die örtlichen Begebenheiten informiert wird. Da Ihr bei Medal of Honor Airborn im gesamten Kartengebiet landen könnt und Euch somit den Starpunkt selbst auswählt macht es durchaus Sinn, sich prägnante Orte auf der Karte zu merken. Natürlich gibt es in jeder Mission verschiedene Aufträge zu erfüllen wie z. B. feindliche Flakstellungen zu zerstören, wobei überraschende Skripts für Abwechslung sorgen. Das Leveldesign ist hierbei Genreuntypisch offen, sprich nicht-linear ausgelegt. Das Spiel nimmt es mit der Realität nicht ganz genau und ist mehr auf Action denn Realismus getrimmt. So heilt Euer Alter-Ego z. B. langsam von selbst.

Auch mit der Geschichte nimmt es EA nicht wirklich genau und ich bezweifle stark, dass es je Wehrmachtsoldaten gab, die mit Köperpanzer und überdimensionalen Maschinengewehren ausgestattet (Alien 2 lässt grüßen) auf die ahnungslosen Alliierten feuerten. Neu und in die Kategorie äußerst nützlich gehört für mich die Art, wie ihr um Ecken oder Hindernisse linsen könnt. Hierbei ist es egal, ob man auf dem Boden kauert oder sich an eine Wand lehnt. Durch gedrückt halten der Maustaste und gleichzeitigem Einsatz der W, A, S, D Tasten könnt Ihr Eure Kopfrichtung und damit den Blickwinkel verändern. Das Feature ist ungemein praktisch. Außerdem könnt Ihr Eure Waffen aufwerten. Das funktioniert ganz einfach. Je öfters man eine bestimmte Knarre verwendet desto besser kann man mit Ihr umgehen und schießt mit diesem Waffetyp besser bzw.; erhält darauf Zusatzfunktionen. Das Hauptfeature, nämlich der Absprung über Feindgebiet ist ein kurzes, aber sehr intensives Vergnügen.

Wie oben bereits erwähnt bleibt es Euch überlassen, an welcher Stelle Ihr landet. Mit dem Fallschirm könnt Ihr nämlich die ungefähre Richtung des Fluges und somit den Landeplatz selbst bestimmen. Für eine höhere Lebenserwartung ist es aber eher ratsam, in der mit grünem Rauch markierten Landezone hernieder zu gehen, da hier keine feindlichen Truppen den noch von der Landung bedröppelten Heronen sofort aufs Korn nehmen. Eine gute Landung will übrigens auch gelernt sein. Grafisch wie atmosphärisch macht Medal of Honor Airborn nichts falsch. Besonders die Absprungsequenzen lassen Euch regelrecht die Nackenhärchen aufstellen. Die Grafikengine zaubert mit schicken Beleuchtungs- und Unschärfeeffekten sowie hervorragenden Animationen eine gelungene und gut aussehende Welt auf den Bildschirm. Der dynamische Soundtrack und die (englische) Sprachausgabe plus der überzeugenden Waffensounds stehen dem in nichts nach. Ein flottes PC-System sollte man aber schon sein eignen nennen um in den vollen Genuss der Grafik zu kommen.

Fazit: Medal of Honor ist ein actiongeladenes Grafikfeuerwerk. Realismus wird bei diesem Spiel klein geschrieben. Wer sich hieran nicht stört und mit einer durchwachsenen Story sowie Feind KI leben kann, sei dieser Ego-Shooter wärmstens ans Herz gelegt.

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows XP/Vista
CPU mit 2,8 Ghz
1,0 GB RAM
128 MB Grafikkarte ( Pixel Shader 3.0)
9,1 GB HD
DVD-Laufwerk