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Need for Speed
Pro Street

Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
EA Black Box

Erschienen bei:
Electronic Arts

Und weiter geht es in der Need for Speed Reihe, diesmal ist EA nach der erfolgreichen Underground Reihe und dem weniger beliebten NfS: Carbon wieder weg von den illegalen Strassenrennen. Ob es EA gelungen ist kann jeder nach dem folgenden Artikel für sich selber entscheiden. Pro Street heißt das neuste Werk der mittlerweile schon klassischen Need for Speed Serie.

Wieder einmal hat EA es geschafft, ein komplett neues Spielprinzip zu entwickeln. Es gibt keine freie Fahrt mehr in der Stadt sondern so genannte Renntage, welche immer tagsüber in abgesperrten Gebieten wie z.B. Flughäfen stattfinden. Der Einstieg in das Spiel fällt sehr einfach. Sobald man nach Start des Karriere Modus in die Rolle des Nachwuchsrennfahrers Ryan Cooper schlüpft wirkt alles sehr realitätsnah. Die Renntage beinhalten immer mehrere Wettbewerbe, meistens mindestens einen aus den Bereichen Grip (normales Rennen), Zeitfahren, Drag auf der viertel oder halben Meile oder ein Sektoren Rennen bei dem es darum geht, einzelne Streckenabschnitte schneller als die anderen zurückzulegen.

Die Renntage kann man mit dem Sieg in drei der genannten gewinnen oder mit einem gesamt Sieg dominieren, wofür es noch mal eine extra Finanzspritze gibt. Das erste Rennen bestreitet man wie aus den Vorgängern schon bekannt nicht im eigenen Wagen sondern in einem gestellten Golf GTI des „Battle Machine“ Wettbewerbs. Für das Drag-Rennen wiederum bekommt man einen Chevrolet, bei dem wie auf echten viertel Meile Rennen die Reifen sowie die Felgen an der Antriebsachse breiter sind. Vor dem Drag-Rennen gibt es immer noch ein Mini Burnout Spiel zu absolvieren, bei dem es darum geht die Reifen mal richtig rauchen zu lassen um später bei dem Start des Rennens mehr Haftung zu haben. Da Ryan Cooper ein Kollege des Kommentators ist, welcher am Anfang sehr authentisch moderiert und kommentiert, sich später aber immer wiederholt, wird man ununterbrochen von diesem erwähnt, angefeuert und gepusht.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Renntages, welcher aus einem Grip-Rennen, einem Zeitfahren und zwei Drag-Turnieren besteht, bekommt man seine ersten beiden Autos. Einen Nissan 240SX sowie den bereits gefahrenen Chevrolet für die Drag-Rennen. Mit diesen beiden neuen Errungenschaften geht es gleich weiter zum nächsten Renntag. Um die ersten Renntage zu dominieren brauchen gute Fahrer noch nichts an ihren Fahrzeugen zu modifizieren, zumal man durch das Dominieren eines Renntages auch Tuningpakete gewinnen kann. Wenn man genug Geld gespart hat und nicht immer teure Reparaturen hat zahlen müssen, kann man sich zum Händler begeben, um ein neues Auto zu kaufen oder in der Garage seine vorhandenen zu tunen. Befindet man sich im Tuningmodus, so hat man dort die Auswahl zwischen dem Einfachen und dem Spezialtuning. Autointeressierte Spieler können im Spezialmodus jede Komponente einzeln aufrüsten. Auffallend dabei sind wieder die vielen bekannten Marken, von denen EA wie in den Vorgängern schon eine Lizenz hat. So kann man sich zum Beispiel das Standard Fahrwerk durch ein hochwertiges Gewindefahrwerk der Firma Bilstein ersetzen.

Die Spieler, die sich weniger in der Materie auskennen, können im Einfachen Modus zu fertig zusammengestellten Tuningpaketen greifen, welche aber laut EA immer etwas schlechter sind als wenn man sich die Komponenten selbst heraussucht. Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Herzstück des Spiels, der Karrieremodus, bis auf den nach gewisser Zeit nervenden Moderator, welchen man aber abstellen kann, sehr gelungen. Auch Grafisch muss sich das Spiel hinter keinem anderen Rennspiel verstecken. Wenn auch ein wenig Detailarm in der Umgebung bietet Pro Street trotzdem aufwendige Schadensmodelle an den Autos, welche sich im Übrigen auch stark auf das Fahrverhalten der Autos auswirken. So kann z.B. der gerade gewonnen Nissan 350Z nach einem Kuss der Leitplanke mal einen starken Linksdrall haben. Als Alternative zum Karrieremodus bietet Need for Speed Pro Street lediglich das „schnelle Rennen“, welches aber den online Spielern vorbehalten ist, da hierfür ein EA Account sowie eine bestehende Internetverbindung nötig ist, da wahlweise die Zeiten direkt in eine Tabelle auf der EA Webseite eingetragen werden. Somit bleibt dem offline Spieler nur der Karrieremodus oder das Feature, eigenen Renntage zu erstellen.

Fazit: Meiner Meinung nach ist es EA wieder mal gelungen, Need for Speed in einen Top Titel zu verwandeln. Echte Underground Fans werden bei diesem Spiel allerdings nicht auf ihre Kosten kommen. Das einzige was mir gefehlt hat ist ein Schnellstart Modus für Spieler, die keinen EA Account erstellen wollen oder durch eine fehlende Internetverbindung nicht die Möglichkeit dazu haben.

Timo Windschall

Systemvoraussetzungen:
Windows XP / Vista
Prozessor: XP 2.8 GHz oder höher
Vista 3.0 GHz oder höher
Speicher: XP 512 MB RAM
Vista 1GB RAM
Festplattenplatz: 8.1 GB
DVD-ROM: 8-Fach
Grafikkarte: 128MB mit PixelShader 2.0
Soundkarte: DirectX 9.0c kompatibel
Online Multiplayer: 512 Kbps oder schneller
Eingabegerät: Tastatur, Maus