PC  
 
Prince of Persia Warrior Within

Preis: ca. EUR 45,-

Erschienen bei:
Ubisoft

Nach dem ersten Teil von Prince of Persia - The Sands of Time war die Spielewelt sehr gespannt, was die Entwickler in sein neues Abenteuer packen, bzw. ihm an Veränderungen schenken. Schon beim Betrachten des Intros wurde mir klar, dass die Entwickler von Ubisoft Montreal einen Grafikhit erstellt haben. Schöne Render-Sequenzen! Natürlich hat sein neues Abenteuer auch eine Story.

Auf jeden Fall betritt nun der Spieler die dunkle Unterwelt. Entkam der Prinz im letzten Teil durch sein Geschick dem Schicksal knapp, so schlägt nun der Dämon Dahaka zurück. Die dämonische Gestalt bleibt ihm immer auf den Fersen und hat nur ein Ziel: Den Prinzen auszulöschen! Gezeichnet durch die ganzen Kämpfe der letzten zehn Jahre fährt der Prinz mit seinem Schiff auf hoher See. Dieses wird plötzlich von einem anderen angegriffen und ein mysteriöse Frau befiehlt seinen Tod. An diesem Punkt steigt der Spieler nun ins Geschehen ein. Die Armee der Untoten ist zu Beginn ein gutes Trainingsprogramm, was die Steuerung und Fähigkeiten des Protagonisten betrifft. Eines noch, den ersten Teil konnte ich leider nicht mit meinem Joypad spielen, wohingegen nun der mir vorliegende Teil diesen erkennt.

Meine Spiele-Karriere hat nämlich mit dem Spielen von Konsolen begonnen, und wie jeder weiß, wird dort mit einem Gamepad gezockt. Meine Fingerfertigkeiten sind mittlerweile zwar besser auf der Tastatur geworden, doch für so ein anspruchvolles Jump and Run-Abenteuer reichen diese noch nicht aus. Der gute Prinz kann nämlich einiges an Moves. Das reicht von Angriffs-Kombinationen und endet damit, dass er an Wänden laufen kann. Ein Wunderkind! Das Abenteuer wird ab und an von beeindruckenden Zwischensequenzen unterbrochen, so dass am Anfang kein richtiger Spielfluss aufkommt. Das ist aber beabsichtigt, denn nach kurzer Zeit wacht der Prinz an einem Strand einer Insel auf. Dort liegen unter anderem Teile seines zerstörten Schiffes. So, nun kann der Kampf gegen die seltsame Frau beginnen. Auch hier werden dem Spieler die Sprungmöglichkeiten erläutert. Seine Reise führt ihn in den höllischen Kern einer verfluchten Inselfestung, die die größten Schrecken und Ängste der Menschheit beherbergt. Der Held besitzt auf jeden Fall eine Hauptwaffe sowie eine Sekundärwaffe.

Sobald der Prinz ein paar Gegnern den Garaus gemacht hat, kann er ihre zurückgebliebenen Waffen aufnehmen und sie als Sekundärwaffen einsetzen. Mit zwei Waffen in der Hand lässt es sich auch besser gegen mehrere Feinde kämpfen. Ich würde das Kampfsystem mit einem Beat´em Up vergleichen. Durch mehrmaliges Drücken der Tasten führt der Held Kombinationen aus, bei welchen die Gegner das Nachsehen haben. Auch kann er Säulen einsetzen, um den Feinden ein gewisses Körperteil abzutrennen. Sehr beeindruckend! Das Spiel lässt sich nur an Quellen oder Fontänen speichern. Hier kann ebenfalls die Gesundheit des Prinzen wiederhergestellt werden. Im Spiel sind außerdem noch Kunstgalerien versteckt. Zerstört also Fässer und weitere Dinge, so dass die Galerien sichtbar werden. Selbstverständlich kann der Prinz auch hier wieder an der Uhr drehen. Dies kostet natürlich den kostbaren Sand, allerdings hinterlassen besiegte Gegner diesen. Im Übrigen bewegt sich der Prinz zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. Dies bedeutet für ihn, dass er an bestimmten Stellen in die Zeitmaschine sitzen muss, um an diesem Ort weiterzukommen. Also ich muss wirklich sagen, dass ich von seinem neuen Abenteuer begeistert bin. Alleine schon die grafische Darstellung ist eine glatte Eins.

Die Lichteffekte und die Gestaltung der Umgebung ist aller Ehren wert. Ich ziehe vor den Entwicklern den Hut. Respekt! Hinzu kommt die sehr gute Spielbarkeit des Prinzen. Selten ließ sich ein Computerheld so flüssig und ohne große Verzögerungen steuern. Eine weitere Eins. Der ganze Spielverlauf mit samt dem Umfang ist wiederum ein dickes Lob wert. Auf jeden Fall ist der Prinz reifer und auch brutaler geworden. War der Vorgänger noch ein nettes Jump and Run-Abenteuer, so ist die Fortsetzung einfach nur gemein und böse. Schon nach kurzer Zeit stellte ich Vergleiche zu den ersten Abenteuer von Tomb Raider fest. Hier muss nämlich auch gesprungen werden, dass es eine helle Freude ist. Die schwenkbare Kamera sowie die Ich-Perspektive vereinfachen es uns, den richtigen Weg zu finden. Wer auf die ersten Teile von Lara Croft steht, der sollte sich unbedingt Prince of Persia Warrior Within zulegen. Ach ja, beim Sound lassen die Entwickler auch nichts anbrennen, denn dieser rockt ab wie Pappe. Ich kann jedem Leser dieses Reviews nur dringend raten, sich dieses Spiel zu kaufen, denn hier habt Ihr lange anhaltenden Spielspaß…..

Michael Birkle

Systemvoraussetzungen:
Windows 98SE/00/XP
Pentium III 1 GHz
256 MB RAM
2 GB Festplattenspeicher
DVD-Laufwerk
3D-Grafikkarte mit DirectX9c
Soundkarte