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Sacred Underworld (Add On)

Preis: ca. EUR 25,-

Entwickler:
Ascaron

Erschienen bei:
Take 2 Interactive


So, Ancaria wurde gerettet, der finstere Magier Shadder besiegt, die Untoten sind wieder da wo sie hingehören und schauen sich, so wie sich das gehört, die Mohrrüben von unten an! Na gut, Prinz Valor ist leider tot. Aber wie sagt man so schön: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Doch wie geht’s nun weiter? Wohin mit dem noch nicht erloschenen Tatendrang? Die Antwort auf diese Frage bietet Euch das Add-On zu „Sacred“ das da heißt „ Sacred Underworld“.

Worum geht es eigentlich? Kurz gesagt habt Ihr den Auftrag, die trauernde Baroness Vilya zu retten, welche von einem Dämonen der Underworld entführt worden ist. Kaum seid Ihr durch das Dämonen-Portal, als Euch auch schon der Geist von Prinz Valor darum bittet, Vilya zu retten, die übrigen Portale zu schließen und die neue Gefahr für Ancaria zu bannen. Entwickler Ascaron hat sich für das Add-On zu ihrem Action-Rollenspiel-Hit nicht lumpen lassen und Tonneweise neue Gegner, Waffen und Rüstungen inklusive zwei völlig neuer Charaktere ins Spiel gepackt. Bevor Ihr Euch ins Getümmel stürzt, müsst Ihr Euch den Helden Eurer Wahl aussuchen. Hierfür könnt Ihr einen exportierten Charakter aus dem Hauptspiel importieren, welcher aber mindestens auf Level 25 sein muss.

Alternativ könnt Ihr auch mit den beiden neuen Helden Zwerg und Dämonien loslegen, die schon auf Level 25 getunt wurden. Unter dem Motto „klein aber Oho“ läuft der Zwerg. Der laufende Meter hat es mächtig in sich und hantiert mit Vorliebe mit schweren Äxten, Hämmern und Pistolen herum. Auf seinem Rücken trägt der zähe Bursche ein vielseitiges Eisenrohr, welches als Kanone, Flammenwerfer oder Mörser benutzt werden kann. Besonders mit dem praktischen Flammer könnt Ihr ganze Gegnerhorden wegbrutzeln. Der Nachteil: So lange der Flammenwerfer abfeuert wird, kann sich der Zwerg nicht von der Stelle rühren. Pferdeliebhaber werden mit dem kleinen Kämpfer nicht unbedingt ihre Freude haben, weigert sich dieser doch standhaft, besagtes Huftier zu besteigen. Zum Ausgleich kann er (die Fähigkeit muss ausgewählt werden) ohne Schmied seine eigenen Gegenstände mitten in der Pampa selbst in Rüstungen und Waffen hämmern! Die Dämonin hat es auch mächtig in sich. Die flotte Dame beherrscht jede Menge gemeiner Feuer- und Giftzauber, mit denen sie ihren Opfern das Leben schwer macht.

Als besondere Überraschung hat die dunkle Schönheit noch ihre Höllenmagie zu bieten. Sie kann gefallene Gegner in Tentakel verwandeln, die dann fortan eine Weile mit ihr kämpfen. Oder sie beschwört einen Lichtdiskus, der selbständig feindliche Monster attackiert. Dem nicht genug kann sie sich in die Lüfte erheben und über das Wasser fliegen. Somit ist sie in der Lage, sich ganz elegant aus brenzligen Situationen zu retten, indem sie z.B. einfach die Flussseite wechselt! Einen Nachteil gibt es allerdings: Wegen ihres höllischen (guten) Aussehens reagieren die Menschen nicht besonders gut auf sie und die Händler wollen keine Geschäfte mit ihr machen. Damit muss die Dame mit dem auskommen, was sie im Kampf erbeutet. Die Neuen Landstriche spielen nicht nur in dunklen Höhlen, wie der Titel vermuten ließe, sondern überwiegend im Freien. Ihr bereist die Piraten-Inseln, die Nuk-Nuk- und Pilzwälder und entdeckt so völlig neue Kontinente von Ancaria. Hierbei warten rund 40 neue Nebenquests auf Euch, die Ihr auch absolvieren solltet, denn der Schwierigkeitsgrad geht steil nach oben. Auch am Hauptprogramm haben die Entwickler Veränderungen vorgenommen. So gibt es keine zufallsgenerierten Miniquests mehr, sondern rund 70 neu designte Quests, wodurch sich auch das erneute Durchspielen (gerade Zwerg oder Dämonin) wieder lohnt.

Ebenfalls sehr praktisch ist der gerade Lebensbalken, über den jedes Monster nun verfügt. Neben noch verbliebenen Hit-Points findet man hier auch Informationen über die Resistenten des Gegners. Der kleine Pluspunkt am Charakterportrait verrät Euch sofort sämtliche Rüstungs- und Zaubermodifikationen auf einen Blick! Sehr praktisch. Grafisch hat sich nicht viel verändert. Die Animationen der Monsterhorden wurden verbessert, was sehr schmuck aussieht. Ansonsten lauft Ihr durch die gewohnt lebendig stimmige Iso-Landschaft, die vielleicht nicht mehr ganz Zeitgemäß, aber immer noch sehr detailliert und einfach zauberhaft aussieht. Kurzum: Sacred – Underworld ist ein mehr als gelungenes Add-On und hat mich auf Anhieb wieder in seinen Bann gezogen. Die beiden neuen Helden sind wirklich gelungen und bieten sehr viele Möglichkeiten der Charakterentwicklung. Da bleibt mir nur zu sagen: Holt es Euch, denn wenn Ihr Sacred schon gern gespielt habt werdet Ihr Underworld lieben. So ich muss jetzt Schluss machen. Mein Zwerg und ich haben da noch was zu erledigen, außerdem möchte ich noch unbedingt das letzte Teil der neuen Rüstung finden und……..

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Hauptspiel von Sacred
Windows 98/2000/ME/XP
CPU mit 800 MHz
Grafikkarte mit 64 MB RAM
256 MB RAM
2,5 GB Festplattenspeicher