PC  
 
Splinter Cell
Double Agent

Preis: ca. EUR 45,-

Erschienen bei:
Ubisoft

Was freute ich mich auf diesen vierten Teil, in welchem natürlich auch wieder der gute, alte Sam Fisher die Hauptrolle spielt. Doch meine Freude währte nicht lange, denn schon beim Betrachten der Systemanforderungen auf der Rückseite des Covers ahnte ich nichts Gutes. Und es kam wie es wohl kommen musste, meine Grafikkarte unterstützte kein Pixel Shader 3.0, sondern eben nur 2.0 und schon hatte ich ein Problem. Wie es sich jedoch für einen Hobby-Agenten wie mich gehört, war dieser Frust nur von kurzer Dauer, denn ich ging am nächsten Tag sofort in ein Computer-Shop und legte mir einfach eine neue Grafikkarte zu, welche natürlich Pixel Shader 3.0 unterstützt. Zuhause angekommen baute ich das gute Stück gleich in meinen Rechner und was soll ich sagen: Das vierte Abenteuer um Sam Fisher konnte nun beginnen.

Des Weiteren sollte der Arbeitsspeicher in Eurem PC mindestens 1 GB haben. Auch sollten satte 10 GB Festplattenspeicher frei sein. Ihr seht schon, dass die Entwickler dieses Mal wirklich geklotzt haben. Wollen wir hoffen, dass das Spiel ebenso hohe Anforderungen setzt wie es Euer PC haben sollte. Dieses Mal schlüpft Sam in eine Doppel-Rolle. Zum einen arbeitet er für die NSA und zum anderen für die Terroristen. Er steht quasi zwischen den Fronten. Jede Aktion, welche Ihr nun ausführt ist zu Gunsten einer Partei, was hingegen die Andere nicht sehr spaßig auffasst.

Bevor wir jedoch ins Spiel einsteigen, betrat ich zuerst die beiden Trainings-Parcours. Immerhin ist es schon eine Weile her, dass ich mit Sam den Bösewichtern in Chaos Theory die Lichter ausknipste. Eine nette Frauenstimme erläutert Euch Sams Fähigkeiten. Die Räumlichkeiten sind sehr hell gehalten und erinnern mich spontan an einen schlechten Traum. Der Lerneffekt ist vorhanden. So, nun aber rein ins Spielgeschehen. Das Abenteuer beginnt über den Wolken. Hier springt Sam mit einem Komplizen ab und landet bei einem Kraftwerk auf Island. Zu Beginn bewegt Ihr Euch zu Wasser. Schon hier stellte ich fest, dass sich die neue Grafikkarte gelohnt hat. Nette Wassereffekte! Schwimmt Eurem Mitstreiter einfach hinterher. Taucht aus dem Wasser im richtigen Moment auf und schaltet einen Gegner aus bzw. versenkt ihn im ewigen Eis. Schon die ersten Gehversuche machten wieder ordentlich Spaß. Es dauerte natürlich seine Zeit bis ich mit der Steuerung wieder zurecht kam. Mit der F1-Taste geht es ins so genannte Opsat.

Hier ist alles hinterlegt, was für Euch von Nutzen ist. Egal ob Karte, Auftragsbeschreibung oder wichtige Dokumente, hier ist alles einzusehen. Nachdem sich mein Kollege um die Lüftung kümmerte hatte ich es mit ein paar Feinden zu tun. Nun war ich wieder voll im Element, denn ich schaltete einen Gegner nach dem anderen aus. Ist eine nervige Lampe vor Euch, so schießt sie doch einfach aus, um euch weiter im Dunkeln bewegen zu können. Schon nach kurzer Zeit hatte ich mit meinen ersten PC-Terminal Kontakt. Dort lassen sich Hintergrundinformationen via E-Mails nachlesen. Auch solltet Ihr nicht gleich die Soldaten töten oder K.O. schlagen, denn manchmal haben sie auch nützliche Tipps, wie z.B. einen Tür-Code. In der großen Halle angekommen musste ich in zehn Minuten den Abschuss einer Rakete verhindern. Schon zu Beginn unter Zeitdruck. Tja, so ein Agenten-Leben ist eben kein Zuckerschlecken. Ein paar richtige Knöpfe betätigt und den Abschuss-Code geknackt und schwups wäre der erste Auftrag erledigt.

In der nächsten Zwischensequenz entledigt sich Sam seines Nachtsichtgerätes. Dies ist auch eine wichtige Neuerung, denn in Double Agent bewegt Ihr Euch ohne dieses Gerätes. Beim nächsten Auftrag werdet Ihr in ein Gefängnis geschleust um einen wichtigen Sträfling zur Flucht zu verhelfen. Mehr wird nicht verraten, denn selbst entdecken macht ja bekanntlich am meisten Spaß. Nach jeder Mission wird abgerechnet. Auch habt Ihr die Möglichkeit, wie ein Action-Held zu agieren und alles abzuschießen was Euch vor den Lauf kommt, oder die andere Variante, unentdeckt zu bleiben und lautlos einen nach dem anderen eliminieren. Die Entwickler haben es uns Spielern ein wenig vereinfacht, indem sie wichtige Abzweigungen mit roten Lichtern markiert haben. Auch wird sofort ein Symbol eingeblendet, wenn Ihr Euch in einen Computer hacken könnt. Den legendären Dietrich haben sie ebenfalls im Spiel belassen. Beim Hacken von Codes ist jedoch eine Änderung vorgenommen worden. Ihr seht vier Reihen mit wild laufenden Zahlen.

Sobald eine Zahl in einer Reihe stehen bleibt sofort mit den Pfeiltasten darauf gehen und die Bestätigen-Taste drücken. Dies dann in jeder weiteren Reihe tun und schwups ist der Geheim-Code nur noch Geschichte. Ein farbiger Punkt in der linken unteren Ecke zeigt Euch an, wie Euer Unsichtsichtbarkeits-Faktor lautet. Bei Grün ist alles in Butter, wohingegen Ihr Euch bei Gelb ein wenig vorsichtiger bewegen solltet. Bei Rot ist Alarm. Bemerkt eine Wache irgendetwas, ertönt eine leise Musik im Hintergrund. Auch ist es möglich, dass Ihr Euch in Schränken oder unter Schreibtischen verstecken könnt. Also ich könnte noch stundenlang weiter schreiben, denn auch das vierte Abenteuer von Sam ist wieder der Hammer schlechthin. Es sind zwar jetzt nicht die mächtigen Neuerungen vorhanden, doch seien wir doch mal ehrlich, warum auch große Veränderungen vornehmen, wenn sich das Spielprinzip bewährt hat. Die Optik ist dank meiner neuen Grafikkarte natürlich wesentlich besser ausgefallen.

Das fängt bei Details wie dem kalten Atem auf Island an. Aber auch die Levels, wie das Gefängnis, sind sehr liebevoll gestaltet worden. Von den genialen Zwischensequenzen wollen wir gar nicht sprechen. Klasse! Beim Gameplay haben sie nicht viel verändert, die Steuerung dagegen ist ein wenig komplexer ausgefallen. Der ein oder andere Knopf kam hinzu. Die Soundkulisse, sowie die Dialoge sind einfach nur klasse. Dem Mehrspieler-Bereich haben die Entwickler eine Generalüberholung geschenkt. Hier treten drei Spione gegen drei Söldner an. Also Schluss jetzt und ich kann jedem nur dringend raten, sich schleunigst in den Laden zu begeben und sich Sam´s viertes Abenteuer zu besorgen. Pflichtkauf!

Michael Birkle

Systemvoraussetzungen:
Windows XP
CPU 3 GHz
1 GB RAM
10 GB Festplattenspeicher
128 MB Grafikkarte, welche unbedingt Pixel Shader 3.0 unterstützen sollte!
DVD-Laufwerk
Soundkarte DirectX9.0c kompatibel
Maus und Tastatur
Mehrspieler sollten über ein DSL-Anschluss verfügen