PC  
 

World in Conflict

Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
Massive Entertainment

Erschienen bei:
Vivendi Games

Dass man in Schweden nicht nur erfolgreich Wohnungseinrichtungen sondern auch spannende Echtzeitstrategie-Spiele produzieren kann, beweisen die Entwickler Massiv Entertainment mit World in Conflict eindrucksvoll. Der neue Star am Echtzeitschlachten Himmel setzt auf Klasse statt Masse und fasziniert mit einem leichtem Einstieg und dennoch hoher Spieltiefe. Ein potentes System vorausgesetzt dürft Ihr Euch auch noch obendrein eine Augenweide der Programmierkunst zu Munde bzw. Auge führen. So, dass das Spiel echt gut ist hat wohl schon jeder verstanden. Doch was passiert eigentlich in World in Conflict?

World in Conflict hat ein fiktives Szenario, welches zur Blütezeit des kalten Kriegs am Ende der 80er Jahre angesiedelt ist. Allerdings überrennen hier die Russen kurz nach dem Fall der Mauer halb Europa und greifen selbst die USA auf ihrem eigenen Land mit See-, Boden- und Luftstreitkräften an. Aus Furcht vor den verheerenden Folgen wagt kein Land einen nuklearen Schlagabtausch. Die Solo-Kampagne unterteilt sich in 14 Missionen auf Seiten der Amerikaner. Die Russen könnt Ihr leider nur im Multiplayer steuern. Im Verlauf der Missionen kommt Ihr weit herum. Neben amerikanischen Großstädten besucht ihr auch europäische Standorte wie Frankreich oder die kalten Fjorde in Norwegen. Um sich ganz auf das kommandieren seiner Truppen konzentrieren zu können haben Massiv Entertainment alles von Bord geschmissen, was ihres Erachtens überflüssiger Ballast ist.

So werden erfahrene Strategen schnell feststellen, dass es in dem Spiel keine Aufbauphase gibt. Kasernen, Waffenfabriken oder Verteidigungsgeschütze braucht Ihr in World in Conflict nicht zu bauen. Auch das Ressourcen sammeln entfällt komplett. Dafür gibt es ein Budget, mit dem Ihr Anfangs eine kleine Streitmacht einkauft und anschließend Eure Abwurfzone festlegt. Auf dieser landen dann per Luftfracht auf Eure Bestellung neue Einheiten. Im Kampf verlorene Einheiten werden nach einer gewissen Zeit dem Budget wieder zugeführt, so dass Ihr neue Truppen ordern könnt. Die Absprungzone könnt Ihr natürlich flexibel verlegen, so ist es möglich, die frischen Truppen gleich ohne große Zeitverluste an die Front zu befördern. Auf diese Art und Weise bleibt die Größe Eurer Truppe stets überschaubar, da Ihr nicht mehr einkaufen könnt als das Budget zulässt.. Das Arsenal des Spieles rekrutiert sich aus realen Truppentypen und den Kriegsgerätschaften der damaligen Jahrgänge. Ihr befehligt Panzerverbände, Hubschrauber, Fußtruppen und andere Fahrzeuge. Nicht steuern, aber zur Hilfe rufen könnt Ihr Luftverbände sowie Artillerie. Diese beiden Waffengattungen zählen zu dem Effektivsten, was das eigene Arsenal aufzubieten hat. Selbst Giftgasangriffe, Napalm und der Abwurf der gefürchteten A-Bombe sind möglich.

Das Terrain wird bei solch mächtigen Angriffen heftig in Mitleidenschaft gezogen. Von den brachialen Explosionseffekten möchte ich erst gar nicht anfangen zu erzählen. Die Steuerung von World in Conflict ist eingängig und hält für gestandene Strategen keine wirklichen Überraschungen bereit. Clevere Feldherren verheizen ihre Truppen nicht und lassen Fahrzeuge reparieren. Die Einheiten gewinnen nämlich nach und nach an Erfahrung, was sie um einiges effektiver kämpfen lässt. Die Story bietet Euch stellenweise echt großes Popcorn-Kíno, was man ja ansonsten nur von wenigen Echtzeitstrategie-Titel sagen kann. Der Multiplayer Modus von World in Conflict hat es mächtig in sich. Dank der gelungenen Einheitenbalance nach dem guten alten Stein, Schere, Papier-Prinzip machen die drei verfügbaren Spielmodi (Domination, Tug of War, Assault) so richtig Laune. Fehlende Kameraden könnt Ihr jederzeit mit Bots auffüllen. Auf lange Sicht gesehen habt Ihr mit dem Multiplayer-Modus sogar um einiges mehr Spaß als mit der Solokampagne. Das Spielprinzip ist auf jeden Fall herrlich dafür ausgelegt.

Fazit: Wer sich diese Perle der Echtzeitstrategie entgehen lässt ist wirklich selbst schuld. Oder auch anders gesagt. WAS SITZEN SIE HIER NOCH AUF IHREM STUHL UND LESEN DIESEN BERICHT. MARSCHIEREN SIE AUF DER STELLE ZUM HÄNDLER IHRES VERTRAUENS UND KAUFEN SIE DIESES SPIEL. DAS IST EIN BEFEHL, SOLDAT!!!

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows XP / Vista
CPU mit 2,0 GHz / 2,2 für Vista
512 MB RAM / 1,0 für Vista
128 MB Grafikkarte
8GB HD
DVD-Laufwerk