PSP  
 
Crash of the Titans
Preis: ca. EUR 40,-

Entwickler:
Radical Entertainment

Erschienen bei:

Vivendi Games


Wie viele Abenteuer habe ich mit diesem Spiele-Held in Turnschuhen schon erlebt? Auf der ersten Playstation, der Psone, waren es einige. Auf Sony´s Handheld, der PSP, hatte ich noch nicht die Ehre, in die Haut der pfiffigen Beutelratte Namens Crash Bandicoot zu schlüpfen. Doch dank des Entwicklers Radical Entertainment hatte ich nun die Möglichkeit, in seinem neuen Jump and Run-Abenteuer Crash Of The Titans diese Kultur-Lücke zu schließen.

Bevor ich jedoch ins Spiel einsteige möchte ich auf zwei negative Aspekte näher eingehen. Zum einen ist die mir vorliegende Testversion komplett in Englisch gehalten. Nicht nur die Menüführung sondern auch die Sprachausgabe ertönt in Englisch aus meiner PSP. Auf Untertitel habe ich kurz gehofft, allerdings vergebens. Schade! Der zweite Punkt sind Bugs, welche meinen PSP des Öfteren zum Absturz brachten. Bei jedem PSP-Spiel war es bisher möglich, den Handheld in den Schlaf zu schicken, in dem ihre den Power-Schalter kurz antippt. Diesen Vorgang führte ich auch bei Crash of the Titans durch, allerdings musste ich dann feststellen, dass sich nach dem Einschalten meine PSP aufhängte.

Entweder es erscheint der nicht endende Ladebildschirm oder die PSP verabschiedet sich mit einem kleinen Knacks. Totaler Absturz! Auch beim Speichern erlebte ich ab und an das Horror-Szenario eines jeden Gamers. Zur Rettung muss ich sagen, das es nicht jedesmal passiert. Selbstverständlich versuchte ich das Spiel auf einer anderen PSP, jedoch mit den gleichen Ergebnissen. Tja, liebe Entwickler: Entweder schlecht gestestet oder etwas nachlässig bei der Feinabstimmung gearbeitet.“ Steigen wir jedoch nun bei Crash of the Titans ein. Bei der Story haben die Entwickler dem guten Crash erneut seinen Erzfeind Neo Cortex aufs Auge gedrückt. Dieser taucht zusammen mit seiner Nichte Nina Cortex plötzlich auf seiner Insel auf und verwandelt die bisher recht friedlichen Tiere zu bissigen Monstern. Klar, dass sich Crash dieser Sache annehmen muss.

Eine wichtige Neuerung ist die Tatsache, dass Ihr nicht nur die Kontrolle über die Beutelratte Crash habt, sondern es bei seinem neuesten Abenteuer möglich ist, die Kontrolle über seine Kontrahenten zu übernehmen. Dies geschieht eigentlich ganz einfach. Streckt den dicken Brocken gegenüber mit gezielten Schlägen nieder und sobald das Kreis-Symbol über seinem Kopf erscheint: Button drücken und schwupps schwingt Ihr Euch auf den Rücken des Biestes. Egal ob Scorporilla, Magamadon oder Shellephant (was für Namen!) – wenn Ihr das Monster erst einmal befehligt, können giftige Stinkbomben geschleudert, Blitze aus dem Himmel befehligt und sogar Laserstrahlen abgefeuert werden. Unbegrenzte Möglichkeiten also, um Neo und Nina Cortex ein Schnippchen zu schlagen. Außerdem benötigt Ihr an manchen Stellen unbedingt die Kräfte der Kontrahenten, um im Level weiter zu gelangen. So ist z.B. der Weg durch eine mächtige Felswand versperrt, jedoch ist dies für unseren neuen Freund unter uns kein Problem. Er hat aber noch viele weitere Moves in der Hinterhand. So glänzt Crash nicht nur mit seinen altbekannten Wirbelattaken, sondern er verteilt auch ordentlich Schläge und Flugtritte, so dass sich seine Gegner warm anziehen sollten. Natürlich verfügt er mittlerweile auch über ein ausgereiftes Abwehrsystem.

Im Laufe des Spiels können außerdem weitere Fähigkeiten frei geschaltet werden. Außerdem kann er nun Wände erklimmen, sich an Seilen umherschwingen und von Sprungbrettern hüpfen. Mit Hilfe seiner magischen Voodoomaske Aku Aku kann Crash sogar surfen und skaten. Insgesamt sind so circa 20 Episoden ins Spiel eingebaut worden. In jedem dieser Abschnitte fallen mehrer Aufgaben an. Je nach Erledigung dieser erhaltet Ihr Medaillen. Gespeichert kann nur nach jeder Mission werden, speichert Ihr während des Spiels, so müsst Ihr später leider den Level von vorne beginnen. An der Kameraführung kann der Spieler ebenfalls nichts ändern, so fiel ich schon das ein oder andere Mal in den Abgrund. Durch das Erlegen von Feinden sowie das Zerschlagen von Kisten erhält Crash die sogenannten Mojo-Kugeln. Mit diesen wertet sich die Beutelratte selbst auf. Die altbewährten Äpfel füllen hingegen Crash´s Lebensenergie auf. Natürlich lassen sich alle Episoden erneut anwählen um diese dann perfekt zu absolvieren. In jedem Abschnitt gibt es einen Mojo-Raum, in welchem Ihr eine bestimmte Aufgabe erfüllen müsst. Diese kann lauten: Zerstört alle Bomben in einer bestimmten Zeit. Auch könnt Ihr Euch Konzeptzeichnungen der einzelnen Abschnitte freispielen.

Also ich muss wirklich sagen, dass mir Crash Bandicoots Abenteuer für unterwegs gut gefallen hat. Die Optik ist solide und die einzelnen Abschnitte sind gut und vor allem abwechslungsreich gestaltet worden. Beim Gameplay haben die Entwickler auch gute Arbeit geleistet. Die Beutelratte verfügt über gute Moves und das wichtigste, er lässt sich gut mit dem Analog-Stick steuern. Das Einnehmen meiner Feinde hat mir auf jeden Fall am Besten gefallen. Das kann dann schon so ablaufen, dass Ihr zuerst dieses Monster einnehmen solltet um mit diesem dann das andere Biest auszuschalten. Klasse Feature! Wäre da nur nicht die Geschichte mit dem Absturz meiner PSP und der nicht vorhandenen Übersetzung in die deutsche Sprache. Alle Mehrspieler-Freunde werden hier ebenfalls gut bedient. Die Entwickler haben ein gutes Jump and Run-Abenteuer für unterwegs geschaffen, jedoch haben sie Crash „Bug“ Bandicoot leider ein paar Fehler mit auf den Weg gegeben. Trotzdem kann ich jedem PSP-Besitzer nur raten einen Blick zu wagen, denn einmal Crash immer Crash……

Michael Birkle