PSP  
 
God of War:
Ghost of Sparta
Preis: ca. EUR 40,-

Entwickler:
Ready at Dawn

Erschienen bei:

Sony Computer Entertainment


Kratos lebt, aber leider nur auf der PSP! Nach seinem dritten Husarenritt auf der Playstation 3 hat er dem Leben Lebewohl gesagt. Doch wollen wir uns nicht grämen, sondern uns seinem neuen Streich auf der PSP widmen.

Für die Entwicklung waren auch wieder die Ready at Dawn Studios zuständig. Sie hatten schon beim ersten Teil auf der PSP sehr gute Arbeit geleistet und somit hoffe ich natürlich, dass sie das hohe Niveau halten können. Irgendwie kann einem Kratos schon leid tun, denn zum einen ist seine komplette Familie tot und zusätzlich hat er alle Götter gegen sich. Dass dann sein Gesichtsausdruck äußerst böse ist, ist mehr als verständlich. Auf jeden Fall spielt Ghost of Sparta zu einem früheren Zeitpunkt als der dritte Teil auf der PS3. Im vorliegenden Abenteuer ist er auf der Suche nach seinem Bruder.

Dieser erscheint ihm regelmäßig in seinen Visionen und lässt ihm keine Ruhe. Die Zwischensequenzen sehen wie immer atemberaubend aus. Die Action steht auch hier auf dem Speiseplan ganz oben. Kratos hat natürlich seine Kettenklingen im Gepäck und bekommt im Laufe des Spiels zusätzliche Waffen gespendet. Dies sind Lanze und das Schild aus dem Hause Sparta. Auf den ersten Blick hat sich nicht viel geändert. Die roten, grünen und blauen Orbs sind wieder an Bord, um Kratos positiv zur Seite zu stehen. Die Kämpfe, bei welchen die Gangart des Helden wie gewohnt sehr robust über die Bühne geht, sind ebenfalls mit von der Partie. Nicht umsonst bekommt das Spiel keine Freigabe unter 18 Jahren. Rätsel, bei welchem Schalter und Gegenstände bewegt werden müssen, bringen Abwechslung in das Leben eines Helden und natürlich auch des Spielers.

Die handelsüblichen Speicherpunkte sind da, sowie die fairen Rücksetzpunkte beim Ableben von Kratos. Eigentlich ist alles beim Alten geblieben, und das macht sein neues Abenteuer keinen Deut schlechter. Die Bosskämpfe sind wieder klasse in Szene gesetzt. Auch die Action-Button-Einlagen sorgen für jede Menge Adrenalin. Der Muskelmann besitzt aber auch noch Magie, mit welcher er seinen Kontrahenten ans Leder geht. Das Auslösen mittels Steuerkreuz wirkt in manchen Kampfsituationen etwas umständlich, doch die Zeit bringt auch hier den Alltag rein. Das reicht vom Einfrieren bis hin zu Stromschlägen. Mittels der roten Orbs lassen sich sowohl Waffen als auch die Magien aufwerten. Die Combo-Möglichkeiten werden erweitert und erlauben dem Spieler mächtige Durchschlagskraft. Das Spiel ist zwar leider nach sechs Stunden zu Ende, doch wie gewohnt schaltet Ihr Euch einen neuen Schwierigkeitsgrad frei. Zusätzlich könnt Ihr Euch noch in den Kampfarenen mit etlichen Feinden messen. Dabei winken Euch Belohnungen, welche in Bilder und Videos ausgezahlt werden.

Fans der Serie bekommen wenig Neues geboten, doch die Inszenierung von Ghost of Sparta ist absolute Spitze und setzt auf der PSP erneut neue Maßstäbe.

Michael Birkle