PSP  
 
Medal of Honor Heroes 2
Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
EA Games

Erschienen bei:

Electronic Arts

„Es liegt in Deinen Händen“ verkündet schon das Cover von Medal Of Honor Heroes 2. Anscheinend erfreute sich der erste Teil, mit dem die Reihe ihren Einstand auf Sonys Kleinstem gab, so großer Beliebtheit, dass man gleich einen Nachfolger ins Rennen schickt. Dabei ist das Thema zweiter Weltkrieg auf den Konsolen doch schon hinreichend beackert.

Unbeirrt davon ersann man bei EA wieder eine Kampagne, die mal wieder in dfer Normandie spielt, und die nun von Euch beackert werden darf. Das OSS (Office Of Strategic Services) schickt Euch an die Front und brieft Euch für die einzelnen Missionen. Wie gewohnt gibt es neben den Hauptquests (zerstöre dies, finde jenes, sprenge das) wieder Nebenquests, deren Erledigung zwar nicht zwingend ist, sich aber dann in der Abrechnung zum Ende einer jeden Mission positiv auswirkt. So bekommt Ihr etwa die Goldmedaille nur, wenn Ihr sämtliche Aufgaben erledigt habt.

Wie bereits im Vorgänger erweist sich das Radar als ein sehr nützliches Utensil. Es zeigt Euch den Weg zu den Haupt- und Nebenzielen. Sehr gut gelöst ist die Gesundheit. Kassiert Ihr Treffer, sehr Ihr einen roten Schleier. Sucht schleunigst Deckung, Nach einigen Sekunden regeneriert sich Euer Soldat und es kann weiter gehen. Insgesamt ist es sehr empfehlenswert, aus der Deckung zu agieren. Die beiden Kameraden, die Euch über einen großen Teil des Spiels begleiten leisten ordentliche Arbeit und schießen Euch auch schon mal den Weg frei. Waffentechnisch gibt es keine Überraschungen, Ihr befindet Euch schließlich im zweiten Weltkrieg, da darf man außer einer Maschinenpistole, einer Handfeuerwaffe und Granaten nicht viel erwarten. Dadurch bleibt die Rahmenhandlung realistisch.

Neben der Kampagne gibt es noch Multiplayerspiele. Das Death Match, der Team Death Match und Capture The Flag dürfen hier natürlich als Klassiker nicht fehlen. Zudem könnt Ihr Euch für ein Team (Achsenmächte oder Alliierte) entscheiden. An der Steuerung hat sich gegenüber dem Vorgänger nichts geändert. Sie dürfte im Vergleich zu anderen Ego-Shootern etwas anders ausfallen und deshalb für Uneingeweihte etwas gewöhnungsbedürftig sein. Die Grafik ist zweckmäßig, an Kriegsschauplätzen erwartet man keine exotische Farbenpracht oder idyllische Umgebungen. Das selbe gilt für den Sound. Die opulente, fast schon soundtrackhafte Musikuntermalung der früheren Titel für die Heimkonsolen wird hier aber nicht aufgefahren, an dessen Stelle klingt es militärisch scheppernd. Wer sich ein Leben ohne WK2 Ballerei partout nicht vorstellen kann, der kann hier zugreifen. Es soll mittlerweile aber auch einige interessante Szenarien für Ego-Shooter auf der PSP abseits vom Kriegsgeschehen geben...

Christian Dännart