PSP  
 
Pac-Man World 3
Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
Namco

Erschienen bei:

Electronic Arts

Die Jungs von Namco schicken den knudelligen Pac-Man zu seinem 25. Geburtstag in ein neues 3D-Abenteuer. Ich war schon wirklich gespannt was der Allesfresser bei seiner PSP-Premiere so zu bieten hat.

Schon beim Durchblättern des Hauptmenüs ertönte das mittlerweile kultige Fressgeräusch von Pac-Man. Neben dem Spiel und den obligatorischen Optionen gibt es noch ein Menü-Punkt, welcher sich „Extras“ nennt. Hört sich simpel an, ist aber durchaus für Nostalgiker absolutes Pflichtprogramm. Tretet dort ins Museum ein und schwupps, könnt Ihr Euch zum ersten ein ausführliches Interview mit dem Erfinder zu Gemüte führen. Des Weiteren habt Ihr die Möglichkeit, die gesammelten Karten, welche Ihr Euch im Hauptspiel verdienen könnt, näher zu betrachten. Und zu guter letzt steht Euch hier der gute, alte Arcade-Klassiker von Pac-Man zur Verfügung.

Das ist mehr als ein Hauch von Nostalgie, das ist pure Computerspiel-Geschichte. Wollen wir nun aber ins Hauptspiel einsteigen. Auch hier feiert Pac-Man seinen 25. Geburtstag, als er plötzlich kurz vor der Torte wegteleportiert wird. Dies ist die Tat eines besorgten Geistes, der Pac-Man um Hilfe bittet. Er erzählt Ihm, dass ein Eindringling Namens Erwin die Pac-Welt zerstören möchte. Mit diesem Auftrag im Rücken schickt nun der Geist den kleinen Pac-Man von Level zu Level. Das reicht von Höhlensystemen über verschneite Täler bis hin zu Plattformkonstruktionen. Hier gilt es überall für Pac-Man, die kleinen gelben Punkte einzusammeln. Selbstverständlich dürfen die verschiedenen Früchte nicht fehlen.

Pac-Man erhält im Laufe des Spiels neue Moves, bzw. Power-Ups, mit welchen er den Monstern die Lichter besser ausknipsen kann. So wie z.B. das Laser-Lasso, mit welchem Ihr Eure Gegner mit höherer Geschwindigkeit erledigen könnt. Dies ist jedoch zeitlich begrenzt. Hat Pac-Man kein Power-Up zur Hand, bleibt ihm nur die pure Schlagkraft. Einfach mehrmals die Kreis-Taste drücken und Ihr schenkt es Eurem Gegenüber mit Kombos mächtig ein. Der gute, alte Pac-Man kann aber noch mehr und zwar kann er durch zweimaliges Betätigen des Kreuz-Buttons eine Bombe ausführen. Hiermit können Schalter im Spiel aktiviert werden. Im späteren Verlauf des Spiels folgt noch eine Dreifach-Bombe. Außerdem kann Pac-Man eine Megarolle ausführen. Mit dieser kann er weite Distanzen schnell überbrücken, allerdings kann er auch auf Megarollen-Platten gewisse Gegenstände in Bewegung versetzen. Es gibt dann noch den Wandsprung, Pfahlsprung oder auch Kletterzäune. Also für Abwechslung ist bei Pac-Man World 3 auf jeden Fall gesorgt. Kommen wir nun zur technischen Seite des Titels: Das Titelbild kam mir ein wenig verschwommen vor. Im Spiel selber sind die Texturen klar, allerdings kommen diese irgendwie pixlig rüber.

Vergleicht man Pac-Man World 3 mit Daxter, nur von der Optik her, dann ist der Unterschied schon recht groß. Auch kann es vorkommen, dass Euer Pac-Man plötzlich hinter einer Mauer verschwindet. Es bugt im Spiel wirklich des öfteren. Manchmal ist es auch schwierig zu unterscheiden, ob Plattformen nur fürs Level-Design stehen, oder ob man sie erklimmen muss. Vom Gameplay her lässt sich Pac-Man gut durch die Levels steuern, auch wenn er ab und an ins Ruckeln gerät. Gewisse Sprungpassagen stellen auch ein Drahtseilakt dar. Die Kamera lässt sich mit den beiden Schultertasten frei schwenken, so dass sich gewisse Defizite minimieren lassen. Die Sounduntermalung ist eben so, wie Spiele aus Japan sind. Ein Gedudel des Herrn! Zum Abschluss muss ich sagen, dass Pac-Man World 3 ein gutes Jump´n Run-Abenteuer ist, das allerdings von der technischen Seite schon einige Defizite hat. Spielen lässt es sich gut und für Abwechslung ist auch genügend gesorgt.
Mein Tip: Auf jeden Fall erst kurz Probe spielen bevor Ihr zuschlagt!

Michael Birkle