PSP  
 
Pursuit Force:
Extreme Justice
Preis: ca. EUR 40,-

Entwickler:
bigBig Studios

Erschienen bei:

Sony Computer Entertainment


Alle Fans von rasender Action aufgepasst! Hier kommt die Fortsetzung des PSP-Spiels, bei welchem wilde Verfolgungsjagden zum absoluten Alltag gehören. Die Rede ist von Pursuit Force, welches den Beinamen Extreme Justice bekommen hat. Für die Entwicklung waren auch dieses Mal die bigBig Studios verantwortlich.

Die Story des Spiels ist eigentlich schnell wiedergegeben. Wie der Titel des Spiels schön verrät wird hier totale Gerechtigkeit groß geschrieben. Hauptschauplatz ist Capital City, in welcher sage und schreibe vier Gangs oder auch Terroristen genannt Ihr Unwesen treiben. Die Warlords, Convicts, Raiders und das Syndikat wollen den Einwohnern und der Pursuit Force das Leben zur Hölle machen. Da wäre aber noch die Viper-Squad, welche nach dem ersten Erfolg der Pursuit Force gegründet wurde. Diese Eingreiftruppe besteht aus schwer bewaffneten Polizisten. Ob das gut geht mit zwei Polizei-Einheiten?

Ihr schlüpft in die Rolle eines Mitglieds der Pursuit Force. Hoppla, im Hauptmenü angekommen staunte ich nicht schlecht, als ich neben dem Story-Modus noch zwei weitere Modi erblickte. Um jedoch dort einen Fuß auf den Boden zu bringen, ist es von Nöten, die einzelnen Missionen im Story-Modus erfolgreich abzuschließen. Der erste zusätzliche Modus nennt sich Prämien-Modus. Hier lassen sich alle Missionen erneut spielen um dann dafür Sterne zu erhalten, mit welchen Ihr dann im Laden spezielle Gegenstände einkaufen könnt. Je höher hier der Schwierigkeitsgrad gewählt wird, desto mehr Sterne erhaltet Ihr. Des Weiteren gibt es noch Labor-Münzen, mit welchen sich Eure Fähigkeiten im Story-Modus ausbauen lassen.

Beim nächsten Modus ist der Name schon Programm: Herausforderungs-Modus. Hier stehen die abgeschlossenen Missionen in abgespeckter Version zum erneuten Spielen bereit. Ist die Haupt-Herausforderung erfüllt öffnet sich eine Nebenaufgabe. Insgesamt stehen fünf Akte mit insgesamt 30 Missionen zur Auswahl. Somit wären alle Fragen zum Thema „Umfang des Spiels“ wohl beantwortet. Ein wichtiger Pluspunkt im Vergleich zum Vorgänger sind die Kontrollpunkte in den einzelnen Missionen. Was habe ich im ersten Teil geflucht, als ich kurz vor Ende der Aufgabe das Zeitliche gesegnet habe und noch mal von vorne anfangen musste. Die Missionen bestehen maximal aus fünf Aufgaben. Nach jeder abgeschlossener wird ein Kontrollpunkt gesetzt. Meine Gebete wurden erhört. Klasse! Auf jeden Fall findet vor jedem Auftrag ein ausführliches Briefing statt, in welchem auf alle Einzelheiten eingegangen wird. Steigen wir nun jedoch ins Geschehen ein.

Ihr steigt nicht nur in ein Polizeiauto ein und rast den Verbrechern hinterher, nein Ihr springt sogar auf fahrende Züge, beschießt Eure Feinde vom Helikopter aus und und und…. Um die Übersicht und auch das Ziel zu erkennen haben die Entwickler auch wieder einen Radar aufs Display gezaubert. Hier lassen sich alle wichtigen Features wie Gegner als Zielpunkt erkennen. Eines ist jedoch sicher, bei Pursuit Force habt Ihr nur selten Zeit auf diesen Radar zu blicken. Ein wichtiges Feature dieses Spiel ist sicherlich das Übernehmen anderer Fahrzeuge. Sobald Ihr Euch nahe genug befindet wird ein Symbol angezeigt. Drückt nun den Kreis-Button und schon landet Ihr auf dem anderen Fahrzeug. Um jedoch endgültig die Kontrolle zu übernehmen ist es von Nöten, die dort sitzenden Feinde in die ewigen Jagdgründe zu befördern. Durch betätigen der rechten Schultertaste feuert Ihr Eure Waffe ab. Ihr besitzt unendlich Munition, allerdings wird für kurze Zeit nachgeladen, so dass Ihr in dieser Zeit mit Treffern rechnen müsst.

Das Fahrverhalten der einzelnen Vehikel ist sehr eingängig, so dass hier keine größeren Eingewöhnungsschwierigkeiten auftreten sollten. Ein ganz wichtiger Pluspunkt sind die abwechslungsreichen Missionen. Verhindert den Abschuss einer Rakete oder verfolgt unauffällig Bankräuber. Ihr bewegt Euch innerhalb einer Mission mal zu Fuß, danach werdet Ihr vom Polizeihelikopter aufgesammelt, um dann zum Schluss per Vehikel den Verbrechern das Handwerk zu legen. Selbstverständlich kann euer fahrbarer Untersatz, sowie Eure Wenigkeit Schaden nehmen. Hierfür haben die Entwickler die Gerechtigkeitsanzeige ins Spiel eingebaut. Sie befindet sich außerhalb des Radars und füllt sich sobald Ihr Gegner rammt, verhaftet oder ausschaltet. Betätigt nun die Dreieck-Taste und Ihr könnt Eure beiden oben genannten Anzeigen wieder auffüllen. Natürlich dürfen Endbosse nicht fehlen. An manchen Stellen im Spiel, z.B. im Nahkampf zu Fuß müsst Ihr die angezeigten Knopf-Kombinationen korrekt betätigen, um den Gegner auszuschalten bzw. festzunehmen.

Zum Schluss muss ich sagen, dass die Entwickler hier wirklich gute Arbeit abgeliefert haben. Die Grafik ist auf hohem PSP-Niveau anzusiedeln. Die Levels sind wirklich gut gestaltet worden und die Zwischensequenzen vor jedem Akt sehen filmreif aus. Die Story weiß ebenfalls zu überzeugen, auch wenn die Synchronstimmen manchmal ein wenig nervig sind. Das Spiel kommt trotz der hohen actiondichte fast nicht ins Ruckeln. Beim Gameplay haben die Entwickler auch alles richtig gemacht. Der Schwierigkeitsgrad ist manchmal ein wenig knackig, allerdings empfand ich Teil eins als weitaus frustrierender. Die Gesundheitsanzeige mittels Fadenkreuz Eures Widersachers kommt dem Spieler positiv entgegen. Die Musik und die Kommandos während der Missionen bringen so richtige Verfolgungsjagd-Atmosphäre auf. Durch den Multiplayer-Modus, in welchem es vier Modi gibt erhält der Spieler noch zusätzlich Spielstoff. Hier können die Spieler entweder kabellos gegeneinander antreten oder sich im Ad-hoc Modus zu einem Team zusammenschließen. Hierfür benötigen jedoch alle vier eine Version von Pursuit Force: Extreme Justice. Ich werde mich nun wieder den Terroristen zuwenden und Euch kann ich nur gleiches raten. Wer auf knallharte, kompromisslose Action steht sollte hier zugreifen.

Michael Birkle