PSP  
 
Resistance:
Retribution
Preis: ca. EUR 40,-

Entwickler:
Bend Studios

Erschienen bei:

Sony Computer Entertainment


Endlich bekommt meine PSP wieder Futter, und was für welches. In voller Erwartung dieses Shooter-Spektakels legte ich die UMD in meinen Handheld ein. Wie wir es mittlerweile alle gewöhnt sind, wurden im Vorfeld viele Vorschußlorbeeren verteilt. Auf der letzten Games Convention hatte die Spielergemeinde sogar die Möglichkeit, erste Gehversuche selbst durchzuführen. Durften sich alle Playstation 3-Besitzer im Dezember letzten Jahres über die Fortsetzung von Resistance freuen, so werden ab sofort auch alle PSP-User mit der Alienbrut konfrontiert.

Doch Vorsicht, die Entwickler gehen bei Resistance Retribution neue Wege. So seht Ihr nicht nur die Waffe Eures Helden, sondern Ihr dürft ihn fast in seiner ganzen Größe bewundern. Sprich: Aus einem Ego-Shooter wurde ein Third-Person-Shooter! Ich denke die Entwickler erhoffen sich davon eine bessere Übersicht, sowie Spielbarkeit. Ob dies aufging und wieder der Shooter letztendlich aussieht, werde ich nun für euch näher unter die Lupe nehmen. Die Story ist zwischen den beiden Playstation 3-Teilen angesiedelt. Genauer gesagt schreiben wir das Jahr 1951 und noch immer gibt es wahre Helden, die die Welt einfach braucht. Besonders in Computerspielen, stehen diese ganz oben auf der Speisekarte.

Ihr schlüpft in die Rolle von James Grayson, welcher seinen Bruder im Kampf gegen die Mutanten verloren hatte. Seit diesem Schlüsselerlebnis sind seine Zeichen voll auf Rache gestellt. Gemeinsam mit Cartwright und Parker besteht seine Aufgabe, den wirksamen Impfstoff an die richtige Position zu bringen. Dieser muss unmittelbar in das Herz des Umwandlungsprozesses der Bestien injiziert werden. Dabei verschlägt es euch an die unterschiedlichsten Schauplätze in Europa: Rotterdam, Bonn, Luxemburg, sowie Paris. Auf den weiteren Verlauf der Story möchte ich natürlich nicht näher eingehen. Die große Frage lautet nun? Wie lässt sich Mr. James Grayson durch die Levels manövrieren. Die Schultertasten sind für das Abfeuern der Peacemaker verantwortlich. Der Rechte steht für die Primäre Feuerkraft, hingegen die linke Schultertaste für das Sekundärfeuer vorgesehen ist.

Auf dem Bildschirm sind alle aktuellen Informationen wie Gesundheitsstatus, Munitionsanzeige, aktuelle Waffe, sowie das obligatorische Fadenkreuz zu sehen. Wo wir auch schon beim Thema wären, den die Entwickler haben ein nützliches Features in Resistance Retribution eingebaut. Und zwar visiert Euer Fadenkreuz die Gegner automatisch an. So fällt die meiste Zeit das nervige Ausrichten des Fadenkreuzes weg. Sollten allerdings mehrere Feinde vor euch stehen, kann dies auch schon wieder mit leichten Nachteilen behaftet sein. Sollten Kisten oder ähnliche Deckungen vorhanden sein, so macht es mehr als Sinn, diese als Schutz zu nutzen. Betätigt dann einfach die rechte Schultertaste und Mr. Grayson taucht solange auf, wie Ihr den Button gedrückt haltet. Und das Gute an der Sache ist auch noch, das ihr auf euren Widersacher feuert. Diese müssen im Übrigen ebenso nachladen wie Ihr. Passt also den richtigen Moment ab, um sie dann in den Orbit zu schicken. Der Held lässt sich prima mit dem Analog-Stick steuern. Die Richtungstasten stehen fürs Nachladen, Auswählen der Waffe sowie das manuelle Zielen. Manche Gegner sterben nur, wenn sie einen Kopfschuss erhalten. Dies ist nur durch manuelles Zielen zu erreichen.

Des Weiteren müsst Ihr natürlich auch Schalter betätigen sowie Hindernisse überspringen. Mit Hilfe der vier Symbol-Tasten lässt sich zum einen die Kamera schwenken und zum anderen wird so das manuelle Zielen ausgeführt. Die näheren Einzelheiten zur Steuerung hören sich sehr komplex an, jedoch laufen sich nach einer gewissen Eingewöhnung gut von der Hand. Das manuelle Zielen machte mir zu Beginn am meisten sorgen, von daher ist das automatische Anvisieren sehr von Vorteil für Einsteiger. Bei den Waffen haben die Entwickler viele aus dem großen Bruder-Spiel übernommen. Neben einem Sturmgewehr, einer Panzerabwehrrakete, einer Schrotflinte, dem Scharfschützengewehr, dem bekannten Bullsyeye, darf natürlich der Bohrer nicht fehlen. Sie ist zwar nicht mit der herkömmlichen zu vergleichen, doch auch die Bohrer-WS ermöglicht es dem Besitzer, seine Gegner durch Wände zu eliminieren. Auf jeden Fall haben die Entwickler ausreichend Munition und Medipacks ins Spiel eingebaut. In jedem Abschnitt gibt es mehrer Checkpoints, an welchen außerdem noch gespeichert wird. Solltet Ihr dann einmal das Zeitliche segnen, so werdet Ihr an diesen Stellen wieder zum Leben erweckt. Manchmal hätten es ruhig ein paar mehr Punkte sein dürfen.

Neben der Einzelspieler-Kampagne haben die Entwickler auch einen Mehrspieler-Part programmiert. Dort lassen sich Gefechte mit bis zu acht Spielern austragen. Entweder im Infrastruktur-Modus oder im Ad-hoc-Modus. Einen besonderen Leckerbissen haben die Entwickler in Resistance Retribution eingebaut. Und zwar ist es möglich, das PSP-System mit der Playstation 3 zu verbinden. Dafür benötigt Ihr neben einer Playstation 3 auch das PS3-Spiel Resistance 2. Somit lassen sich zwei aufregende Exra-Modi Freischalten. Zum einen handelt es sich um den „Plus-Modus“, bei welchem der Spieler die Möglichkeit besitzt, Resistance Retribution mit dem Dualshock 3-Controller zu zocken. Einfach die PSP per USB-Kabel mit dem Playstation 3-Systen, inklusive Resistance 2 verbinden. Somit lässt sich die Einzelspielerkampagne erneut spielen, da die Zielerfassungshilfe deaktiviert ist. Somit erhöht sich der Schwierigkeitsgrad. Beim „Infiziert-Modus“ werden durch das Verbinden neue Spielinhalte geöffnet. Neben einer Resistance 2-Uniform für Mr. Grayson erhält der Spieler auch neue Waffen, wie z.B. eine HE.44 Magnum. Außerdem erhält James übermenschliche Kräfte.

Zum Abschluss muss ich sagen, dass sich der Gang von Resistance auf das PSP-System auf jeden Fall ausgezahlt hat. Die Optik und die Spielbarkeit sind wirklich klasse. Durch die knapp 20 Missionen erhaltet Ihr auch etwas für euer Geld und die zusätzlichen Modi fördern auch die Langzeitmotivation. Die Story mit ihren genialen Zwischensequenzen weiß ebenfalls zu überzeugen. Die Sprecherin von den beiden Playstation 3-Teilen ist auch mit von der Partie. Unbedingtes Anschaffen….

Michael Birkle