PSP  
 
Ridge Racer 2
Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
Namco

Erschienen bei:

Sony Computer Entertainment

Ich persönlich würde das Arcade-Rennspiel Ridge Racer mit einer Goldenen Kuh vergleichen. Diese wird täglich gemolken und gibt jede Menge Milch. In der virtuellen Ridge Racer-Welt gibt es zwar keine Milch, doch schicken die Entwickler von Namco ihren Vorzeige-Racer auf der Playstation 3 nächstes Jahr schon in die siebte Runde. Auf der PSP ist zwar erst die zweite Runde angesagt, doch mit der Zeit dürften wir auch hier auf ein paar Teile kommen. Der Erfolg der Serie über die letzten Jahre gibt den Entwicklern auf jeden Fall Recht.

Im Intro angekommen erscheint die altbekannte junge Dame mit einem netten Lächeln und die aufgemotzten Rennboliden zeigen, zu was sie alles in der Lage sind. Eines auf jeden Fall vorweg: In Ridge Racer 2 muss der Spieler driften bis der Arzt kommt! Ein wichtiges Feature ist der Nitro-Schub. Je schneller Ihr durch die Kurven driftet, desto mehr füllt sich die Nitro-Anzeige. Maximal drei Nitro-Schübe können getankt werden. Die Auswahl-Möglichkeiten bei Ridge Racer 2 können sich durchaus sehen lassen.

Da hätten wir den Arcade-Modus, bei welchem Du sofort auf die Rennstrecke kannst. 12 Fahrer treten auf drei Runden gegeneinander an. Beim Duell-Modus trittst Du gegen einen computergesteuerten Wagen an. Wähle Strecke und Fahrzeug selbst aus. Im Survival-Modus treten vier Boliden gegeneinander an. Nach jeder Runde scheidet der letztplatzierte aus. Im Zeitrennen-Modus gilt es, den Kampf gegen die Uhr für Euch zu entscheiden. Alle Strecken und Fahrzeuge, welche Ihr in den gerade erwähnten Modi anwählen könnt, gilt es sich zuerst in der Welt-Tour frei zu spielen.

Von daher macht es mehr als Sinn, sich zuerst diesem Modus zuzuwenden. Der Einstieg beginnt mit der Basis-Tour. Ein guter Anfang um sich die Fahrweise von Ridge Racer 2 anzueignen. Ich persönlich entschied mich für das Stuerkreuz, um die Boliden auf der Strecke zu lenken. Natürlich besteht auch die Möglichkeit mit dem Analog-Stick. Dies sollte jeder für sich selbst herausfinden. Den Nitro-Schub löst Ihr mit der rechten Schulter-Taste aus. Dies solltet Ihr am Besten auf einem langen, geraden Streckenabschnitt tun. Denn jedes Anstossen am Streckenrand kostet nicht nur Zeit, sondern Ihr werdet auch stark gebremst. Auch jede Berührung mit einem der elf Mitstreiter sollte vermieden werden. Beschleunigt wird mit dem obligatorischen Kreuz-Button, der Quadrat-Knopf steht für die Bremse. Manchmal genügt es aber auch schon, einfach den Fuss vom Gas zu nehmen, um dadurch die Kurve etwas schneller zu nehmen.

Ihr startet immer auf dem letzten, dem zwölften Platz. Euer Ziel sollte fortan lauten: „Für mich zählt nur der 1.Platz“. Die meisten Touren bestehen aus zwei bis drei Rennen. Innerhalb dieser Touren müsst Ihr Euch für das nächste Rennen qualifizieren. Dafür reicht zu Beginn der dritte Platz, wobei das letzte Rennen auf jeden Fall mit dem ersten Platz abgeschlossen werden muss. Die Basis-Tour besteht aus 16 Touren. Sind alle gemeistert, geht es zur Profi-Tour. Hier gibt es keine Geschenke mehr. Knallharter Rennsport! Die Fahrzeugauswahl in Ridge Racer 2 ist üppig ausgefallen. Je weiter Ihr im Spiel voranschreitet, desto mehr Wagen werden freigeschaltet. Es gibt veschiedene Drift-Arten. Die Leichteren, der Standard und zu guter letzt der Dynamische. Wählt den Wagen mit Eurem persönlichen Lieblings Drift-Typ aus. Natürlich werden die Boliden mit fortlaufender Spieldauer auch wesentlich schneller.

Alt eingesessene Ridge Racer-Fans horchen bei Rennstrecken wie „Mythical Coast“ oder „Ex Revolution Road“ sofort auf. Wie auch bei den Fahrzeugen werden im Laufe des Spiels neue Strecken freigeschaltet. Diese werden dann auch rückwärts gefahren oder mit neuen Abschnitten versehen. So bekommt der Spieler die nötige Abwechslung. Die Ladezeiten zwischen den Events sind überschaubar. Genau richtig um kurz die Finger, bzw. Hände zu lockern. Von der grafischen Seite ist an Ridge Racer 2 nichts zu bemängeln. Egal ob vier oder fünf Fahrzeuge sich auf dem Bildschirm befinden, es bleiben jegliche Ruckler aus. Das nötige Geschwindigkeitsgefühl ist ebenfalls vorhanden. Beim Gameplay gibt es auch nichts zu meckern. Hat man das Driften raus, macht dies einen irren Spaß. Der Realismus bleibt zwar auf der Strecke, jedoch ist Ridge Racer schon immer ein Arcade-Rennspiel gewesen. Der Umfang kann sich ebenfalls sehen lassen. Einziges Manko sind sicherlich die Neuerungen zum ersten Teil. Wenn jemand diesen nicht besitzt unbedingt zugreifen, wohingegen Besitzer des ersten Teils erst einen Blick auf die Neuerungen werfen sollte. Ein hochwertiger Rennspiel-Titel für die Playstation Portable.

Michael Birkle