PSP  
 
The Fast and
The Furious
Preis: ca. EUR 30,-

Entwickler:
Namco Bandai

Erschienen bei:

Deep Silver


„Sieht genauso aus wie mein Need for Speed Underground 2 auf dem PC“ war mein erster Gedanke, als ich das Spiel startete und nach endlosen Ladezeiten endlich ins Menü und zum ersten Rennen kam. Der ganze Anfang sowie die Story erinnern sehr an NfS, aber lest selbst.

Sobald man den Karriere Modus startet, welcher den Kern das Spiels darstellt schlüpft man in die Rolle des Rennfahrers, der in eine neue Stadt kommt. Das erste Rennen bestreitet man mit einem fertig getunten Auto, das man von einem Freund geliehen bekommt. Wer das Nitro benutzt hat bringt das erste Rennen auf einer geraden Strecke schnell hinter sich. Ab jetzt erhält man Geld von dem Verlierer, da dieser nicht möchte, dass dritte Personen von seiner Niederlage erfahren, da er zu dem Zeitpunkt noch den Titel des besten Fahrers trägt. Mit dem Geld folgt das erste Auto, mit dem man sich frei in der Stadt fortbewegen kann.

Die Stadt besteht in dem Fall aus einer ringförmigen Autobahn rund um Tokio. Beim Autokauf ist zu beachten, dass es verschiedene Antriebsarten gibt. Wenn man ein Auto mit Front Antrieb (FF) kauft, so kommt man in normalen Rennen schneller von der Stelle. Der Hinterachsen Antrieb (FR) hingegen eignet sich logischerweise um einiges besser zum Driften. An den Autobahnausfahrten befinden sich Tuningwerkstätten, Autohändler und die so genannten Hot Spots, an denen die Rennen gefahren werden. Wie auch bei Need for Speed wird beim Tunen zwischen Visual- und Motortuning unterschieden. Auffallend ist, dass auch in The Fast and The Furious alle Tuningteile lizenziert sind und somit die original Namen tragen. Insgesamt gibt es vier unterschiedliche Rennmodi.

Der erste Modus ist das einfache Rennen, bei dem es einfach darum geht, als erster die Ziellinie zu überqueren. Bei dem zweiten Modus hingegen ist es egal, wer zuerst ins Ziel kommt, denn das einzige was hier zählt, ist die Geschwindigkeit. Wer seine Tachonadel am weitesten gedreht hat gewinnt. Beim dritten Modus, welcher sich Grip nennt, geht es darum, den Gegner einzuengen. Der vierte im Bunde ist dann noch das Drift Rennen, bei dem derjenige gewinnt, der am coolsten um die Kurven gerutscht ist. In Geldnot kommt man dank hohen Preisgeldern nicht so schnell. Zur Grafik ist zu sagen, dass die Lichteffekte zwar nett aussehen, aber bei weitem nicht die wirklich nervtötenden und Spielspaß raubenden Ladezeiten rechtfertigen. Zumal die Umgebung sehr eintönig aussieht. Die Steuerung fällt sehr sensibel aus, man hat die Wahl zwischen dem Steuerkreuz und dem Ministick. Gas gibt man auf der X-Taste, beim Bremsen hat man die Wahl zwischen der normalen und der Handbremse (Viereck-Taste und Kreis-Taste). Auf den Schultertasten befinden sich ein Rückspiegel sowie der Turbo.

Fazit: Wer sich was Neues erhofft hat ist hier leider falsch. Alles was dieses Spiel kann, konnte Need for Speed schon vorher. Wer noch kein NfS hat kann hier jedoch zugreifen. Die Grafik ist nett anzuschauen und der Spielspaß wird nur durch die Ladezeiten getrübt. Tuning Fans, die sich auch mit einzelnen Teilen auskennen werden in der Werkstatt auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.

Timo Windschall