PSP  
 
wipEout Pulse
Preis: ca. EUR 40,-

Entwickler:
Studio Liverpool

Erschienen bei:

Sony Computer Entertainment


Der futuristische Racer Wipeout zählte im September 1995 zu einer der ersten Spiele auf der Playstation. Natürlich nutzte Sony die Gunst der Stunde und schickte zur Veröffentlichung ihres Handhelden PSP einen weiteren Teil des actionreichen Anti-Gravitations-Rennen an den Start. Seither sind nun zwei Jahre vergangen und die Entwickler Studio Liverpool gehen mit Wipeout Pulse in die zweite Runde auf der PSP.

Ich stellte mir die Frage: Wo können die Entwickler noch eine Schippe drauf legen? Bei der Grafik ist sicherlich noch Luft nach oben, des weiteren könnte ich mir denken, dass sie neue Strecken und vor allem neuen Events ins Spiel einbauen. Um dieses herauszufinden legte ich die UMD in meine neue PSP Silm & Lite „Ice Silver“ und war sehr gespannt. Schon das Intro zeigte dem Betrachter auf, dass hier die Segel erneut voll auf Zukunft stehen und vor allem soundtechnisch die Techno-Beats dem Spieler nur so um die Ohren schmettern. Der gewohnte Geschwindigkeitsrausch ist nicht zu übersehen. Adrenalin pur! Für die Musik waren insgesamt 16 Acts wie Kraftwerk, Aphex Twin, DJ Fresh und viele andere mehr verantwortlich.

Zuerst musste natürlich wieder ein Profil erstellt werden und der Spieler wird darauf hingewiesen, dass bei Wipeout Pulse automatisch gespeichert wird. Der wichtigste Teil von Wipeout Pulse ist sicherlich der Kampagne-Modus. Hier tritt der Spieler in verschiedenen Rennen gegen die Uhr an oder er nimmt an Rennen mit weiteren sieben Konkurrenten teil. Der Erste bekommt die Goldmedaille und der Letzte macht das Licht aus (hihihi). Insgesamt sind zwölf neue Strecken mit von der Partie, welche zusätzlich von zwei verschiedenen Richtungen befahren werden können, so dass hier auf jeden Fall für Abwechslung gesorgt ist. Bei den Renn-Events haben die Entwickler auch für Nachschub gesorgt, denn mittlerweile sind sieben unterschiedliche vorhanden. Da wären neben dem üblichen Rennen, in welchem Ihr gegen sieben Gegner antretet, noch die Zeitrennen. Zum einen müsst Ihr von sieben Runden mindestens eine schnelle Runde fahren um die Goldmedaille zu erlangen.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass Ihr drei Runden in einer bestimmten Zeit fahren müsst, um Euch das Goldene um den Hals zu hängen. Eines kann ich jetzt schon verraten, bei Wipeout Pulse gibt es nichts geschenkt. Die Zeiten und Eure Konkurrenten sind wirklich ganz schön knackig. Herausforderung pur! Außerdem sind da noch die Zonenrennen, bei welchem Ihr eine vorgegebene Anzahl erreichen solltet. Natürlich gibt es auch kleine Turniere, in welchen Ihr Euch in mehreren Rennen beweisen müsst. Die beiden Modi „Kopf an Kopf“ und „Eliminator“ sind neu. Kommen wir nun aber zu den Schiffen oder auch Gleitern, wie immer man diese Gefährte nennen mag. Insgesamt sind acht mit an Bord. Diese haben natürlich unterschiedliche Fähigkeiten. Tempo, Schub, Handling und zu guter Letzt das Schild. Wählt vor jedem Rennen Euren persönlichen Favoriten aus. Ein kleiner Tipp: Versteift Euch nicht nur auf einen Gleiter sondern probiert auch einmal einen anderen aus! Auf jeden Fall sind die Gleiter in vier verschiedene Klassen unterteilt. Beim Umfang des Spieles haben die Entwickler nicht gegeizt, denn mag man der Anzeige in der Statistik-Rubrik glauben schenken, so sind 236 Events zu meistern. Respekt!

Ein weiterer Punkt sind eben die erwähnten Statistiken. Hier wird wirklich alles festgehalten. Die gesamte Spieldauer oder welches Schiff wie viele Runden gefahren ist. Für jeden Statistik-Fan das absolute Paradies. Nun aber rein ins Spielgeschehen. Hat sich der Ladebildschirm verabschiedet, steht Ihr wie gehabt an letzter Position (8. Stelle). Es folgt nun der Countdown 3….2….1…und ab geht die Luzie! Beschleunigt wird mit dem X-Button, wohingegen die beiden Schultertasten für die Luftbremsen zuständig sind. Eignet Euch unbedingt das Durchfahren der Kurven mit den Luftbremsen an, denn wenn Ihr es drauf habt, dann könnt Ihr damit wertvolle Zeit sparen, und außerdem sieht es noch extrem elegant aus. Natürlich dürfen die Waffen bei Wipeout nicht fehlen. Egal ob Erdbeben, Autopilot, Schutzschild oder andere, sie sind auf jeden Fall das Salz in der Suppe. Des Weiteren sind noch Beschleunigungspunkte auf jeder Strecke versehen worden. Schon die ersten Runden machten mir mächtig Spaß. Es dauert sicherlich eine Weile bis man die einzelnen Strecken verinnerlicht hat, jedoch ist das Geschwindigkeitsgefühl atemberaubend. Das Spiel kommt ohne jegliche Ruckler aus, und läuft mit konstanter Framerate. An der Optik gibt es ebenfalls nichts zu meckern.

Die Strecken sind wirklich prima gestaltet und kommen abwechslungsreich daher. Loopings, enge Passagen und 90 Grad Kurven lassen jedes Wipeout-Herz höher schlagen. Das Beste ist und bleibt jedoch das Ausschalten, bzw. stoppen Eurer Gegner mittels Waffen. Es findet auf der Strecke ein regelrechtes Scheibenschießen statt. Passt auf Minen, Raketen und anderen Dingen auf. Setzt zum richtigen Zeitpunkt den Autopiloten oder das Schutzschild ein. Ein richtiger Knopfdruck kann schon den Unterschied machen. Klasse! Für alle Mehrspieler-Freunde ist Wipeout Pulse eine Augenweide. Spielt über Wireless entweder den Ad-hoc oder Infrastrukturmodus. Des Weiteren besteht noch die Möglichkeit im Fotomodus ein Bild Eures Schiffes zu machen und dieses dann Online der ganzen Welt zu präsentieren. Ein weiterer wichtiger Modus ist noch die Rennbox. Hier lassen sich eigene Rennen selbst erstellen. Außerdem könnt Ihr noch auf der Website zusätzliche Dinge herunterladen. Also was der Umfang betrifft ist Wipeout Pulse sicherlich das Maß aller Dinge. Für jeden was dabei. Vom spielerischen her kann ich auch nicht meckern, allerdings fehlen mir persönlich einschneidende Neuerungen. Das Spielprinzip ist eben immer noch das Gleiche wie vom ersten Teil auf der PSone. Mir hat es aber gefallen und ich kann eigentlich nur jedem PSP-Besitzer raten, sich dieses Spiel anzuschauen und Probe zu fahren. Schnallt Euch aber an, denn bei Geschwindigkeiten mit bis zu 800 km/h wird es teuflisch schnell…..

Michael Birkle