XBOX 360  
 
Legendary
Preis: ca. EUR 55,-

Entwickler:
Spark Unlimited

Erschienen bei:
Atari

Hallo liebe Leser. Ich freue mich, Euch einen weiteren Spieletitel in diesem Jahr vorstellen zu dürfen. Diesesmal ist es Legendary von Atari, welches von Spark Unlimited entwickelt wurde. In diesem First-Person-Shooter gilt es, die Welt vor mythischen Monstern, die aus der Büchse der Pandora befreit wurden, zu retten.

Der Trailer des Games ist nicht sonderlich spektakulär aber dafür gut animiert. Bei den folgenden Einstellungen gibt es nichts Besonderes. Man findet die üblichen Sachen vor, wie z. B. Controllereinstellungen, das verändern der Bildeigenschaften sowie das Speichern und Laden seiner Spielstände. Eine weitere Option ist das Betrachten der Vorgeschichte in Bildern, wo alle bis dahin geschehene in Fotos wiedergegeben wird. Weiterhin gibt es noch den Mehrspielermodus, welcher der eigentliche XBox Live Modus ist. Auch hier sind wieder nur die Standards anzutreffen, wie z. B. Ranglistenspiel, Spielersuche usw. Und schon geht es los. Ihr seid der Meisterdieb Charles Deckard und habt den Auftrag, die Büchse der Pandora aus einem Museum zu stehlen.

Doch Eure Neugier macht Euch einen Strich durch die Rechnung. Ihr findet eine Insigne in dem Raum, aus welchem Ihr die Büchse der Pandora stehlen sollt, welche zu jener passt. Darauf hin legt Ihr die Insigne in die dafür vorgesehene Öffnung der Büchse. Es macht sich eine weitere Öffnung auf, in welche Ihr dann Eure Hand steckt. Die Öffnung schnappt zu und Ihr bekommt ein Zeichen auf die Hand gebrannt. Die Büchse öffnet sich und das Chaos bricht aus. Eine Vielzahl von mythischen Monstern entweicht und verteilt sich über die gesamte Stadt. Euer Brandsiegel an der Hand hilft Euch dabei, die Monster aufzuspüren. Nach Tötung der Kreatur könnt Ihr mit dem Siegel nun ihre Lebensenergie aufsaugen. Mit dieser Lebensenergie werden dann Energieimpulse verschossen oder Eure Lebensenergie wieder regeneriert. Jetzt gilt es, aus dem Museum zu entkommen und sich mit einer Komplizin zu treffen. Die Kommunikation hierbei erfolgt mit einem PDA, auf welchem alle Nachrichten abgerufen werden können, die im Spielverlauf entweder erhalten oder gefunden werden.

Dabei müssen immer mal wieder kleine Erledigungen getätigt werden, die für den weiteren Spielverlauf wichtig sind. Ganz nebenbei stellt Ihr dann noch fest, dass Ihr von Eurem Auftraggeber verraten worden seid. Nun habt Ihr es nicht nur noch mit Wesen aus Legenden zu tun, sondern auch noch mit sehr gut ausgebildeten Elite Soldaten, die nur eines wollen. Euren Tod! Zu allem Übel kommt noch ein weiterer Gegner zu den Beiden anderen hinzu. Somit ist auf jeden Fall eine Menge Programm mit Action geboten. Aber der dritte Gegner, ein Orden der Anhänger der Büchse, wird im weiteren Spielverlauf zu Eurem Verbündeten. So ganz nach dem Motto: Der Feind meines Feindes ist mein Freund! Das Speichern erfolgt dabei immer automatisch als Kontrollpunkt nach bestimmten Wegabschnitten. Die Grafik des Games ist sehr beeindruckend. Die Detailgenauigkeit bei vielen Objekten ist dabei sehr lobenswert. Wenn die Monster mal nah vor einem stehen, dann sieht man doch schon recht deutlich die Konturen ihrer Gesichter oder Körper. Häuser, Kreaturen und die ganzen Trümmer sind gut dargestellt. Auch bei den schnellen Bewegungen der Monster und Soldaten sind keine Beanstandungen vorzufinden.

Etwas schlecht ist jedoch, dass Personen die schon tot da rumliegen, dort auch genau so liegen bleiben. Das heißt, egal ob man auf sie eindrischt oder sie aus jux noch einmal erschießen möchte, sie bewegen sich kein Stück. Ein weiteres Manko ist, wie ich finde, dass man sich nicht wirklich frei bewegen kann. Die Wege sind meist durch Trümmer oder Wrackteile vorgegeben. Da das Game doch recht brutal ist, hat es das Siegel „Keine Jugendfreigabe“ zurecht verdient. Manche Geschöpfe müssen nämlich geköpft werden bevor sie Ruhe geben. Zur Erledigung der Monster und Soldaten stehen Pistolen, Maschinen-gewehre, Pumpguns und andere Handfeuerwaffen sowie Molotowcocktails und Handgranaten zur Verfügung. Die Steuerung sowie das Handling mit den Tasten ist einfach. Auch für Spieler, die sich zum ersten Mal an einen Ego Shooter herangetrauen. Der Sound ist klar zu verstehen und im Hintergrund läuft während des Spielens noch Musik, die ich aber nicht als nervig empfunden habe. Ich finde, dass die Musik sogar ganz gut an die einzelnen Spielsituationen angepasst ist.

Das Fazit ist ganz in Ordnung. Es ist kein besonders Guter Ego-Shooter aber auch kein sehr schlechter. Das Spiel ist im guten Mittelfeld anzusiedeln. Dabei sehe ich die Grafik und die Story auf der Positiven und die mangelnde Bewegungsfreiheit auf der negativen Seite an. Für Leute, die First-Person-Shooter lieben ist, der Titel wohl nicht ganz der Richtige, aber für Anfänger und Gelegenheitszocker doch zu empfehlen.

Milan Popovic