XBOX 360  
 
Need for Speed
Pro Street
Preis: ca. EUR 60,-

Entwickler:
EA Black Box

Erschienen bei:
Electronic Arts

Ein fröhliches und gutes Jahr wünsche ich den Tribe Online Lesern. Hatte zwischen den Jahren Zeit für Euch das neue Game aus dem Hause EA Games zu testen. Und zwar Need for Speed- Pro Street. Die Neuauflage des Rennklassikers hat einige Neuerungen zu bieten. Aber keine Angst, das Wesentliche ist geblieben. Ihr müsst Euch an die Spitze des Rennzirkusses fahren und Euer Image hochhalten. Auf turbulenten und atemberaubenden Strecken könnt Ihr unter Beweis stellen, was in Euch steckt. Bildschirmtexte, Sprachausgabe und Dokumentation sind auf Deutsch.

Zu Beginn des Spiels bekommen wir wie gewohnt aus dem Hause EA, erst einmal ein nettes Intro vorgespielt. Dieses zeigt ein etwas hektisches, aber grafisch gut dargestelltes und mit Sound untermaltes Kopf an Kopf Rennen zwischen zwei Kontrahenten. Nach der Sequenz werden wir noch mit einem Hinweis auf die Sicherheits-bedingungen im Straßenverkehr sowie der Anmerkung, Rennen auf dafür vorgesehenen Strecken zu fahren, zum Profilmanager weitergeleitet. Profil anlegen, automatisches Speichern aktivieren, Fahrhilfe Stufe auswählen und schon sind wir auf dem Auswahlbildschirm für das Spiel. Die Fahrhilfe ist in drei Stufen unterteilt.

Casual wäre die Erste, die einem eine Bremshilfe stellt und hilft, die Ideallinie zu halten. Bei der zweiten handelt es sich um die Racer Option, welche nur noch eine Hilfestellung gibt beim anbremsen in schwierigen Kurven. King ist die letzte Stufe und gibt keinerlei Fahrhilfen. In den Optionen werden die üblichen Einstellungen zum Profil, der Oberfläche (Anzeige), den EA Trax, der Steuerung, X Box Live und dem Game Play vorgenommen. Beim Game Play lassen sich dann in dem Modus Optionen die persönlichen Vorlieben für seine Fahrweise bei den drei verschiedenen Fahrstilen festlegen. Wie z.B. Getriebe (Auto, Manuell), Kamera, ABS, Traktionskontrollsystem, elektronische Stabilitätskontrolle, den Einheiten (Meter, Meilen) und der Kupplung verändern. Unter Freigeben könnt Ihr Freunde aus Eurer X Box Live Buddyliste freigeben, um gegen diese dann Online spielen zu können. Das eigentliche X Box Live Menü ist etwas umstrukturiert worden. Es wurde in drei einzelne Register aufgeteilt und ins eigentliche Game Menü eingearbeitet. So finden wir jetzt unter Bestenlisten alle Daten, die erspielt wurden. Egal ob Online oder Offline.

Schnelles Spiel ist wieder die Gegnersuche mit oder ohne Ranglistenwertung. Wer lieber eigene Rennen gestaltet und die Regeln festlegen möchte ist bei Renntag genau richtig. Die Kariere ist unser letzter Eintrag hier. Nach dem Starten der Kariere wird uns wieder ein Intro vorgeführt von einem Rennwettbewerb in Chicago. Hier werden noch ein Paar Renn Modi wie z.B. Drag oder Drift, mit Moderation vorgestellt. Und schon ist man mittendrin. Es gilt auf einer Strecke über 3 Runden zu gewinnen. Was einem sofort auffällt, ist dass die Rennen nicht mehr auf den Straßen irgendwelcher Großstädte stattfinden, sondern auf richtigen Rennstrecken. Dadurch spielt man keine Stadtteile mehr frei, sondern ganze Rennstrecken und –tage. Wenn der Sieg eingefahren ist tritt man einer neuen Rennorganisation bei. Sie stellt die Fahrzeuge, kümmert sich um die Fahrzeugreparaturen und organisiert dass die Races unter gleichen Bedingungen stattfinden. Also gleiches Auto, selbe Leistung usw.. Dies zählt zumindest für diesen ersten Renntag. Wenn die drei Challenges des Tages erfolgreich bestritten wurden, erhält man ein Auto als Belohnung.

Selbstverständlich kann auch mit eigenen Autos das Rennen bestritten werden, jedoch sollte beachtet werden dass erst etwas Geld eingefahren werden sollte, um sich das Tuning und Reparaturen leisten zu können. Denn fährt man die Autos vollständig zu Schrott ist es vorbei mit der Rennkariere. Also fleißig fahren und gewinnen, um ausreichend Geld für Eure Traumautos zu haben. In der Garage könnt Ihr diese dann reparieren oder aufmotzen bis zum geht nicht mehr. Es wurde so ziemlich an jedes Detail gedacht, das das Tuner Herz höher schlagen lässt. Wenn Euch das Ergebnis gefällt postet es zu EA und vergleicht es mit den anderen Need for Speed Tunern auf der Welt. Grafik und Geschwindigkeit des Games sind hervorragend. Die Werbung auf den Autos, egal ob selbstgemacht oder gestellt, ist sehr gut zu erkennen. Und das trotz der Hektik, die stellenweise auf den Kursen herrscht. Die Schäden, auch wenn es nur leichte sind, werden ausgezeichnet während des Rennens und in der Wiederholung dargestellt.

Details, wie der Staub, der von der Strecke aufgewirbelt wird oder die Bremslichter des Vordermannes sind während den ganzen Challenges deutlich zu erkennen. Der Bildschirm ist übersichtlich aufgeteilt. Platzierungen sind auf der linken Seite des Bildschirms, Rundenzeit und Richtungen in der Mitte und die Rundenzahl auf der rechten angebracht. Dadurch hat man alles schön im Überblick. Zum Sound gibt es bei EA viel zu sagen. Dieser ist immer gelungen. Diesmal ist es eine Mischung aus Rock und Hip- Hop. Wobei der Rock Anteil etwas überwiegt. Aber zu einem guten Rennspiel gehört auch guter Rock, meiner Meinung nach. Das Menü im Allgemeinen ist gut und übersichtlich. Aber man muss sagen, dass es doch stark an andere EA Titel dieses Jahres erinnert. Was nicht so ganz gelungen ist, ist die Event Karte für die Veranstaltungen. Etwas zu klein und zu vollgestopft. Im King Fahrhilfemodus ist die Steuerung etwas schwergängig, bekommt dadurch aber ein etwas realistischeres Fahrverhalten bei hohen Geschwindigkeiten.

Gut gefällt mir auch, dass Gas und Bremse auf den rechten Analogstick gelegt werden können. Jetzt kann auch noch in Kurven mit dem Gas gespielt werden und auch das Abbremsen muss nicht mehr so stark vollzogen werden. Durch diese Art der Steuerung besitzt man als Fahrer einfach mehr Gefühl für die Geschwindigkeiten. Das Allerbeste in dem Spiel ist aber, dass eine Alte Need for Speed Schwäche abgeschafft worden ist. Und zwar das immer-auf-dem-Gas-bleiben-und-trotzdem-gewinnen-Prinzip. Das hat mich bei den Vorgängern unheimlich genervt, dass man eher gewonnen hat, wenn man mit Vollgas in die Kurve und dann gegen die Leitplanke gebrettert ist, als dass man diese mit schönem Abbremsen genommen hat.

Mein Fazit ist überragend. Nach ausmerzen des immer-auf-dem-Gas-bleiben-und-trotzdem-gewinnen-Prinzip ist das Spiel echt interessant geworden. Es macht jetzt richtig Freude, das Game zu zocken. An Grand Turismo kommt es zwar noch nicht ran, aber mal wenigstens wieder ein gutes Race Game auf der X Box 360. Und das ist viel wert.


Milan Popovic