XBOX 360  
 
Turok

Preis: ca. EUR 60,-

Entwickler:
Propaganda Games

Erschienen bei:
Disney Interactive

Liebe Tribe Online Community, es ist mal wieder an der Zeit, Euch ein neues Game vorzustellen. Diesmal ist die Wahl auf die Neuauflage des Klassikers Turok gefallen. Die Macher von Touchstone, Propaganda Games, Bink Video und Unreal Technology haben sich sehr ins Zeug gelegt, das Spiel vom Nintendo 64 auf die 360 zu bringen. Turok ist ein Soldat indianischer Herkunft, der auf einer Reise mit seiner Truppe durch ein Missgeschick auf einem fremden Planeten abstürzt. Das Abenteuer kann beginnen. Sprache und Bildschirmtexte sind auf Deutsch.

Das Auswahlmenü ist übersichtlich gestaltet und wird nach drücken der Start Taste eingeblendet. Wer etwas Geduld besitzt, wartet etwas länger und bekommt ein sehr gut animiertes aber kurzes Intro zu sehen. Das Layout ist gut dargestellt und wird im Hintergrund mit verschiedenen Bildern untermalt. Wenn man mal nicht weiter weiß wird einem durch Drücken auf den rechten Analogstick geholfen. Aber wie schon oben erwähnt ist alles sehr übersichtlich und sollte kein Problem darstellen. Viele Register sind auch gar nicht vorhanden.

Unter Extras stehen Inhalte zum downloaden, vorausgesetzt man ist Online, und die Mitwirkenden bereit. Beim Eintrag Statistiken, lassen sich wie der Name schon sagt, sämtlichen Statistiken zu den Erfolgen sowie Multiplayer- und Bestenlisten einsehen. Die guten alten Optionen dienen auch hier einmal mehr der Einstellung der persönlichen Vorlieben was das Game angeht, wie z.B. Kamera Empfindlichkeit, dem Ziel Invert usw. Der Multiplayer Modus bietet alle Dinge, die X Box Live so zu bieten hat. Da das Spiel sehr auf Online Matches ausgelegt ist, findet man die meisten Einträge beim Privat Match. Da wären die Spieldauer und –modus, Punkte, Leben und einige andere Einstellungen. Selbstverständlich gibt es auch noch eine Mitspielersuche und das Ranglistenspiel.

Die Einleitung zum Story Modus zeigt eine Nacht und Nebel Aktion in einem Dorf, wo unser Indianer Turok mit seiner Spezialeinheit ein Blutbad anrichtet. Doch irgendetwas scheint schief gegangen zu sein und unser Held wacht im Raumschiff wieder auf. Beim darauf folgenden Briefing mit den Kameraden, bekommen wir den Auftrag, jemanden zu finden. Von dort geht es zur Waffenkammer. In der Waffenkammer angekommen sehen wir auch schon jemand, der sich einen dummen Witz mit den Waffen an Bord erlaubt. Und da passiert es. Eine Explosion reißt das Raumschiff auseinander. Während des ganzen Tumultes hat unser Held eine Art Traum von dem Gesuchten. Dem Anführer des „Wolfrudels“. Nach der unsanften Landung steht den Überlebenden eine heftige Flucht aus dem einen Teil des Schiffes bevor. An der frischen Luft werden dann auch schon die ersten Dinosaurier gesichtet sowie die Rauchwolke der anderen Schiffshälfte.

Und so beginnt die erste Mission auf einem unbekannten Planeten, die durch etliche Nebenmissionen in Schwung gehalten wird. Bei der Grafik fällt es mir schwer, mir ein Urteil zu bilden. Sie sieht zwar nicht schlecht aus, hat aber ab und an ihre Schwächen und ruckelt stellenweise. Auf der 360 hat man schon besseres gesehen. Auch ist der Bildschirm bis auf die Waffe und das Fadenkreuz leer. Keine Lebensanzeige, keine Munitionsanzeige, einfach nichts. Wenn man kurz vorm Sterben ist weil die Lebensenergie fast verbraucht ist, färbt sich der Rand rot und die Geräusche werden dumpfer. Die Steuerung verhält sich ähnlich wie die Grafik, sehr schwer zum einstellen und hakt auch noch dazu. Ganz besonders beim automatischen Speichern. Soundtechnisch kann nicht geklagt werden. Stimmen sind klar von den Soundeffekten unterscheidbar.

Mein Fazit fällt mäßig aus. Das Haken der Grafik und Steuerung nervt schon ein wenig. Auch wenn man es nach einer Weile kaum noch wahrnimmt, fällt es einem doch immer mal wieder auf. Und das ärgert mich ein wenig. Auch kommt das Turok Feeling wie bei der N64 Version nicht so rüber. Das Spiel ist recht blutig, aber nur bei den Dinos, denn bei den Menschen sieht man überhaupt nichts. Und zu guter letzt wäre noch, dass es doch relativ früh langweilig wird. Vor allem die Messeraktionen können bald nicht mehr gesehen werden. Er hat maximal 10 Moves, welche einen ziemlich schnell anöden, da die kleinen Dinos besser mit dem Messer erledigt werden. Und bei Menschen verhält es sich ähnlich.

Milan Popovic