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Anstoss 4

Preis: ca. EUR 35 ,-

Entwickler:
Ascaron

Erschienen bei:
Bigben Interactive

Zeitgleich mit der Veröffentlichung von "Fußball Manager 2003" von Electronic Arts bringt auch Ascaron einen weiteren Teil ihrer erfolgreichen Anstoss-Reihe auf den Markt. Schon zu Beginn fällt Anstoss-Kennern das völlig neu gestaltete Menü auf. Die Menüs sind im Vergleich zum Vorgänger wesentlich übersichtlicher geworden, anhand einer neuen Navigationsleiste gelangt man schnell zu den wichtigsten Bildschirmen um seinem Managerdasein freien Lauf zu lassen.

Die Menüs wurden in sechs Hauptkategorien unterteilt, dazu zählen Presse, Organizer, Team, Training, Transfer und Management. Da Anstoss 4 leider wieder ohne eine DFB- oder FIFA-Lizenz auskommen muss, stehen keine Originalnamen der Vereine und deren Spieler zur Verfügung. Daher hat Ascaron mehr Wert auf Vielseitigkeit gelegt, indem man dafür aus 150 Ländern mit bis zu vier Ligastufen seinen Verein auswählen kann. Wer aber nicht auf die Originaldaten verzichten will kann im mitgelieferten Editor jegliche Daten und Namen editieren. Am Anfang des Spieles wählt man also nun seine Mannschaft aus und stellt zudem ein, wie viele Länder im Hintergrund simuliert werden sollen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, da jedes weitere Land einen enormen Festplattenplatz und Rechenkapazität verschlingt. So ist es ratsam, bei einem langsamen Rechner lieber nicht so viele Länder auszuwählen. Hat man diese Auswahl nun hinter sich beginnt das eigentliche Spiel. Zuallererst solltet Ihr einen Blick auf Euren Kader werfen. Wo sind die Schwächen und die Stärken? Was sollte eher nochmal trainiert werden bevor es in den Ligaaltag geht? Weiterhin muss darauf geachtet werden, welche Fachkräfte beschäftigt sind (Co-Trainer, Torwarttrainer, Ärzte, etc.). Vor Ligabeginn kann man auch Freundschaftsspiele ausschreiben oder annehmen und man sollte auch einen Blick auf die Transferliste werfen. Auch die Jugendarbeit ist nicht zu vernachlässigen, schließlich tauchen dort ab und zu talentierte Spieler auf, bei denen es sich dann lohnt, sie ihn den Profikader zu beordern. Es benötigt dann zwar etwas Zeit, die jungen Spieler an die Mannschaftsanforderungen heranzuführen aber es spart auf jeden Fall eine Menge Geld. Durchaus zufrieden darf man auch mit den taktischen Möglichkeiten in Anstoss 4 sein. Die Aufstellungs- und Trainingsmenüs sind sehr übersichtlich und bieten eine Vielzahl an Formationen und Trainingsarten an. Zudem dürft Ihr den einzelnen Mannschaftsteilen noch weiter detaillierte Anweisungen zukommen lassen. Ob Ihr nun etwa Eure millionenschweren Stürmer dazu anhaltet, im gegnerischen Strafraum Fouls zu provozieren oder ihnen das Kommando zum schnellen Abschluss gebt, bleibt Euch überlassen. Ein nettes Feature in Anstoss 4 sind die verschiedenen Zeitungen. Es gibt 3 an der Zahl. Ein wöchentliches Magazin, ein monatliches und ein Heft für eine Saison (Herbst und Frühjahr). Auch der Stadionausbau ist in Anstoss 4 natürlich wieder vorn dabei und lässt sich bedienen wie jener der Vorgänger. Einfach den selektierten Tribünenbereich anklicken und in eine Richtung ziehen um zum Beispiel die Tribüne zu vergrößern. Zudem kann man auswählen, ob die neu zu erstellenden Plätze Sitz- oder Stehplätze werden sollen oder ob eine VIP-Loge gebaut werden soll. Kommen wir nun zur Darstellung eines Spiels. Zuerst wählt man einen Darstellungsmodus, die beliebtesten sind natürlich der gute alte Textmodus und der 3D-Modus. Während der Textmodus der beste Modus ist, um die Übersicht über Spieler und Resultate zu behalten, sorgt der 3D-Modus eher für Verwirrung, da er trotz eines guten Rechners ruckelt, obwohl die Grafik nicht gerade sehr hübsch wirkt. Deshalb ist es zu empfehlen, beim Textmodus zu bleiben. Alles in allem kann Anstoss 4 nicht mit dem direkten Konkurrenten "Fußballmanager 2003" mithalten, da noch viel zu viele Bugs im Spiel sind, die hoffentlich nach und nach durch Patches ausgemerzt werden können. So war es mir zum Beispiel nicht möglich, den Editor zu starten oder den 3D-Modus fehlerfrei zu betrachten.

Tobias Mast

Systemvoraussetzungen:
Windows 98 / ME / 2000 / XP
Pentium III 600 MHz
900 MB HDD
128 MB RAM
32 MB AGP Grafikkarte (DirectX 8 kompatibel)
DVD-Laufwerk