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Battle Realms

Preis: ca. EUR 30,-

Erschienen bei:
Ubi Soft

Battle Realms bringt wieder frischen Wind ins mittlerweile angestaubte Echtzeit-Genre. Hinter einer fernöstlich angehauchten Kulisse übernehmt Ihr die Rolle von Prinz Kenjis, welcher angeblich seinen Vater ermordet haben soll.

Schon zu Beginn der Kampagne müsst Ihr Euch entscheiden, ob sich Kenjis auf die Gute oder Böse Seite, sprich Drachen oder Schlangen-Clan, schlagen soll. In beiden Kampagnen besteht das Ziel darin, die Herrschaft über das Fantasy- Land zu ereichen. Das versuchen auch der Wolf- und Lotus-Clan. Während man erstere am besten als naturverbundene Wilde mit primitiven Waffen bezeichnen kann, stellt der heimtückische Lotus-Clans mit seinen abartigen Einheiten das genaue Gegenteil dar. Damit aus Battle Realms kein einfacher Strategie-Aufguss wird, hat sich Command & Conquer-Macher Ed Castillo neben der wunderschönen 3D-Welt noch so einiges einfallen lassen. Die wichtigste Einheit im ganzen Spiel ist, man mag es kaum Glauben, der einfache Bauer. Dieser kommt ohne besonderes Zutun aus einer Hütte, bis die maximale Bevölkerungszahl von 40 Einheiten erreicht ist. Je mehr Einheiten sich auf der Karte befinden, desto langsamer ist die "Geburtenrate". Die Landarbeiter bauen Gebäude, ernten die zwei Rohstoffe Reis und Wasser, zähmen wilde Pferde, welche sich zum Kampf oder schnellerem Rohstoffabbau benutzen lassen, wässern die Reisfelder, löschen Brände und werden schlussendlich zu den unterschiedlichsten Truppentypen ausgebildet. Schickt man einen Bauer in das Dojo oder in die Bogenschützen-Schule, kommt er als Speerkämpfer oder Bogenschütze wieder zum Vorschein. Weitere Einheiten lassen sich aus der Kombination verschiedener Ausbildungen erreichen. Schickt Ihr z.B. einen Bogenschützen in das Dojo, wird er, vorausgesetzt man spielt mit dem Drachen-Clan, zum Drachenkrieger. Dieser kann sich wiederum nach einem Besuch in der Alchemiewerkstätte zum Samurai mausern. Jeder der vier Clans hat völlig unterschiedliche Truppentypen und spielt sich demzufolge auch anderst. Der Aufbau einer funktionstüchtigen Basis wurde bewusst kinderleicht gehalten, denn das Hauptaugenmerk in Battle Realms ruht ganz klar auf dem Kampf. Nur so erhält man die äußerst wichtigen Ying und Yang Punkte, mit deren Hilfe Ihr zusätzliche Upgrades in den Kasernen erforscht, welche im Kampf unverzichtbar sind. Das Terrain ist in Battle Realms von entscheidender Bedeutung. Wälder verdecken Einheiten, Höhenunterschiede sind merklich spürbar. Einheiten die höher stehen, bekommen einen satten Angriffsbonus, Fernkämpfer zusätzlich ein weiteres Schussfeld. Da sich nur vergleichsweise wenig Kämpfer auf dem Screen tummeln, sollte man unbedingt auf die richtige Truppenmischung achten. Formationsbefehle gibt es leider nicht, weshalb die Kämpfe meist hektisch und leider etwas zu unkontrolliert ablaufen. Oft stürzt sich die ganze Armee auf einmal ungewollt in die Schlacht. Abhilfe schafft hier nur die Beherrschung der Hot-Keys und das zusammenfassen von vordefinierten Einheiten. Eine besondere Stärke von Battle Realms ist neben dem originellem Spielprinzip die geniale Grafik. Die Umgebung wurde für ein 3D-Spiel atemberaubend detailliert gestaltetet und lässt sich zwecks besserer Übersicht leicht kippen, jedoch nicht drehen. Ebenfalls unglaublich sind die Kampfanimationen der Einheiten ausgefallen. Was leider auf den Screenshots nicht zur Geltung kommt, sieht in Bewegung schlicht und ergreifend fantastisch aus.

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows 98/ME/00/XP
Pentium 500 MHz
64 MB RAM
16 MB Grafikkarte
500 MB Festplattenspeicher

 
     
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