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Battlefield 1942

Preis: ca. EUR 35,-

Entwickler:
Digital Illusions CE

Erschienen bei:
Electronic Arts

In dem neuen Taktik-Shooter aus dem Hause EA setzt man voll auf Teamwork, und zum größten Teil wird dies über den Multiplayer Modus ausgenutzt. Zwei Mannschaften (Alliierte und Achsenmächte) stehen sich auf 16 Schauplätzen des 2. Weltkrieges gegenüber (z.B. Ohama Beach oder Berlin), auf denen bis zu 64 Spieler teilnehmen können.

Wie auch bei den Vergleichspielen Team Fortress und Unreal Tournament 2003 ist es Ziel, die Fahnen der Gegner zu erobern (Capture the Flag) oder einen Eroberungsfeldzug (Conquest Modus) zu führen. Am Anfang jeder Schlacht kann man aus fünf verschiedenen Spielerklassen wählen (Aufklärer, Sturmtruppler, Sanitäter, Panzerfaust-schütze oder Ingenieur), die jeweils ihre Vorteile haben. So kann man sich zum Beispiel mit dem Panzerfaustschützen sehr gut Panzer vom Leib halten, ist jedoch gegen die Sturmtruppen relativ machtlos, da das Nachladen der Panzerfaust viel zu lange dauert, um sich alle Angreifer vornehmen zu können. Mit dem Aufklärer hat man die Möglichkeit, sich als Scharfschütze zu beweisen und bestimmte Ziele mit dem Fernglas auszukundschaften. Wer jedoch auf sinnloses Gemetzel steht, sollte sich als Sturmtruppler versuchen, der mit einem Maschinengewehr und Granaten bestens für große Truppenschlachten gerüstet ist. Wenn Ihr Euch aber um die Gesundheit der anderen Soldaten sorgt, könnt Ihr auch als Sanitäter Euer Glück versuchen, jedoch endet ein Treffen mit einem Gegner meist tödlich, da Ihr dann nur eine Pistole und einen Arzneikoffer bei Euch habt. Sobald Ihr dann Eure Spielerklasse gewählt habt und die Einstiegszeit abgelaufen ist, kann es losgehen! Ein weiteres Highlight sind die 34 verschiedenen Fahrzeuge, die man selbst steuern oder bedienen kann, vom Jeep über Panzer bis hin zu Flugzeugen besteht eine große Auswahl, beispielsweise kann man zu dritt in einem Panzer Platz nehmen (der erste sitzt am Steuer, der zweite an der Kanone und der dritte hält die Bodentruppen mit dem am Turm befestigten Maschinengewehr in Schach). Aber nicht nur fahrbare Untersätze kann man besetzen, sondern auch fest installierte Flaraks oder Geschütztürme, die oft auch auf Schiffen zu finden sind. Die Steuerung der Geräte ist meist recht einfach gehalten, einzig das Fliegen will gelernt sein. Dabei ist ein Joystick ratsam, um nicht gleich wieder auf dem Schlachtfeld abzustürzen, denn die Steuerung per W-A-S-D und Maus ist recht eigenwillig. Und solltet Ihr mal hinter einem Stand MG stehen: Denkt daran, dass der nächste Scharfschütze bestimmt nicht weit sein kann, bei solchen Situationen brauch man nicht mal ein ruhige Hand, da das Stand MG keinen Schutz bietet. Auf die erste Online Schlacht kann man sich am besten im Einzelspielermodus vorbereiten, wobei die Bots nicht grade die schlausten sind (bevor sie auf das Schlachtfeld rennen, gehen sie erst ein paar Mal hin und her und schauen blöd aus der Wäsche : ) Aber um die vielen unterschiedlichen Maps richtig kennen zu lernen reicht es allemal aus. Wenn man dann im Online Modus die Schauplätze bereits kennt, findet man auch einfacher die Munitionskisten, Arztkoffer und Stützpunkte, die oft auch lebensrettend sind. Jede Runde wird über ein Punktesystem zusätzlich gehandhabt, so gibt es für jede eroberte Flagge und Abschüsse zusätzliche Punkte gutgeschrieben und bei Verlusten werden diese natürlich abgezogen. Das Spiel endet, sobald ein Team keine Flaggen mehr besitzt oder keine Punkte mehr auf dem Konto hat. Solange aber noch Punkt vorhanden sind, wird man immer wieder neu zum Leben erweckt und kann sich wieder aktiv am Krieg beteiligen. Einzig die Absprache mit anderen Internetspielern ist etwas zu kurz geraten, man hat zwar ein Menü, mit dem man den anderen Spielern Mitteilungen machen kann, aber ein Headset wäre sehr empfehlenswert, da sonst jeder Angriff im Nichts versinkt und mit Pech sogar der eigene Stützpunkt verloren geht, weil man sich vorher nicht abgesprochen hat, wer nun hinten bleibt und diesen verteidigt. Grafisch ist das Spiel durchaus auf dem neuesten Stand der Dinge, kann aber nicht ganz mit der Unreal Tournament 2003-Engine mithalten und schluckt zudem immens an den Hardwareressourcen des Rechners. So kann es sein, dass bei einem Pentium 3 mit einer Geforce 3 bei maximalen Details bereits kein spielbares Spiel auf dem Monitor erscheint. Auch das Spiel im Internet gerät mit einer langsamen Verbindung ins stocken, man sollte mindestens einen ISDN Anschluss besitzen, um im Netzt einigermaßen flüssig spielen zu können, empfehlenswert wäre sogar eine DSL-Leitung. Fazit: Das Spiel setzt in Sachen Multiplayer Modus neue Maßstäbe und wird wohl zum großen Konkurrenten von Counter-Strike werden. Mich hat das Spiel gleich beim ersten Mal gefesselt, obwohl ich nur mit Bots gespielt habe. Es ist einfach genial, in einen Panzer zu steigen und ins Schlachtfeld zu rollen, oder mit dem Flugzeug abzuheben. Als ich dann aufs Internet umgestiegen bin, wollte ich gar nicht mehr aufhören zu spielen. Einzig die Grafik lässt mich nachdenken, mit einem 2Ghz Rechner und einer Radeon 7500 64MB ruckelt das Spiel oft, sollte ich schon wieder aufrüsten 9 ?

Tobias Mast

Systemvorrausetzungen:
Windows 98/2K/ME/XP
500 MHz Pentium III
128 MB RAM
1,2 GB HDD
4-Fach CDROM
32MB 3D-Grafikkarte
DirectX 8.1
Internet: 2-16 Spieler 56KB / 2-32 Spieler ISDN

 
     
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