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Battlefield 2

Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
Digital Illusions CE

Erschienen bei:
Electronic Arts

Nach einigen Verschiebungen ist es also nun soweit, die schwedischen Entwickler von Digital Illusions schicken die Fortsetzung von Battlefield 1942 ins Rennen. Der Taktik-Ego-Shooter Battlefield 2 macht mit jeder Menge an Neuerungen auf sich aufmerksam.

Wer beim neuen Teil auf eine Story sowie einen Einzelspieler-Modus hofft, den muss ich enttäuschen. Die Entwickler haben zwar zehn Trainingskarten ins Spiel eingebaut, doch ansonsten ist und bleibt das Spiel ein Mulitplayer-Game. Egal ob per LAN oder Online. Auf jeden Fall befindet sich der Spieler in mitten eines Konflikts zwischen den Amerikanern, Chinesen und der Widerstandsgruppe MEC (Middle Eastern Coalition). Bevor Ihr in die große, weite Welt des Internet zu steuert wäre es ratsam, sich die Grundlagen von Battlefield 2 anzueignen. Auf einer Karte können maximal 64 Spieler agieren. Egal ob Infanterie, auf vier Rädern oder in der Luft, bei Battlefield 2 hat der Spieler einige Möglichkeiten zur taktischen Kriegsführung. Nachdem ich mir ein Profil erstellt habe kann das Spiel beginnen.

Wählt Euren Soldat sowie den Startpunkt aus und ab geht die Post. Um Battlefield 2 ohne grafische Einschränkungen spielen zu können solltet Ihr über gute Hardware in Eurem PC verfügen, denn das Spiel verlangt Einiges wie z.B. 512 MB RAM oder eine CPU mit 1,7 GHz. Tauchen wir nun also ein ins Spiel. Wählt aus einer Vielzahl von Soldaten-Klassen, wie Sturmtruppen, Scharfschützen, Spezialtruppen, Pioniere und Anti-Panzer-Einheiten aus. Auch hier müssen die Spieler die Flaggen, welche sich in jeder Basis befinden, einnehmen. Einfach kurze Zeit ausharren und schwupps zeigt sie Eure Farbe. Doch Vorsicht, seid Euch Eurer Sache nie zu sicher. Der Feind lauert überall! Die Szenarien reichen von Häuserschlachten über riesige Fabrikanlagen und enden mit Karten, welche im Strandlayout gehalten sind. Quasi wie in der Südsee. Ein wichtige Neuerung ist auch, dass die Anzahl der Spieler das Einsatzgebiet bestimmt. Sprich wenn es eben nur 16 Spieler sind werden die Flaggenpunkte eben zentraler gelegt, so dass es zu keinen minutenlange Fußmärschen kommt, wohingegen bei maximaler Anzahl der Spieler die ganze Karte ausgeschöpft wird.

Eine exzellente Idee! Auf den offiziellen Servern von Electronic Arts wird dem Spieler ein Ranking-System angeboten. Das heißt die erreichten Punkte werden gespeichert und es ist möglich, sich höhere Dienstgrade zu erspielen. In Battlefield 2 müsst Ihr nicht nur Töten um Punkte zu sammeln, denn wenn Ihr als Sanitäter Eure Kumpels wiederbelebt, erhaltet Ihr auch Punkte hierfür. Liegt Ihr also einmal am Boden, einfach den nächsten Sanitäter rufen. Hierfür die linke Maustaste drücken und schon könnt Ihr weiter spielen. Dies ist jedoch nur zweimal pro Runde erlaubt. Des Weiteren muss sich natürlich auch ein Sanitäter in Eurer Nähe befinden. Mit den Punkten lässt sich nicht nur der Charakter weiterentwickeln, sondern auch neue Fahrzeuge, Waffen und Medallien verdienen. Eine der interessanten Neuerung ist sicherlich das Squadsystem. Mit diesem könnt Ihr gemeinsam mit Euren Freunden Angriffe starten. Sobald Ihr Euch einem Squad anschließt, wird die Verbindung zu diesem automatisch hergestellt. Falls Ihr über ein Mikrofon verfügt, ist dies natürlich von Vorteil. Im Commander-Modus könnt Ihr einen Artillerieschlag aus der Luft anfordern. Doch Vorsicht, checkt erst die Minikarte, ob sich im Abwurfgebiet keine eigenen Einheiten befinden. Bist Du ein schlechter Commander kann das Team meutern und Dich absetzen.

Auf die Vertrauensfrage haben die Entwickler verzichtet! Zerstörte Brücken können ebenfalls wieder repariert werden. Natürlich dürfen neue Fahrzeuge sowie Waffen nicht fehlen. Da wären zum einen die lasergesteuerten Bomben oder die hitzesuchenden Raketen. Ich könnte noch stundenlang weiterschreiben doch ich halte Euch nur vom Spielen, bzw. Kaufen des Spiels ab. Da ich ein absoluter Neueinsteiger war, merkte ich recht schnell, dass das Spiel recht komplex aufgebaut ist. Man muss sich auf jeden Fall länger damit beschäftigen und nicht nur mal kurz anspielen. Die neue Grafikengine macht schon einiges her und ist auf jeden Fall nett anzuschauen. Das Gameplay hat mich auch überzeugt, auch wenn es zu Beginn recht frustrierend für mich war, hat mir das Spiel gefallen. Besonders die bombastische Soundkulisse hat mir sehr imponiert. Ein Kollege, welchen man Battlefield-Hardcore-Zocker nennen kann, hat mir gesagt, dass Battlefield 2 viele Elemente von Desert Combat eingebaut hat. Für Battlefield-Fans ist das Spiel absolut Pflicht- und Kürprogramm in einem. Allen Neulingen sei ans Herz gelegt, Battlefield 2 ist kein einfacher Gelegenheits-Shooter, sondern man muss sich wirklich Zeit nehmen, um damit richtig warm zu werden.

Michael Birkle

Systemvoraussetzungen:
Windows XP
Prozessor mit 1,7 GHz
512 MB RAM
2,3 GB Festplattenspeicher
128 MB Grafikkarte
Soundkarte
DirectX 9.0c
DVD-Laufwerk