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Blade & Sword

Preis: ca. EUR 20,-

Erschienen bei:
Bigben Interactive

Wer kannte den Mehrteiler im Fernsehen „Shogun“ mit Ex-Dornenvogel Richard Chamberlain nicht? Erst kürzlich begab sich auch Tom Cruise mit „Samurai“ in fernöstliche Gefilde und last but not least seien natürlich auch noch Filme wie „Tiger & Dragon“ genannt. Kurzum: Fernost ist Hip.

Blade & Sword schlägt in diese Kerbe – wenn auch 3000 Jahre vor unserer Zeit. Dabei dreht es sich wie so oft um den Kampf zwischen Gut und Böse und jetzt ratet mal, wer für die Guten antreten darf – richtig Ihr! Es geht in einem kleine Dorf los, wo es einige NPCs gibt, außerdem ist dort ein Teleporter, der einen wieder sicher zum leveln in das Dorf bringt – dazu später mehr. Sonst gibt es eigentlich im Dorf nicht sehr viel, einen Heiler und einen Schmied, der aber eigentlich eher ein Juwelier ist und die im Spiel zu findenden Edelsteine verarbeitet. Leider sucht man in Blade & Sword Rüstungen oder Waffen vergebens – außer ein paar Einwegwerfdingern gibt es nichts zu finden! Das Spielprinzip ist schnell erklärt und erinnert doch etwas an Diablo 2. Man fängt als Großer Klingen Klinger (Great Blade Warrior) oder einfacher gesagt Barbar, Doppel Klingen Heldin (Twin Blade Heroine) oder einfacher gesagt so was wie eine Amazone oder als Langswertkämpfer (Long Swordsman), also als Ritter an. Nun muss man sich noch flux einen Namen ausdenken und schon kann es losgehen. Was bedeutet, so viele böse Dämonen wie möglich über den Seelenfluss zu schicken. Die zu finden ist nicht schwer, denn einmal über die Schwelle des Stadtwalles getreten, lauern dort schon die Wesen der Nacht.

Das gibt nämlich Erfahrungspunkte und früher oder später neue Stufen für den Charakter. Die andere Möglichkeit, Punkte zu bekommen, bieten die Quests im Spiel, die sich aber im Prinzip auch nur um das um die Ecke bringen von Monstern – nur eben diesmal auf speziellen Auftrag - drehen. Mit den Stufen verbessern sich auch die körperlichen Attribute des Avatars, allerdings geschieht das nach dem Zufallsprinzip, man kann nicht selbst entscheiden was ansteigen soll – wie im richtigen Leben eben. Damit man nicht ganz tatenlos beim Levelaufstieg herumsitzen muss, gibt es jeweils einen Fähigkeitspunkt, mittels dessen dann Spezialangriffe gelernt werden können. Davon gibt es ein Dutzend für jede der drei Klassen sowie vier Superangriffe. Im Laufe des Spiels kann man also diese Angriffe erlernen. Mittels des Features „Combo Attacks“ kann man dann sozusagen Attacken auf einen Hotkey legen, um dann mittels diesem eine ganze Reihe von Schlägen und Hieben loszulassen. Eine interessante Variante ist, dass die Gegner dabei offensichtlich immer so verdutzt sind, dass sie währenddessen nur parieren, aber nicht angreifen können. Wenn das immer noch nicht reicht, gibt es dann noch die erwähnten Superangriffe. Verwendbar sind diese nur in sehr großen Zeitabständen. Zum Ausführen muss man mit dem Mauszeiger bestimmt Striche oder Buchstaben schreiben, ist ja fast die hohe asiatische Kunst der Kalligraphie?! Unter dem Strich ein nettes Low-Budget Spiel für knapp 20,- Euro, das einige Stunden mehr oder weniger guten Spielspaß verspricht. Für Jäger und Sammler wie mich macht das leider ohne Ausrüstung zum sammeln nicht wirklich Spaß.

Patrik Dominik Hodapp

Systemvoraussetzungen:
Windows 98 /ME /200 0/ XP
Pentium II 266 MHz
128 MB RAM
1,4 GB Festplattenspeicher
Microsoft DirectX 8.1