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Command & Conquer:
Alarmstufe Rot 2

Preis: ca. EUR 15,-

Entwickler:
Westwood Studios

Erschienen bei:
Electronic Arts

Das Warten hat ein Ende. Die Westwood Studios setzen ihre Serie Command and Conquer mit dem zweiten Teil von Alarmstufe Rot fort. Ich denke, dass sie mit dieser mehr als nur Spiele geschaffen haben. Für mich ist es eine eigene Religion. Ich saß tagelang, nein wochenlang, vor meinem PC und zockte Command and Conquer. Ein Echtzeit-Strategie-Spektakel der Extraklasse! Widmen wir uns nun dem neuen Teil.

Auch hier werden wieder zwei CD´s ausgeliefert. Auf der einen sind die Alliierten-Truppen, hingegen auf der anderen die Sowjet-Einheiten. Ihr merkt also, dass der Weltfrieden schon wieder zu Ende ist. Der Grund lag darin, dass die Alliierten nach dem Krieg Alex Romanov zum Staatsoberhaupt des neuen sowjetischen Reichs ernannt haben. Sie dachten, dass das die perfekte Wahl sei. Doch Pustekuchen! Insgeheim hegte Romanov einen tiefen Hass gegen die Alliierten, welche sein heiliges Land zerstört hatten. Und so kommt es wie es kommen muß. Eines Tages startete er eine mächtige Invasion auf Amerika. Der Kampf hat wieder begonnen. Ihr habt nun die Aufgabe, den durchgeknallten Romanov aufzuhalten. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr aber auch mit den Sowjets spielen und quasi die Invasion zu Ende führen. Freie Auswahl! Ich entschied mich für die Alliierten-Seite. Allen Neulingen (gibt es überhaupt noch welche!!!) sei das Trainings-Camp ans Herz gelegt. Dort werden Euch grundlegende Dinge des Spiels nähergebracht. Da ich jedoch alles andere als ein Neueinsteiger bin, legte ich sofort im Einzelspieler-Modus los. Die Sowjets werden vom Computer übernommen. Natürlich ist die erste Mission recht simpel gehalten, so dass der Einstieg nicht allzu schwer wird. Am Grundprinzip hat sich nichts geändert. Um an das nötige Kleingeld zu kommen, muß der Spieler eine Erzraffinerie bauen, um dann mit dem Chrono-Sammler das Erz abzubauen. Dadurch erhaltet Ihr das Kleingeld, um GI´s, Panzer oder ähnliches zu errichten. Selbstverständlich hat jede Seite seine speziellen Gebäude, bzw. Waffen. So verfügen die Sowjets über die legendäre Tesla-Spule, hingegen die Alliierten über den Prisma Turm. Auch bei den Truppen oder Fahrzeugen hat jede Seite sein Spezial-Teil. Was auch wieder mit von der Partie ist, ist die vielseitigste Kämpferin der Alliierten, nämlich Tanya. Sie kann zwar gegen Fahrzeuge nicht sehr viel ausrichten, jedoch kann sie feindliche Infanterieeinheiten mit nur einem Schuß zur Strecke bringen. Auch kann sie Gebäude mit Hilfe der C4-Angriffe zerstören. Des Weiteren kann sie sogar durch Flüsse und Ozeane schwimmen. Aber aufgepasst: In manchen Missionen dürft Ihr Tanya nicht verlieren, da Ihr sonst den Einsatz verloren habt. Zwischen den einzelnen Missionen und hin und wieder auch währenddessen, werdet Ihr durch Filmsequenzen immer auf den neusten Stand gebracht. Einmal müsst Ihr Chicago oder St. Louis von den Sowjets befreien. Aber auch in Europa seid Ihr gefragte Männer. Dieses Mal ist es Euch sogar möglich, Gebäude mit GI´s zu besetzen. Sobald ein Feind in die Nähe des Gebäudes kommt, wird er mit Dauerfeuer beschossen. Wenn ein Gebäude stark beschädigt ist, macht nichts, schickt einfach einen Ingenieur rein. Dieser regelt dann alles. Ist die Zerstörung allerdings schon zu weit fortgeschritten, verlassen Eure Truppen automatisch das Gebäude. Dies ist wirklich eine nützliche Neuerung. Auch gibt es ein Krankenhaus, welches Euch erlaubt, Eure GI´s zu heilen. Allerdings müsst Ihr zuerst einen Ingenieur hineinbeordern, der das Gebäude besetzt. Danach einfach die angeschlagenen Truppen aufs Krankenhaus klicken. Desweiteren gibt es noch einen Ölförderturm oder einen Flughafen zu besetzten, wodurch Ihr dann auch wieder Vorteile besitzt. Einfach testen! Natürlich gibt es noch jede Menge an Einzelheiten, jedoch möchte ich darauf nicht näher eingehen, da alles im Booklet prima beschrieben ist. Sicher haben die Westwood Studios wieder ein prima Update von Command and Conquer aus dem Hut gezaubert, jedoch melden sich die Kritiker zu Wort und sagen, dass es einfach an großen Neuerungen in puncto Grafik oder Gameplay mangelt. Ich für meinen Teil muß Euch sagen, dass ich auch von ihrem neuen Teil total begeistert bin. 3D-Grafik hin oder her, ich bin einfach der Meinung, dass Command and Conquer so bleiben soll wie es ist. Auch wenn es vielleicht nicht mehr zeitgemäß ist. Ich finde, dass sie auch hier wieder schön ins Detail gehen. So sind z.B. die Explosionen prima dargestellt. Was mir jedoch ein wenig negativ aufgestossen ist, ist die künstliche Intelligenz des Computers. So kann es durchaus passieren, dass Ihr ein feindliches Lager angreift und manche Truppen sich nicht von der Stelle rühren, auch wenn Ihr ein Gebäude zerstört. Tja, wie heißt der schöne Spruch im Leben: Man kann eben nicht alles im Leben haben. Ich als Command and Conquer-Fan kann nur sagen, KAUFEN...KAUFEN...und nochmals kaufen.

Michael Birkle

Systemvoraussetzungen:
Windows 95/98/ME/00
Pentium II 300 Mhz
64 MB RAM
350 MB Festplattenspeicher
2 MB Grafikkarte
Soundkarte

 
     
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