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Command & Conquer - Generäle

Preis: ca. EUR 40,-

Entwickler:
EA Pacific

Erschienen bei:
Electronic Arts

Nach der plötzlichen Indizierung von Comander & Counquer – Generels war die Spiele-Gemeinde erst einmal geschockt und es wurden heftige Diskussionen geführt, ob dies nun rechtens war oder nicht. Manchen war das Szenario einfach zu realistisch, andere meinten dass im Fernsehen jeden Tag Kriegsfilme gezeigt werden und dort täglich tausende Menschen, mehr oder minder gewaltsam das Zeitliche segnen.

Viele „ältere“ Zocker, wozu auch ich mich zähle, fühlen sich von Vater Staat einfach nur extrem bevormundet. Doch alles Jammern hilft derzeit nichts und bevor die Bürokratie einsieht, dass nicht jeder CS-Spieler zwangsläufig zum Amokläufer mutiert wird wohl noch viel Wasser den Bach runter fließen. Damit wir Deutschen trotzdem unsere Freude an EAs neuestem Echtzeitstrategie- Hammer haben dürfen, gibt es jetzt eine entschärfte Version auf dem Markt. Die heißt schlicht und ergreifend Generäle und bietet neben dem genialen Gameplay des Originals ein paar mitunter schon lustig anmutende Änderungen. Als erstes wurden alle Infanterie-Truppen zu Robotern umgewandelt, der Tiberiumkonflikt lässt grüßen. Die Sprachausgabe der Blechkameraden wurde verzerrt, so dass sie sich auch nach Robotern anhören, was leider zur Folge hat, dass man die Kameraden kaum mehr versteht. Am grundsätzlichen Szenario hat sich aber nichts geändert. Eine terroristische Vereinigung hört jetzt auf den Namen Internationale Befreiungsgruppe und bedroht den Weltfrieden. Das können die Westliche Allianz und der Asiatische Pakt, ehemals die Vereinigten Staaten und China, nicht zulassen und greifen ein. In den 20 Missionen der Einzelspieler-Kampangne wird nun auf fiktiven Schlachtfeldern gekämpft. Die IBG kommt hier mit nur sechs Missionen etwas zu kurz, da ein Szenario ersatzlos dem Rotstift zum Oper fiel. Reale Schauplätze wie die z.B die Bagdad Mission wurden konsequent ausgemerzt. Ebenfalls komplett gestrichen wurden leider auch die schönen Endsequenzen sowie der größte Teil der Sprachausgabe. Die radikalste Änderung hat der ehemalige Attentäter der GBA erfahren. Die Einheit sieht jetzt wie ein Einkaufswagen mit darauf geschnalltem Bombenfass aus. Irrwitziger Weise kann sich das Vehikel hinter das Steuer eines Autos klemmen um so schneller sein Ziel zu erreichen. Trotzt aller Veränderungen ist und bleibt Comander & Counquer – Generäle das Strategiespiel schlechthin. Auch wenn der Titel viel an Atmosphäre verloren hat, das geniale Gameplay bleibt erhalten. Ein fettes Lob hat meiner Meinung nach auch EA verdient, welche den Titel in kürzester Zeit auch für uns Deutsche wieder zugänglich machten und das zu einem deutlich gesenkten Preis.

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows 98/2000/ME/XP
CPU mit 800 MHz
128 MB RAM
1,8 GB Festplattenspeicher
32 MB Grafikkarte