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Command & Conquer:
Renegade

Preis: ca. EUR 15,-

Entwickler:
Westwood Studios

Erschienen bei:
Electronic Arts

Mit dem Ego-Shooter C&C-Renegade beschreiten die Entwickler von Westwood neue Wege. Anstatt wie gewohnt die Pixeleinheiten als General zu kommandieren, schlüpft Ihr in die Haut eines Elitekämpfers der GDI, und habt so die Möglichkeit, das C&C-Universum einmal aus ganz anderem Blickwinkel zu erleben.

Als Nick "Havoc" Parker kämpfen Sie gegen die terroristische Bruderschaft von NOD und ihrem diabolischen Anführer Kain. Wie immer geht es bei den Streitigkeiten um die Wunder-Ressource Tiberium. Außerdem wurde der brillante Doktor Möbius von der Bruderschaft entführt. Fans der Strategie-Vorgänger fühlen sich in Renegade sofort wie zu Hause. Sämtliche Gebäude, Vehikel und Truppeneinheiten sind wohlbekannt. Auch auf die reizende weibliche Computerstimme und die vertrauten Soundeffekte muss nicht verzichtet werden. Insgesamt ist das C&C-Feeling nahezu perfekt auf den Ego-Shooter übertragen worden. Die Steuerung, Waffenkontrolle sowie das Benutzen der unterschiedlichen Fahrzeuge wird in einem ausführlichen Tutorial erklärt. Danach geht es mit der ersten Mission an die Front. Eine befreundete Einheit ist von Nod-Truppen eingekesselt worden und braucht Unterstützung. Sind die Aggressoren geschlagen , steigt man in einen Panzer und hilft, die nahegelegene feindliche Basis zu zerstören. Das Gefühl, mitten drin statt nur dabei zu sein, kommt dabei sehr gut rüber. Bei den übrigens recht umfangreichen Aufträgen erhält Havoc meist Unterstützung von Kameraden, oder man befindet sich in einer bereits auf Hochtouren laufenden Schlacht. Natürlich gibt es auch einige Solo-Missionen zu absolvieren, in denen es etwas ruhiger zugeht. Das zur Verfügung stehende Waffenarsenal bietet eine reichhaltige Auswahl an Schießprügeln aller Art. Von der normalen Maschinenpistole bis hin zu Flammen- und Chemie-Werfer sowie verschiednen Energiewaffen reicht die Palette. Sehr originell ist auch das lasergestützte Aufschaltgerät, welches einen spektakulären Ionenschlag aus dem All auf die bemitleidenswerten Gegner herbeiruft. Weit weniger spektakulär ist leider die KI der gegnerischen Soldaten ausgefallen. Diese laufen schon manchmal mitten durch das Mündungsfeuer und scheinen von dem Prinzip Deckung nicht viel zu halten. Dennoch bleiben die Gefechte auf Grund des hohen Gegneraufkommens recht spannend. Grafisch bewegt sich C&C-Renegade auf einem sehr unterschiedlichen Niveau. Während die meisten Außenlevel großartig aussehen, herrscht in den Gebäuden eine derart triste Optik vor, welche mich an der Leistungsfähigkeit meines Systems zweifeln lässt. Ebenfalls sehr gelungen ist die Multiplayer-Variante. Hier gilt es wieder, eine Basis aufzubauen und Fahrzeuge sowie Infanterie zu produzieren, wobei man sich in jede Einheit hineinversetzten kann. Insgesamt ist C&C-Renegade ein tolles Actionspektakel mit einigen Schwächen aber auch Stärken. Für C&C-Fans ist das Game trotz, oder vielleicht gerade wegen des Genre-Wechsels ein Pflichtkauf.

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows 95/98/00/XP
Pentium III 500 MHz
128 MB RAM
1,0 GB Festplatte
32 MB Grafikkarte

 
     
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