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Commandos 3

Preis: ca. EUR 40,-

Entwickler:
Pyro Studios

Erschienen bei:
Eidos

Die spanischen Entwickler Pyro Studios schicken ihren Strategie-Titel Commandos nun schon in die dritte Runde. Man darf wirklich gespannt sein, was sie an Neuigkeiten bzw. Verbesserungen im dritten Teil, welcher den Titel Commandos 3: Destination Berlin trägt, vollzogen haben. Besonders in Punkto Schwierigkeitsgrad war unbedingter Handlungsbedarf.

Durch eben diesen war der Frustfraktor in den beiden ersten Teilen stellenweise extrem hoch. Dass der Spieler bei Commandos nach dem „Try and Error-Prinzip“ handeln muss, dürfte mittlerweile bekannt sein, jedoch sollte er hin und wieder zu einem Erfolgserlebnis gelangen. Mein Kollege Sven (er testete den zweiten Teil) teilte mir mit:, dass er des Öfteren am liebsten das Spiel zum Fenster hinausgeschmissen hätte. Nun aber los, denn die nette Verpackung des neuen Spiels macht auf jeden Fall Appetit auf mehr: Ein schönes aufklappbares DVD-Cover, in welchem insgesamt drei CD´s versteckt sind. Ohne großes Intro gelange ich ins Hauptmenü. Dort hat der User die Möglichkeit, zwischen einem Einzelspiel sowie einem Multiplayer-Spiel per Netzwerk zu wählen. Bei den Optionen sind Sound- sowie Grafikeinstellungen vorzunehmen. Das Ganze läuft mit einer Auflösung von 800x600. Hoppla, ein wenig mager, oder? Da ich ein völliger Neuling bin, kommt mir der Gang ins Tutorial sehr gelegen. Dort wird dem Spieler genau erläutert, wie er seine Einheiten optimal einzusetzen hat. Im einzelnen gibt es sechs verschiedene Soldaten. Da sind der Green Beret, Spion, Scharfschütze, Pionier, Dieb sowie der Taucher. In einzelnen Abschnitten könnt Ihr sogar noch weitere alliierte Soldaten steuern. Jeder der oben genannten Männer hat spezielle Fähigkeiten. Das heißt im Klartext, dass jeder auf den anderen angewiesen ist. Denn z.B. kann der Spion feindliche Truppen ablenken, so dass sich der Dieb an diesen unbemerkt vorbeischleichen kann. Allerdings benötigt der Spion zuerst die Uniform eines höheren Offiziers, um die Soldaten ablenken zu können. Ihr merkt schon, dass Commandos ein sehr durchdachtes Strategie-Spiel ist, bei welchem gute Ideen sowie jede Menge an Ausdauer gefragt sind. Das Zwischenspeichern ist eine wichtige aber auch tückische Funktion. Sobald Ihr eine gefährliche Situation gemeistert habt, betätigt einfach die Taste F9 und verewigt das Spiel auf Eurer Festplatte. Doch Vorsicht mit dem eiligen Speichern, denn manchmal kann der Schuss auch nach hinten losgehen. Gleich zu Beginn sind alle drei Einsatzgebiete freigeschaltet. Tretet den Weg entweder nach Stalingrad, nach Mitteleuropa oder in die Normandie an. In einer Mission müsst Ihr Euch bis zu einem Bahnhof durchschlagen. Hört sich leicht an, allerdings wimmelt es in der Gegend nur so vor Soldaten. Beseitigt einen nach dem Anderen. Aber aufgepasst, denn die KI der Gegner ist nicht zu unterschätzen. Sobald etwas in seinem Blickfeld nicht normal scheint, wird er stutzig und verlässt seine Route um nachzuschauen. Ihr könnt auf alle Fälle schleichen, auf Strommasten klettern oder einen Panzer in die Luft sprengen. Das Spiel ist wirklich sehr komplex, und von daher kann ich nicht auf alle Funktionen eingehen. Natürlich sind noch Waffen und viele weitere Gegenstände mit im Spiel eingebaut. Selbstverständlich könnt Ihr auch im dritten Teil niedergestreckten Soldaten die Hosen sowie die Waffen abnehmen. Auch das Austauschen zwischen den eigenen Männern ist möglich. Allerdings müssen die beiden neben einander stehen. Kommen wir nun aber zur technischen Seite des Titels. Schon der erste Blick zeigte mir, dass die Entwickler sehr schön ins Detail gehen. Das reicht vom Zigarettenrauch bis hin zur herumfliegenden Zeitung. Auch der Regen kommt gut rüber, und man ist dankbar, dass man im Trockenen vor dem PC sitzt. Des weiteren lässt sich der komplette Bildschirm drehen und heranzoomen. Leider bereitete mir das Scrollen des Bildschirms mit der Maus ein paar Probleme. Ich ging dann dazu über und scrollte mit den Pfeiltasten. Ein Karte über die einzelnen Schnelltasten-Funktionen liegt dem Spiel bei. Leider musste ich nach kurzer Spielzeit schon wieder den sehr hoch angesetzten Schwierigkeitsgrad bemerken und würde am liebsten des öfteren in meine Maus beißen. Es sind insgesamt 14 Missionen im Spiel mit dabei, und eines kann ich Euch sagen: Sie verlangen von Euch wirklich alles ab. Schwierigkeitsgrad hin oder her, man sollte auf alle Fälle einen Blick riskieren, denn der dritte Teil besticht durch seine gute Optik sowie das entschärfte Gameplay. Unbedingt anspielen…..

Michael Birkle

Systemvoraussetzung:
Windows 98SE/2000/XP
Pentium III 700 MHz
128 MB RAM
2 GB Festplattenspeicher
32 MB Grafikkarte
4-fach CD-ROM
Soundkarte