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DTM Race Driver Director´s Cut

Preis: ca. EUR 25,-

Erschienen bei:
Codemasters

Intrigen, Liebe, coole Sprüche, hört sich das nach Codemasters neuem Rennspiel Top-Titel an? Nein, ist es aber, denn in DTM Race Driver fahrt Ihr nicht nur stur Eure Runden ab, sondern erlebt noch ganz nebenbei eine packende Filmstory á la "Tage des Donners".

Zur Geschichte: Der junge Ryan MacKane und sein Bruder Donny müssen im zarten Alter von 12 Jahren mitansehen, wie ihr Vater Kyle beim Überqueren der Ziellinie von einem übereifrigen Konkurrenten von der Seite gerammt wird. Der Wagen kommt ins schleudern, überschlägt sich und geht in Flammen auf, Ryans Vater hat keine Chance. 15 Jahre später hat sich Donny ebenfalls als Rennfahrer etabliert, während Ryan erst ganz am Anfang seiner Karriere steht. Es ist nun Eure Aufgabe, dem talentierten aber noch unerfahrenen Fahrer an die Spitze der Weltliste zu bringen. Als Ausgangspunkt Eurer Karriere-Planung fungiert Ryans Büro, in welchem Ihr denselben mit locker auf dem Tisch gelegten Beinen vor dem Schreibtisch sitzen seht. Von hier aus habt Ihr Zugriff auf die verschiednen Modi wie Karrierepart, Multiplayer, Zeitfahren und Herausforderungen etc. Der Computer dient zum Laden von Spielständen und zeigt Euch den momentanen Punktestand an. Außerdem bekommt Ihr per E-Mail Angebote von verschiedenen Rennställen, die Euch als Fahrer in der kommenden Saison verpflichten wollen oder erhaltet Einladungen zu den kniffligen Ein-Tages Events. Am Anfang sieht das Angebot noch mager aus, doch habt Ihr Euch erstmal einen Namen gemacht, könnt Ihr frei auswählen, wo ihr fahren wollt. Dank der passenden Lizenz im Gepäck zieht Ihr im Kampf um Punkte und Platzierung auf über 30 Originalkursen rund um die Welt Eure Bahn. So könnt Ihr z.B. bei der britischen TOCA- Tour, der deutschen DTM oder der amerikanischen Super Car Series teilnehmen, mit Original Wagen versteht sich. Das Fahrverhalten der Wagen kann als ein gelungener Mix aus Arcade und Simulation bezeichnet werden. Kleinere Ausflüge aufs Kiesbett oder Beschädigungen am Wagen bedeuten nicht automatisch das Aus und werden großzügig verziehen. Allerdings könnt Ihr bei unsachgemäßer Fahrweise durchaus Euren Motor oder die Reifen zum Platzen bringen. Das Schadensmodell bei DTM Race Driver ist übrigens genial gelungen und bietet vom verbeulten Kotflügel über zerbrochnen Windschutzscheiben bis hin zum offen liegenden Motorblock alles was das Herz begehrt. Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass sich jeder Flitzer vom Fahrverhalten her unterscheidet, so ist es jedes Mal wieder eine Herausforderung, einen neuen Wagen in den Griff zu bekommen. Die Gegner KI kann als mäßig bis gut bezeichnet werden. Wie so oft lässt sich ein Grossteil des Feldes noch relativ leicht überholen, erst ab den oberen Rängen wird gnadenlos gefightet und gedrängelt, was das Zeug hält, spannende Zweikämpfe sind hier an der Tagesordnung. Da ist es gut zu wissen, dass selbst die besten CPU-Fahrer manchmal einen Fehler machen, darauf bauen sollte man allerdings nicht. Zu mäkeln gibt es bei DTM Race Driver herzlich wenig, die hervorragende Optik, insbesondere die extrem detaillierten Fahrzeuge und der coole Verwisch-Effekt, der bei schnellerer Fahrweise immer mehr zunimmt und so zusätzlich Geschwindigkeit suggeriert, sind äußerst gut gelungen und werden von den knackigen Motorengeräuschen passenden untermalt. Lediglich die platten Pappmache-Zuschauer (fallen bei hoher Geschwindigkeit eh nicht auf) und die Tatsache, dass Ihr Euch Eure Platzierung beim Start nicht in einer Qualifikation selbst erfahren könnt, machen sich negativ bemerkbar. Ansonsten kann man nur sagen: Ein grandioses Rennspektakel mit innovativem Storyanteil. Derzeit ganz klar meine Race-Referenz.

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows 98/ME/2000/XP
CPU mit 700 MHz
128 MB RAM
32 MB Grafikkarte
1,5 MB Festplattenspeicher

 
     
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