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Empire Earth

Preis: ca. EUR 15,-

Erschienen bei:
Vivendi Universal

Der brandneue Echzeit-Strategiehit Empire Earth lässt Euch mehrere tausend Jahre Menschheitsgeschichte hautnah miterleben. Durch sage und schreibe 14 Epochen Militär-Historie lässt uns Age of Empire Erfinder Rick Goldmann, angefangen beim Faustkeil bis zum Turmhohen Kampfroboter im Nano-Zeitalter, alles befehligen was laufen, reiten, schwimmen oder fliegen kann.

Wie auch bei anderen Genre-Vertretern heißt es am Anfang: Ohne Fleiß keine Infanterie, denn ohne ein florierendes Wirtschafts- und Ressourcen-Management läuft auch hier absolut gar nichts. Also schickt man seine prähistorischen Arbeiter auf die mühselige Büffel und Beeren-Jagd, ab der Bronzezeit sorgen dann Farmen für etwas Erleichterung. Andere Arbeiter schürfen Gold und Eisenerz, klopfen Steine und fällen Holz. Sind genügend Rohstoffe eingefahren, könnt Ihr Euch daran machen, Kasernen, Ställe für Reiter und Tempel für Propheten zu errichten, in denen die verschiednen Truppentypen, von denen es im gesamten Spiel immerhin satte 200 gibt, produziert werden. Jedes der 14 Zeitalter bringt neue Fortschritte, wie Einheiten-Upgrades, neue Gebäude und Verbesserungen, welche jedoch erst gegen Bares erforscht werden wollen. Darüber hinaus lassen sich in der Schlacht erworbene Zivilisationspunkte verteilen, mit denen man z.B. die Produktionszeit von Gebäuden beschleunigen oder die Stärke der Einheiten erhöhen kann. Von der Bronzezeit bis zum späten Mittelalter beherrschen Hieb und Stichwaffen das Schlachtfeld, werden jedoch unweigerlich von den ersten Musketen und Kanonen abgelöst. Im 20. Jahrhundert dominieren Panzer, Flugzeugträger und Tarnkappenbomber das Schlachtfeld, und für die Zukunft sehen die Entwickler riesige Kampfroboter á la Battletech voraus. Für Einzelspier gibt es vier umfangreiche Kampagnen zu bestreiten, welche in 29 Szenarien aufgeteilt sind. Der erste Feldzug führt Euch zu den Anfängen von Griechenland, Ihr erstürmt die Mauern von Troja, natürlich mit dem berühmten hölzernen Pferd, und blast als Alexander der Große, mit seinen gefürchteten Kriegselefanten, zum Großangriff auf die halbe Welt. Das zweite Kapitel dreht sich um das Mittelalter bis hin zum Imperialismus. Ihr bekämpft als William der Eroberer die Franzosen, später bekommen es die Engländer mit Napoleon zu tun. Der Dritte Feldzug behandelt den ersten und zweiten Weltkrieg. Die letzte Kampagne versetzt Euch in die nahe Zukunft, in der Russland wieder mit dem Säbel rasselt und zu alter Größe zurückkehren möchte. Sind alle Kampagnen gemeistert, tobt Ihr Euch im Multiplayer aus, bestreitet ein freies Einzelspiel oder bastelt dank Karteneditor die eigenen Karten und Feldzüge. Die Spielgrafik wurde komplett in 3D gehalten und ist nett anzuschauen. Die Animation der Einheiten ist den Entwicklern gut gelungen, allerdings wirkt die Grafik insgesamt durch die bunte Darstellung nicht sehr realistisch. Das Geschehen lässt sich zwar nicht drehen, aber dafür kann man so nah heranzoomen, bis das sprichwörtliche Weiße im Auge der Figuren zu sehen ist. Dummer Weise lässt sich die Kamera nicht weit genug herauszoomen um einen wirklichen Überblick zu erhalten. Ebenfalls Schwierigkeiten gibt es bei den Wegfindungsrouten. Größere Armeen können nicht unbeaufsichtigt von A nach B geschickt werden. Ein heilloses Durcheinander ist die Folge. Schiffe verkanten sich sehr gerne an engen Meeresstellen ineinander und sind dann nur noch mühsam wieder voneinander zu lösen. Ärgerlich umständlich ist auch die Handhabung der Flugzeuge ausgefallen, welche nicht automatisch erkennen, dass ein anvisiertes Ziel zu weit weg ist und auf halber Strecke wegen Spritmangel wieder umkehren. Dennoch, der gewaltige Umfang und die unendlich erscheinenden taktischen Möglichkeiten machen Empire Earth trotz einiger Schwächen zum Pflichtkauf für alle Echtzeitstrategen.

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows 98/ME/2000
Pentium II 350 MHz
64 MB RAM
550 MB Festplattenspeicher
4 MB Grafikkarte

 
     
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