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Der Herr der Ringe - Die Schlacht um Mittelerde

Preis: ca. EUR 50,-

Entwickler:
EA Los Angeles

Erschienen bei:
Electronic Arts

Als großer Herr der Ringe Fan konnte ich den Releasetermin zu dem Strategieknüller „Schlacht um Mittelerde“ kaum erwarten. Doch das Warten hat sich gelohnt ! Endlich kann ich riesige Schlachten schlagen, mit den bekannten Helden wie Aragorn, Legolas, Gandalf und Co. den Filmoriginalen nacheifern. Aber auch den Bösen Mächten von Mittelerde sind Aufmerksamkeiten zu widmen.

Zu Anbeginn eines jeden Strategiespieles benutze ich, sofern es vorhanden ist, ein Tutorial, um mich ein wenig in die Materie des Spieles hineinzuversetzen. Dies gelang mir recht schnell, da ein umfangreiches Tutorial mitgeliefert wurde. Hier wird einem schnell gezeigt, wie mit Armeen, Helden und Spezialeinheiten umzugehen ist und wie man am besten eine Festung aufbaut bzw. einen Vorposten errichtet. Nach Abschluss dieser Vorbereitung testete ich kurz den Gefechtsmodus an, um mich mit allen verfügbaren Einheiten nochmals vertraut zu machen. Ich musste feststellen, dass die Spielübersicht meistens gewährt war, obwohl das in manchen 3D Strategiespielen oft nicht der Fall ist.

Das einzige Manko, das eventuell hier zu erwähnen wäre, ist das Limit an Einheiten, das in einem Gefecht bei 300 Punkten liegt und eine Truppe von 6 Gefolgsleuten meistens 20, wenn nicht noch mehr dieser Punkte verschlingt. So ist es nicht möglich, eine riesige Schlacht zu vollziehen. Dieses Limit ist jedoch dann wieder ein kleiner Vorteil in Sachen Übersicht. Nun ist es an der Zeit, den Kampagnenmodus zu starten. Hier hat man jetzt die Wahl, sich eine Partei auszuwählen. Entweder man nimmt die „Guten Mächte“ mit Charakteren wie Aragorn, Legolas und den bekannten anderen Helden oder man entscheidet sich für die „Bösen Mächte“ mit Figuren wie Saruman, Lurtz und anderen bösen Kreaturen. Nachdem eine Auswahl getroffen wurde, gelangt man zu einer Karte, die komplett Mittelerde anzeigt.

Vom Auenland (Heimat der Hobbits) bis Mordor (Schicksalsberg und Heimat von Sauron) sind hier alle Orte detailliert dargestellt und ich muss zugeben, nun erkenne ich auch die ganzen Zusammenhänge in den drei Filmen besser. Um nun eine Mission zu starten klickt man auf das blinkende Gebiet, das einem meist vorgegeben wird. Später gibt es dann mehrere auswählbare Orte auf der Karte, hinter denen sich verschiedenste Missionen verstecken. Die Missionen lehnen sich dabei immer an den Film an und vermitteln sehr viel Realismus. So ist zum Beispiel die erste Mission der „Guten“-Kampagne der Weg durch die Höhlen Morias. Hier steuert man die Helden wie im Film durch die tiefen Höhlen und trifft oft auf böse Kreaturen. Dabei muss man auch sofort darauf achten, den Rang eines jeden Helden zu erhöhen. Dies geschieht durch ein simples Verfahren: Je mehr Gegner ein Held tötet, desto schneller steigen seine Punkte, um einen nächst höheren Rang zu erreichen. So sollte man darauf achten, dass alle Helden stetig um einen Rang steigen, um am Ende siegreich zu sein.

Bei den Mächten des Bösen dagegen reicht es oft aus, eine Vielzahl an Orks und anderen Kreaturen zu haben, um so die Schlachten zu gewinnen. Im Kampagnen Modus ist das Problem des Einheitenlimits etwas besser gelöst als im Gefechtsmodus. Bei manchen Missionen erhält man nach erfolgreichem Abschluss „Kommando Punkte“. Diese addieren sich dann zu dem bisherigen Limit. So hat man beispielsweise nach der zehnten Mission ein Limit von 500 Punkten. Die Missionen bei der Kampagnen sind so gut nachgestellt, dass einen das Spiel lang in seinen Bann nimmt. Mir passierte es sogar, dass ich ohne es zu merken satte 13 Stunden an meinem PC verbrachte, um immer wieder neue Schlachten zu schlagen. Untermalt wird das ganze zudem stetig mit den Erfolgssoundtracks aus dem Originalfilm. Grafisch erinnert „Schlacht um Mittelerde“ etwas an C&C Generals, jedoch ist alles etwas verfeinert worden und die Helden sind meist gut zu erkennen. Alles in allem ist das Spiel jedem nur zu empfehlen. Ich habe bisher kein besseres Strategiespiel in meinen Händen gehalten und es wird auch vermutlich nicht so schnell wieder passieren, ein besseres zu finden. Selbst für Strategiespielgegner sollte dieser Abstecher eine positive Überraschung sein.

Tobias Mast

Systemvoraussetzungen:
Windows 2000 / XP
Prozessor: 1,3 GHz
RAM: 256 MB
HDD: 3,5 GB
DVD Laufwerk !!!!!
Grafikkarte: 32MB Direct 3D
Soundkarte: DirectX 9.0b kompatibel
DirectX 9.0b