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Medal of Honor -
Pacific Assault

Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
EA Los Angeles

Erschienen bei:
Electronic Arts

Ich weiß wirklich nicht, wie viele Medal of Honor-Teile sowohl für die Konsolen, als auch für den PC mittlerweile auf dem Markt sind. Auf jeden Fall bleibt die Ego-Shooter-Reihe aus dem Hause EA Games weiterhin heiß diskutiert. Bei ihrer neusten Veröffentlichung Medal of Honor – Pacific Assault handelt es sich um einen exklusiven Teil für den PC. Mittlerweile sollte man meinen, EA Games haben sämtliche Zeiträume des 2. Weltkrieges abgedeckt, doch irgendwie finden sie immer noch eine Lücke, um einen neuen Teil von Medal of Honor zu entwerfen.

Wie der Titel „Pacific Assault“ schon verrät bewegen wir, bzw. Private Tom Conlin, sich auf verschiedenen Gebieten im Pazifik. Das neue Abenteuer beginnt an Bord eines Landungsbootes am 20. November 1943. Hier werdet Ihr in D-Day-Manier in einem Rettungsboot losgelassen und müsst Euch vorkämpfen. Nach kurzer Zeit beginnt Ihr Euch allerdings zu erinnern. Die Uhr wird nun um zwei Jahre zurückgedreht und wir schreiben nun den 3. September 1941. Ihr seid in San Diego und durchlauft hier das Trainings-Camp, in welchem Ihr zum Marine ausgebildet werdet. Im Stile von Full Metal Jacket vermittelt Euch der Offizier die Fähigkeiten, welche eine Marine inne haben sollte. Übt das Laufen, Klettern, Kriechen und natürlich den Umgang mit den Waffen. Zum Schluß dieses Trainings-Parcours kommt eine Neuerung des neuen Teils von Medal of Honor. Ihr könnt, bzw. müsst in manchen Situationen Eure verletzten Kameraden zu einem Sanitäter tragen oder diesen sogar für Euch selbst rufen.

Nachdem wir diese Schinderei hinter uns gebracht haben, bekommen wir in einer unglaublichen, optischen Darstellung dargeboten, wie die Japaner sich bereit machen, um Pearl Harbor anzugreifen. Nach dem Kurzeinsatz zu Beginn gilt es, sich nun in Pearl Harbor zu behaupten. Rennt so schnell Ihr könnt auf ein PT-Boot, um die japanischen Flugzeuge vom Himmel zu holen. Nun ist aber Schluß mit der Erzählung des Spielverlaufs, denn ich möchte Euch nicht die ganze Spannung vorweg nehmen. Auf jeden Fall lässt der Spielbeginn einem nicht gerade viel Zeit zum Nachdenken, denn hier wird geballert ohne Ende. Entscheidet Euch also schnell, was Ihr tun wollt. Eine Neuerung ist das Befehlen der Kameraden. So habt Ihr nun die Möglichkeit, Euren Kumpels vier Befehle zu erteilen: Sammeln, Stürmen, Sperrfeuer und Deckung. Ihr merkt schon, dass auch ein taktisches Händchen bei Medal of Honor gefragt ist. Um jedoch Befehle erteilen zu können, müsst Ihr Euch erst den Rang dafür verdienen. Solange werden die Befehle Eures Vorgesetzten rechts oben angezeigt. Sie zu befolgen wäre ratsam. Verschiebt sich das Bild und alles bewegt sich langsamer, solltet Ihr dringend den Sanitäter zu Euch rufen. Dieser kann Euch pro Mission fünf Mal zu Hilfe eilen. Die Schauplätze von Medal of Honor – Pacific Assault reichen von Hawaii bis hin zum tiefen Dschungel. Ihr bewegt Private Tom Conlin zu Land, zu Wasser und zum ersten Mal in der Luft.

Insgesamt gilt es, sich durch 25 Einzelspieler-Missionen zu schlagen. Natürlich bekommen auch alle Mulitplayer-Junkies Nahrung für ihre Seele. EA Games haben mit dem Eroberer-Modus einen Neuen aus dem Boden gestampft. Auch alle Online-Fans dürfen sich selbstverständlich mit weltweiten Marines via Internet messen. Also im Großen und Ganzen weiß der neue Teil von Medal of Honor – Pacific Assault auf jeden Fall zu überzeugen. Die Optik ist schon sehr beeindruckend, auch wenn die Hardwarevoraussetzungen dafür recht hoch sind. Leider sind die Ladezeiten wirklich angestiegen, so dass Ihr an manchen Stellen schon fast einen Kaffee aufgießen könnt. Kleiner Wehrmutstropfen! Besonders gut hingegen hat mir die Soundkulisse gefallen. Wenn Ihr im Besitz einer Surround-Anlage seid, bitte unbedingt anschließen. Da fliegen Euch die Schüsse nur so durchs Wohnzimmer. Genialer, klarer Sound! Auch die fortlaufende Story hat mir persönlich gut gefallen. Das Gameplay ist eigentlich in alter Manier. Schnell, direkt und sehr exakt. Auch wenn es von der Thematik her nicht so sehr zu Weihnachten passt, ist Medal of Honor – Pacific Assault eine gute Wahl als Geschenk. Guter Stoff für jeden Action-Fan……

Michael Birkle

Systemvoraussetzungen:
Windows 98/2000/ME/XP
Prozessor Intel Pentium 4 / AMD Athlon mit 1,5 MHz
512 MB RAM
4 GB Festplattenspeicher
8-fach DVD-ROM
64 MB Grafikkarte
Soundkarte