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NBA Live 2003

Preis: ca. EUR 15,-

Entwickler:
EA Sports

Erschienen bei:
Electronic Arts

Eishockey, Football, Basketball, alle Jahre wieder beschert uns die kanadische Abteilung des Softwareriesen Electronic Arts einen neuen Teil von Sportspielen der in Nordamerika so beliebten Sportarten. Seit dem kometenhaften Aufstieg von Dirk Nowitzki zum weißen German Wonderkind der NBA ist Basketball auch hierzulande in aller Munde.

Ein Grund mehr, auch dieses Jahr wieder einen neuen Teil der Reihe aufzulegen. Eignet sich doch der Sport mit den hohen Körben wie kaum ein zweiter für ein Computerspiel. Dafür tragen Tempo, spektakuläre Dunkings, Technik und natürlich auch Taktik die Garantie. NBA Live 2003 ermöglicht es dem Spieler, zu Hause vor dem PC oder der Konsole in genau diese glamouröse Welt einzutauchen. Mittels dem integriertem Spielereditor kann man sogar selbst zum Superstar der NBA werden - Schrempf und Nowitzki wir kommen! Electronic Arts hat dieses Jahr mal wieder neue Animationen und einen zum Basketball passenden HipHop Sound geliefert. Auch der Kommentar kann sich hören lassen, nett wenn plötzlich der Kommentator "This dunk got me jumping out of my seat" schreit - kein Wunder. so spektakulär wie ich die Pille gerade in die Maschen gedunked habe - Nummer 72 Hodapp war's! Überhaupt glänzt NBA Live 2003 mit sehr viel Atmosphäre. Dazu tragen auch die diversen wählbaren Kameraperspektiven bei. Zum Spielen selbst hat sich allerdings wieder einmal die "klassische Kamera" als die am besten geeignetste herausgestellt - und fürs Auge gibt's außerdem noch jede Menge Replays. Aber auch weitere Gameplayfeatures wurden verbessert. So hat man nochmals am Reboundsystem geschraubt, was die Spieler jetzt schneller auf vergebene Würfe reagieren lässt und das mit über 30 neuen Reboundanimationen. Überhaupt sind die vom Rechner gesteuerten Spieler smarter geworden, dank der verbesserten KI erkennen diese jetzt ihre Chance auf einen leichten Korb. Endlich hat man auch begriffen, dass Basketball in der NBA keineswegs ein köperloses Spiel ist und den virtuellen Recken mehr Köperkontakt verschafft - es darf geknuddelt werden. Spaß beiseite, es wurden extra ein paar Rempeleien im Motioncapturing gefilmt, damit es auch echt aussieht, wenn es auf die Zwölf gibt. Spieler beschweren sich sogar ab und an mal beim Schiedsrichter und auch auf der Bank herrscht animiertes Leben. Aber nicht nur für Rauhbeine, nein, auch für Stimmungskanonen wird etwas geboten, denn selbst die Jubelszenen wurden gecaptured - doch vor das Feiern hat auch der Basketballgott eine Menge Schweiß gesetzt, was heißt: Es muss erst mal gespielt und gekämpft werden. Dazu hilfreich ist bestimmt der neue Blockmechanismus - selbstverständlich auch neu animiert - allerdings scheint es, als hätte EA seine virtuellen Sportsmänner zuviel davon trainieren lassen und so werden teilweise sogar freistehende Superstars noch abgeblockt. Die Ästheten unter Euch, die lieber elegant statt mit viel Power spielen, können sich an den verschiedenen eigenen Passstilen je nach Fähigkeiten und Eigenschaften des jeweiligen Spielers ergötzen - lt. Electronic Arts soll jeder Spieler einen haben! So ist Shaq "Attack" O´Neal unter dem Korb z.B. kaum zu stoppen. Last but not least wurden sogar den werten Zuschauern ein paar neue Animationen spendiert. Das wohl Beste neue Feature ist allerdings ganz klar die verbesserte Steuerung. Man kann damit besser dribbeln und eine Menge Tricks und Specialmoves ausführen, die nicht nur das Spiel wesentlich interessanter machen, sondern für Basketball auch so unverzichtbar sind wie harte Checks und noch härtere Schüsse fürs Eishockey. Doch auch bei NBA Live 2003 wird man kräftig durchgeschüttelt, hat EA doch Controller Vibrationen je nach Situation programmiert - ein Force Feed Gamepad ist also fast Pflicht. Doch kommen wir zurück zur Technik. Das Game wird mit 60 Frames pro Sekunde dargestellt und ermöglicht ein wesentlich flüssigeres Gameplay und damit die absolute Action. Das funktioniert immerhin schon mit einem 600MHz Rechner und 128MB RAM - was heute schon zum Standart gehören dürfte. Erwähnenswert sind auch die klassischen Trikots, die dem Spieler Gelegenheit geben, die Höhepunkte der Geschichte seiner Lieblingsmannschaft in authentischer Kleidung noch einmal zu erleben. Man kann sogar die Topspieler der letzten fünfzig Jahre gegen die Stars der Neuzeit antreten lassen, Larry Bird, Magic Johnson, was für Namen! Als Spieloptionen stehen dem Spieler eine komplette NBA-Saison, nur Playoffs, eine Trainingsoption und der klassische Eins-Gegen-Eins-Modus zur Verfügung, den man noch vom Spielklassiker OneOnOne kannte. Außer den Tempeln der NBA kann außerdem am Strand oder im Hinterhof gespielt werden - Ghetto Atmosphäre frei Haus sozusagen. Als etwas gewöhnungsbedürftig empfand ich persönlich die neue Menüführung, wie auch bei z.B. FIFA oder NHL 2003 hat man NBA Live 2003 ein neues Menü spendiert. Weiterhin ist das Spiel für meine Ansprüche ein bisschen zu arcadelastig, das Spieltempo ist sehr hoch und es fallen viele Körbe, von denen das Gros sehr spektakulär ist - ich hätte mir ein bisschen mehr Simulation gewünscht - aber ich wollte auch eine Weltreise zu Weihnachten....

Patrik Dominik Hodapp

Systemvoraussetzungen:
Windows 95/98/00/ME/XP
Pentium II 500 MHz
64 MB RAM
350 MB Festplattenspeicher
8 MB Grafikkarte

 
     
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