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NBA Live 2004

Preis: ca. EUR 40,-

Entwickler:
EA Sports

Erschienen bei:
Electronic Arts

In wohl kaum einer anderen Sportart der Welt ist der Körperbau so wichtig wie im Basketball, spontan fallen mir da eigentlich nur noch Sumoringer ein, habe noch nie einen schlanken Sumoringer gesehen und kleine Basketballer sind selten, auch wenn Payton einer meiner Lieblingsspieler war. Doch genug philosophiert, kommen wir zum Wesentlichen, nämlich dem aktuellen Teil der NBA LIVE Reihe, der 2004er Version.

Electronic Arts hat wie in vielen Sportspielen der 2004er Reihe auch bei NBA LIVE 2004 die Steuerung überarbeitet. Das war auch sinnvoll, denn die neue EA SPORTS Freestyle Control, ermöglicht authentisches Gameplay und läßt echtes Basketballfeeling aufkommen. Dieses Feeling wird durch die tolle Grafik noch bereichert und ich muß dem Hersteller Recht geben wenn er sagt „…liefert damit das ultimative Basketball-Erlebnis“. Mir fällt eigentlich auch kaum ein Kokurrenzprodukt zur NBA LIVE Reihe ein, doch weiter im Text. Mit der neuen Steuerung lässt sich jetzt z.B. die sogenannten Quick Plays mit einem Tastendruck ausführen, die Quickplays sind eine Art Spielzug. Man kann somit einen coolen Dunk vorbereiteten oder sich mehr aufs Verteidigen konzentrieren – je nach dem eben, was das Spiel und natürlich auch der Gegner erfordern. Dabei kann der Spieler immer bestimmen, was geschieht und versuchen, den Stil des jeweiligen Teams auszuspielen. Die Offensiv- und Defensivaktionen für jedes NBA-Team sind laut Hersteller absolut authentisch, egal ob Lakers oder Utah Jazz. Aber auch unter dem Korb geht es jetzt noch heißer her, der Kampf um die Rebounds ist härter geworden, die KI konzentriert sich überhaupt mehr auf die Defensive, und man kann, ähnlich wie bei NHL 2004, die Spiele nur mit einer guten Leistung in der Defensive überhaupt gewinnen. Wer seine Abwehr entblößt, wird gnadenlos bestraft. Wie beim schon erwähnten Eishockeyspiel darf auch hier an der KI geschraubt werden. Mittels individuellen Einstellungen kann der Spieler damit das Spiel ganz nach eigenem Belieben gestalten. Ähnlich wie bei NHL 2004 gibt es auch hier einen den EA SPORTS Dynasty-Modus, der ebenfalls verbessert wurde. Der Dynasty-Modus ermöglicht es dem Spieler, die besten College-Spieler ins Spiel zu importieren und einen beständigen NBA-Champion ganz nach seinen Wünschen aufzubauen. In der Jugend liegt die Zukunft, auch wenn sich das nordamerikanische Draftsystem bei uns nie durchsetzen würde. Enthalten sind auch sämtliche verfügbare NBA-Courts. Die Spielflächen bzw. Hallen sind alle extrem detailliert dargestellt und geben dem Spieler das Gefühl, wirklich vor Ort zu sein. Die Stadien wurden komplett gerendert und damit detailreich dargestellt, einschließlich Bandenwerbung, Trikots von zurückgetretenen Spielern, die an der Stadiondecke hängen, und vielem mehr. Und natürlich gibt es Schiedsrichter und Fotografen am Spielfeldrand, die noch zu dieser realistischen Erfahrung beitragen. Zur guten Gesamtatmosphäre tragen die Kommentare von Marv Albert und Mike Fratello bei. Die Spielermodelle wurden komplett überarbeitet und das Motion Capturing Verfahren kam dabei wieder zum Einsatz. Der Spieler soll das Gefühl haben, dass er am Spielfeldrand sitzt – das hat man auch nahezu erreicht, dank verbessertem Rendering, bei dem auch die kleinsten Details berücksichtigt wurden. Wieder am Start ist auch das aus der Vorversion schon bekannte Old School Feature. Dabei kann der Spieler aus klassischen Teams an klassischen Austragungsorten wählen – eine kewle Sache für Basketballfreaks, meine Favoriten wären die Bulls der 90er oder die Celtics und Lakers der 80er an Austragungsorten wie dem alten Boston Garden.

Patrik Dominik Hodapp

Systemvoraussetzungen:
Windows 98/2000/ME/XP
Pentium III 700 Mhz
64 MB RAM
500 MB Festplattenspeicher
32 MB Grafikkarte