Archiv>> PC  
 
Need for Speed -
Most Wanted

Preis: ca. EUR 40,-

Entwickler:
EA Games

Erschienen bei:
Electronic Arts

Heißer Asphalt, qualmende Reifen und die Hüter des Gesetzes sind einem dicht auf den Fersen. In Need for Speed – Most Wanted haben die Entwickler eine gelungene Mischung aus alten und neuen Teilen der Serie kreiert. Größte spielerische Neuerung oder auch Comeback feiert im neusten Teil die Polizei.

Vorbei sind die Zeiten, in denen Ihr im freien Modus einfach jede Verkehrsregel missachten und ungestraft davon kommen konntet. Und da man als Geschwindigkeitssüchtiger Underground-Raser ein schlechtes Gedächtnis in punkto Verkehrsregeln hat, sind heftige Verfolgungsjagden mit dem langem Arm des Gesetzes vorprogrammiert. Endlich! Denn irgendwie fand ich es bei Need for Speed Underground 1&2 schon etwas komisch, dass ich trotz illegaler Straßenrennen kein einziges Mal das Blaulicht eines Streifenwagens im Rückspiegel erblicken konnte. Most Wanted setzt Euch zu Einführung des Spiels sofort in einen aufgemotzten BMW M3 GTR, mit dem Ihr Euch in Rockport City einen Namen in der illegalen Rennszene machen sollt.

Leider geratet Ihr bei Eurem ersten Rennen an Razor Callahan, einem fiesen Typen der mit allen Wassern gewaschen ist. Es kommt wie es kommen muss: Schon nach wenigen Metern hängen Euch die Cops im Nacken. Razor fährt aggressiv und versucht Euch von Anfang an von der Straße zu drängeln, hat aber gegen den BMW keine Chance. Doch bevor Ihr das Rennen gewinnen könnt fängt der Motor an zu stottern und der Wagen bleibt liegen – klarer Fall: Sabotage. Das Ende vom Lied: Razor gewinnt Eure Karre und Ihr selbst landet im Gefängnis. Nach der Entlassung hilft Euch Mia, eine fesche Untergrund-Raserin mit etwas Startgeld und einer Garage auf die Beine. Ab jetzt folgt die altbekannte Street-Racer-Geschichte. Mit dem dürftigen Startgeld holt Ihr Euch einen normalen Serienwagen und motzt ihn nach und nach durch die in den Rennen gewonnen Preisgelder in Punkto Leistung und Optik gehörig auf. Das Ziel ist es, Razor Callahan zu zeigen, wo der Hammer hängt.

Dieser ist aber Dank Eures Wagens in der hiesigen Blacklist auf Nummer eins gerückt. Um erneut gegen Razer antreten zu können seid Ihr gezwungen, zunächst die restlichen 14 Fahrer auf der berüchtigten Blacklist zu schlagen. Um diese herausfordern zu können müsst Ihr Euch jedoch erstmal einen Namen machen, was in diesem Fall heißt, ein saftiges Straf- und Verkehrssünderregister bei der Polizei Euer Eigen zu nennen. Schauplatz der Straßenrennen ist die fiktive Stadt Rockport, welche sich in drei Bezirke (Rosewood, Coastal, Downtown) aufteilt. Den Anfang macht Ihr in Rosewood, die anderen Bezirke sind zunächst gesperrt und werden erst nach einer entsprechenden Platzierung auf der Blacklist freigeschaltet. Anders als im Vorgänger seid Ihr jetzt nicht mehr in der Nacht sondern hauptsächlich bei Tag unterwegs. Die riesige Spielewelt ist mit ihren unzähligen Abkürzungsmöglichkeiten frei befahrbar und sieht mit ihren vielen unterschiedlichen Landschaften und Straßenbildern einfach verdammt umwerfend detailliert und realistisch aus. Das einzige was es aus gutem Grund nicht gibt sind Fußgänger. Eine realistische Fahrphysik war bei Need for Speed noch nie von Nöten.

Wie gewohnt übersteht Ihr selbst schwerste Unfälle und verliert dabei außer etwas Lack und der Fensterscheibe nur Geschwindigkeit. Satte 36 Fahrzeuge namhafter Autohersteller könnt Ihr gewinnen oder erwerben und in Eure Garage stellen. Das Highlight sind aber die gnadenlosen Verfolgungsjagden mit der Polizei. Je nach Fahndungslevel versucht diese mit immer aggressivern Methoden Euer Fahrzeug per Straßensperren, Nagelbändern, schweren Geländewagen und Helikopterunterstützung zum stehen zu bringen. Um die Cops abzuhängen zerstört Ihr entweder sämtliche Fahrzeuge der Verfolger oder schüttelt sie ab. An vielen Stellen der Stadt könnt Ihr durch Tank,- Baustellen-, oder Wasserstellen und andere Konstrukte fahren, welche dann hinter Euch zusammenbrechen und die anrückenden Streifenwagen zerbröseln. In besonders brisanten Situationen lässt sich das Geschehen für kurze Zeit auf Zeitlupe umstellen (Matrix lässt grüßen) und so eine Kollision vermeiden. Für eine bessere Übersicht sorgt wie auch schon in den Underground Teilen eine schicke Minikarte.
Fazit: Genial, Super, unglaublich. Das Spiel hat mich sofort in seinen Bann geschlagen. Von der tollen Grafik (ein gutes System mit mindestens 1 GB RAM vorausgesetzt), Sound und der Vielzahl an Wettbewerben bis zu hin zu den genialen Verfolgungsjagden bin ich hellauf begeistert. Der Schwierigkeitsgrad steigt moderat an und wird zum Ende hin etwas knackig. Lediglich dass die CPU-Fahrer cheaten d.H. aus unerfindlichen Gründen selbst größte Vorsprünge nach Sekunden einholen habe ich doch als störend empfunden.

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows 2000/XP
CPU mit 1,4 GHz
265 MB RAM
3,0 GB HD
32 MB Grafikkarte
DVD-Laufwerk