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Need for Speed:
Carbon

Preis: ca. EUR 40,-

Entwickler:
EA Games

Erschienen bei:
Electronic Arts

Bei dieser Rennspiel-Serie aus dem Hause EA trifft der Spruch: „Alle Jahre wieder“ den Nagel auf den Kopf. Seit dem ersten Teil von Need for Speed Underground erscheint die Rennserie, wie jedes Jahr der Weihnachtsmann. Allerdings ist der letzte Jahrgang „Most Wanted“ etwas enttäuschend ausgefallen. Ich war sehr gespannt, wie die Entwickler auf diesen kleinen Rückschlag reagieren.

Schon im Vorspann erwartet Euch die bezaubernde Emmanuelle Vaugier. Nachdem sie Euch erzählt hat, dass dies nur ein Computerspiel ist und nichts mit der Realität zu tun hat, beginnt das Spiel gleich mit einer kleinen Verfolgungsjagd in den Bergen. Es wechselt nun des Öfteren von einer Videonsequenz zu einer Spiel-Sequenz, in welcher Euch die Grundlagen von Need for Speed Carbon näher gebracht werden. Schon der erste Blick auf die Grafik zeigte mir, dass die Entwickler wieder einen Schritt nach vorne getan haben. Zum einen lebt die Umgebung sehr real, und zum anderen wurde das Schadensmodell noch ein wenig ausgebaut. Im Hauptmenü angekommen verschaffte ich mir erst einmal einen Überblick über die Möglichkeiten beim neuen Need for Speed-Teil. Das Herzstück, der Karriere-Modus, steht an erster Stelle, dazu jedoch später mehr.

Außerdem mit von der Partie ist ein Schnelles Rennen sowie ein benutzerdefiniertes Spiel, bei welchem die ganze Sache Online abläuft. Stellt Euch ein Rennen zusammen und sucht nach anderen Spielern im Internet, welche die gleichen Vorlieben haben. Des Weiteren könnt Ihr im Laufe des Spiels Prämienkarten sammeln. Diese lassen sich natürlich anschauen und genießen. Bei der Herausforderungs-Serie geht es entweder Online zur Sache, oder alleine gegen den so genannten „Shadow-Wagen“. Dieser stellt Eure bisher beste Zeit dar. Schlagt Ihr ihn, dann bedeutet dies im Umkehrschluss, dass Ihr eine neue Bestzeit gefahren seid. Bei Need for Speed Carbon sind unzählige Rennmöglichkeiten am Start. Die heißesten Events sind sicherlich die Canyon-Rennen. Egal ob im Duell oder gegen drei andere Fahrer, das ist nichts für Schwache Nerven. Hier vollführt der Spieler den Ritt auf der Rasierklinge, denn wenn Ihr zu hart an der Leitplanke anschlägt, bricht diese durch und es geht für Euch in den Abgrund. Des Weiteren sind noch „Flucht vor der Polizei“, „Rundkurs“, „Sprint“, „Drift“, „Radarfalle“, sowie Massenrennen. Steigen wir nun aber in den Karriere-Modus ein. Auf jeden Fall hat der Spieler auch hier wieder die Möglichkeit, durch eine große, frei befahrbare Metropole zu düsen.

Die Spiele-Stadt besteht aus vier Gebieten. Diese werden von Gangs beherrscht. Zu Beginn seid Ihr fast alleine und müsst Euch nun Eure eigene Crew anschaffen. Dies passiert, indem Ihr andere Anführer auf der Strasse besiegt und sie dann in Euer Team mit aufnehmt. Bevor es jedoch zum Showdown des jeweiligen Bosses kommt, müsst Ihr Euch bei zahlreichen Rennen beweisen. Egal ob beim Drift oder bei Rundkursen, Ihr solltet immer als erstes ins Ziel kommen. Dafür klingelt die Kasse und Ihr schaltet Euch Tuningteile frei. Wo wir auch schon beim Thema, nämlich dem Tunen der Boliden wären. Hier ist eine wichtige Neuerung für jeden Tuner unter Euch. Es ist nämlich ab sofort möglich, den jeweiligen Spoiler oder Stoßstange individuell zu gestalten. Dies wird mit Reglern durchgeführt und die Veränderung sieht man sofort auf dem Bildschirm. Eine nette Spielerei! Natürlich geschehen diese Dinge in Eurem Unterschlupf. Kommen wir nun aber zu der wichtigsten Neuerung, nämlich der Tatsache, dass Ihr die Rennen nicht mehr alleine absolviert, sondern es befindet sich immer ein Crew-Mitglied unter den Teilnehmern. Hierbei gibt es drei verschiedene Fahrer, welche unterschiedliche Fähigkeiten besitzen. Zum einen gibt es den „Blocker“. Dieser behindert oder drängt Euren Widersacher von der Strecke um für Euch Zeit heraus zu holen. Die „Scouts“ zeigen Euch verschiedene Abkürzungen im Streckenprofil. Die Dritten im Bunde sind die „Schlepper“.

Sie verschaffen Euch für kurze Zeit Windschatten, so dass Ihr ein wenig beschleunigt und der Konkurrenz davon fahren könnt. Die Entwickler wecken quasi die Team-Geister im neuen Need for Speed-Teil. Allerdings ist Euer Freund nicht zu jeder Zeit im Rennen verfügbar. Schaut hierzu auf die Anzeige in der linken oberen Ecke. Bei den Autoklassen haben die Entwickler ebenfalls aus dem Vollen geschöpft, denn Ihr könnt Euch entweder für Tuner, Muscle oder Exoten entscheiden. Zum Schluss kann ich nur sagen dass die Entwickler das Need for Speed-Schiff wieder auf Kurs gebracht haben. Die Optik ist absolut klasse. Die Hardware-Anforderungen sind zwar nicht von schlechten Eltern, doch reichte meine ATI Radeon X1600 aus, um die mittlere Detailsstufe problemlos fahren zu können. Die Schäden an den Autos sehen sehr realistisch aus. Verpasst Ihr Eurem Flitzer einen glänzenden Lack, so hat dieser auch den Namen verdient. Lenken lassen sich die Boliden wie immer sehr gut. Sie lassen sich prima durch die Kurven driften. Ab und an den Nitro-Boost einschalten und ab geht die Luzie. Bei der Soundkulisse haben sie ebenfalls alles richtig gemacht. Die Zwischensequenzen sind absolut cool dargeboten und sehen außerdem durch eine kühle Farbgebung sehr interessant aus. Als einziges Manko empfinde ich den Tuning-Teil, welcher ein wenig umständlich über die Bühne geht. Zuerst legt Ihr die Teile in den Warenkorb und danach geht es dann zur Kasse. Seis drum, denn mit Need for Speed Carbon haben EA eigentlich wieder alles richtig gemacht. Dieses Rennspektakel sollte wirklich jeder nicht nur anspielen, sondern am Besten gleich kaufen. Start your Engine…..

Michael Birkle

Systemvoraussetzungen:
Windows 2000/XP
CPU mit 1,7 GHz
512 MB RAM
5 GB Festplattenspeicher
8-fach DVD-Laufwerk
64 MB Grafikkarte
Soundkarte DirectX 9.0c kompatibel