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Need for Speed - Hot Pursuit 2

Preis: ca. EUR 20,-

Entwickler:
EA Seattle

Erschienen bei:
Electronic Arts

Mein Gott, was hab ich damals schon Zeit vor diesem Spiel verbracht, am Steuer der virtuellen Boliden, immer auf der Flucht. Einer der Hauptfaktoren, der NFS mit Sicherheit immer wieder aufs Neue ausmacht, ist die Auswahl der Weltklasse-Sportwagen. Namen wie Ferrari, Porsche, Lotus oder Lamborghini hören sich nicht nur gut an, sondern machen sich auch Prima im Fuhrpark.

Insgesamt stehen 20 verschiedene Autos inklusive Lamborghini Murcielago und Ferrari 360 Spider zur Verfügung. Also rein in den Wagen und ab auf die Strasse - bzw. in unserem Fall, PC oder Konsole an, Joystick oder Lenkrad eingestöpselt und ab dafür! Das Ganze findet im Need For Speed: Hot Pursuit 2 Arcade-Stil statt. Das hat auch Nachteile, denn wer das Gefährt z.B. mit angezogener Handbremse und Vollgas startet sucht trotz Heckantrieb vergeblich ein Schleudern. Ebenfalls ist elegantes Driften durch Kurven nur mit Hilfe der Gangschaltung und des Gaspedals - unmöglich. Der Spieler darf seine Rennmaschine dann durch realistisch wirkende Landschaften manovrieren. Ob er allerdings viel von den von Electronic Arts in der offziellen Beschreibung des Spiels angepriesenen rauschenden Wasserfällen, tollen Stränden, speienden Vulkanen und heftigen Waldbränden mitbekommt, darf bezweifelt werden. Eigentlich ist kein Baum in diesem Spiel auch der beste Baum, denn man kann nicht gegen ihn fahren. Überhaupt gilt es hellwach zu sein, denn so eine Spritztour mit knapp Tempo 300 km/h auf der Landstrasse ist nicht ohne. Es gibt mehr als 20 Strecken, die laut Hersteller jeweils länger als 15 Meilen sein sollen. Wie schon angesprochen sind das aber Landstraßen und keine abgesperrten Rennstrecken, so daß sich dort auch allerlei Sonntagsfahrer und Polizisten tummeln. Speziell letztere sind darauf aus, den Fahrer - uns - aus dem Verkehr zu ziehen und abzuführen, damit die Strecken dieser Welt wieder sicher sind. Wird man übrigens tatsächlich erwischt, wird man in Handschellen abgeführt. Doch im Notfall kann man ja noch ins Gelände ausweichen oder die eine oder andere Abzweigung benutzen, denn die Steckenführung ist offen in NFS. Der ohnehin schon dekadente Rennspaß wird noch besser, denn für jeden Sieg bekommt man Preise wie Autos, neue Strecken und Upgrades für die Hochleistungsmodelle. Doch umsonst ist nichts in dieser Welt und so verlangt das Spiel viel Geschick im Umgang mit dem Verkehrsaufkommen, Polizeiwagen und Naturkatastrophen bei Höchstgeschwindigkeit. Doch auch für die Moralapostel unter Euch wird etwas geboten, denn im "Sei ein Cop" steigt Ihr hinter das Steuer eines Polizeiwagens und jagt selbst die bösen Buben, also die Raser. Ein Feature, das wohl am Besten im Multiplayermodus zur Geltung kommen dürfte. Das Ganze funktioniert im LAN oder Internet mit bis zu 8 Spielern. Allerdings kommt auch hier ein weiterer Wehrmutstropfen der Arcade zur Geltung, denn In NFS 4 musste der Raser komplett stehen, um verhaftet werden zu können. Jetzt reicht simples Hintendrauffahren aus, um den Raser zu stoppen. Polizisten die rammen, was für eine Welt? Insgesamt gibt es diverse Spielmodi, unter anderem die Modi "Herausforderung", "Hot Pursuit", "Championship", "Top Cop" und das eben angesprochene "Sei ein Cop". Erwähnt werden sollte nicht zuletzt wegen der unserem Magazin eigenen Liebe zur Musik der kewle Soundtrack des Spiels, denn heiße Rhythmen lizenzierter Musik erhöhen den Adrenalinspiegel noch ein bißchen mehr.

Patrik Dominik Hodapp

Systemvoraussetzungen:
Windows 95/98/ME/00/XP
Pentium II 500 MHz
64 MB RAM
500 MB Festplattenspeicher
16 MB Grafikkarte

 
     
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