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No One Lives Forever 2

Preis: ca. EUR 30,-

Erschienen bei:
Vivendi Universal

Cate Archer, die smarte Top-Spionin der 60´er Jahre, ist wieder da. In ihrem zweiten Abenteuer muss Cate wieder einmal gegen die erzböse Verbrecherorganisation H.A.R.M zu Felde ziehen, welche es sich diesmal zum Ziel gesetzt hat, mit Hilfe einer geheimen Superwaffe, einen Atomaren Zwischenfall vom Zaun zu brechen. Doch der britische Geheimdienst bekommt Wind von der neuen Bedrohung und schickt Miss Archer an die Front, um weitere Informationen einzuholen.

Ihr Weg führt sie unter anderem in die USA, Indien und an der Sowjetunion vorbei. In insgesamt 16 spannenden Kapiteln dürft Ihr Euch austoben. Den Anfang macht Japan. Hier schleicht Ihr durch die typischen japanischen Häuser mit Papierwänden, und kunstvoll angelegten Gärten samt idyllischer Bäche. Eigentlich ein Ort der Ruhe und Besinnung, wären da nicht die feindlichen Ninjas, welche den Aufenthalt von Miss Archer alles andere als freundlich aufnehmen. Diese springen von Dach zu Dach, verschwinden bei Bedrängnis in plötzlichen Rauchwolken und greifen gekonnt mit Wurfsternen und Katana-Schwert an. Wie auch schon im ersten Teil solltet Ihr nicht in bester Rambo-Manier, lauthals mit gezückter MG im Anschlag durch die Level rennen. Denn die Gegner in NOLF 2 verhalten sich äußerst clever, gehen bei Beschuss sofort in Deckung und warten auf die prompt herbeigerufene Verstärkung. Viel besser ist es da, sich seinen Zielen mit Vorsicht und Bedacht zu nähern, um sie dann möglichst geräuschlos auszuschalten. Dass die aufmerksamen Kontrahenten auch selbst auf Geräusche reagieren, lässt sich auch gegen sie verwenden. So könnt Ihr Wachen z.B. mit Hilfe einer simplen Münze von ihren Posten weglocken und gefahrlos ausschalten. Doch keine Panik: Im Gegensatz zum ersten Teil wurde die Schleichkomponente stark entschärft. So führt nicht jede Entdeckung automatisch zum ableben des Protagonisten. Cate kann sich bei akuter Gefahr in dunklen Ecken verstecken und besitzt in ihrem Waffenarsenal durchaus geeignete Ballermänner, um sich für gewisse Zeit gegen eine Übermacht zu behaupten. Das Spiel lässt, zumindest in den meisten Missionen, durch das große angelegte Utensilien und Waffenarsenal ein verdecktes oder eher aggressives Verhalten zu. Zu einer einfachen Scheißerei verkommt NOLF 2 jedoch zu keiner Zeit. Dafür sorgen allein schon die abwechslungsreichen Missionsziele und der besondere Humor, die dem Spiel innewohnen. In Sibirien dürft Ihr in bester James Bond Manier per Schneemobil durch die verschneite Landschaft düsen. Wird ein von Euch gemeuchelter Kamerad entdeckt, beschwert sich der Finder prompt über den anstehenden Papierkrieg. In Indien absolviert Ihr eine urkomische Verfolgungsjagd auf einem Dreirad und kämpft gegen schwergewichtige Pantomime in schwarz/weiß gestreiften Hemden. In den Missionen solltet Ihr auf der Suche nach Informationen jeden Schrank und jede Schublade öffnen. Für das Auffinden von Berichte, sowie das Erfüllen von optionalen Missionszielen erhält Miss Archer Punkte gutgeschrieben, welche sich dann in bessere Panzerung, Waffengeschicklichkeit etc. ummünzen lassen. Optisch hat die zweite Agentenhatz im Gegensatz zum Vorgänger noch mal gehörig zugelegt und bietet dank besserer Rendering-Technik eine opulente Grafik. Diese hat allerdings auch ihren Preis, denn ohne Highend Rechner könnt ihr NOLF 2 nicht mit maximalen Details spielen. Für die Ohren gibt es eine gelungene dynamische Musikuntermahlung, ist Cate in Gefahr wird die Musik ebenfalls bedrohlicher. Ebenfalls erste Sahne ist die komplett deutsche Sprachausgabe. Neben dem Einzelspieler Modus gibt es noch die Möglichkeit, über Internet oder LAN gegeneinander zu zocken. Einen Death-Match oder Capture the Flag Modus sucht Ihr jedoch vergeblich. Dafür gibt es einen Kooperative-Modus, in dem bis zu vier Spieler gleichzeitig gegen die H.A.R.M.-Gegnerschar antreten. Das macht zwar jede Menge Laune, die Einzelspieler-Kampagne bleibt jedoch definitiv das Herzstück des Spiels. No One Lives Forever 2 stellt, wie auch schon der Vorgänger, dank allgegenwärtigem Humor und ideenreichem Missionsdesign, eine gelungene Abwechslung zum gewohnten Ego-Shooter Einheitsbrei da. Mich haben die Abenteuer der Miss Archer wieder voll in ihren Bann geschlagen und Euch wird es sicher nicht anders ergehen.

Sven Eggen

Systemvorausetzungen:
Windows 98/ME/2000/XP
CPU mit 600 MHz
128 MB RAM
Geforce 2 Grafikkarte
1,67 Festplattenspeicher

 
     
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