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Operation Flashpoint

Preis: ca. EUR 25,-

Erschienen bei:
Codemasters

Angespannt liege ich zur besseren Deckung im hohen Gras und sondiere mit dem Fernglas die Umgebung. Irgendwo hier wurden feindliche Verbände gemeldet. Nichts zu sehen! Das Dorf, das wir einnehmen sollen liegt friedlich vor uns.

In geduckter Haltung stürmt mein Trupp auf die Gebäude zu. Da bricht plötzlich die Hölle los! "Achtung, Feindkontakt auf zwölf Uhr", kommt die Meldung über Helmfunk. Gewehrschüsse blitzen auf und ein feindlicher Panzer rollt aus seiner Deckung. Granaten schlagen rechts von meiner Position ein, und ein Kamerad bricht nur wenige Meter von mir blutüberströmt zusammen. Rückzug bellt der Sergeant über Funk. Jetzt heißt es die Beine in die Hand nehmen. Ein Streifschuss trifft mich am Bein, und ich werde langsamer. Die Hände liegen schweißnass über Maus und Tastatur. Werde ich die rettende Baumgruppe noch erreichen? Wie man sieht, ist Operation Flashpoint ganz sicher kein Game für zartbesaitete Gemüter oder Pazifisten. Im Gegenteil, selten wurde Krieg so realistisch und schonungslos in Szene gesetzt. Ihr schlüpft zunächst in die Haut von David Armstrong, einem amerikanischen Gefreiten, der frisch aus der Grundausbildung kommt. Einer der wichtigsten Regeln bei Operation Flashpoint lernt man recht schnell: In Deckung gehen, den Kopf unten halten und bloß nicht den Helden spielen. Schon Ein-Zwei Treffer genügen und Ihr seht die Radieschen von unten. Meistens kämpft Ihr in einer Gruppe von bis zu zehn Soldaten zusammen. Über Funk werden wichtige Informationen wie Feindkontakte und Befehle mitgeteilt. Seid Ihr am Anfang selbst noch Befehlsempfänger, kommandiert Ihr in späteren Missionen Euer eigenes Platoon. Neben David Armstrong gibt es noch drei weitere Hauptcharaktere. Mit dem Special - Forces Soldaten Gustovski erledigt Ihr bei Nacht und Nebel gefährliche Einzelkämpfer-Missionen. Bei Mike Hammer klemmt man sich hinter die Kontrollen eines Abrams-Panzer, während mit Sam Nichols Helikoptereinsätze auf dem Programm stehen. Die 40 Missionen sind allesamt äußerst spannend und super abwechslungsreich, Langeweile kommt da gar nicht erst auf. Egal, ob man zu Fuß oder mit einem Vehikel unterwegs ist, der Spieler kann jederzeit zwischen einer Third-Person oder Ego- Perspektive wählen. Optisch macht das Spiel auch einen guten Eindruck. Zwar gibt es keine fulminanten Explosionseffekte zu sehen und die Figuren wirken kantig, doch der Gesamteindruck ist dennoch sehr stimmig und realistisch. Leider versäumten es die Entwickler, diesem ansonsten sehr guten Spiel eine vernünftige Speicheroption zu verpassen. Pro Mission darf nur einmal zwischengespeichert werden. Aufgrund des doch hohen Schwierigkeitsgrades ist dies definitiv zu wenig. Dennoch ist Operation - Flashpoint ein bemerkenswertes Spiel, häufiger Missionsneustart und graue Haare inklusive.

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows 95/98/2000/ME
Pentium II 400 MHz
64 MB RAM
16 MB Grafikkarte
450 MB Festplattenspeicher

 
     
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