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Robots


Entwickler:

Eurocom

Erschienen bei:
Vivendi Universal

Irgendwo scheint es ein ungeschriebenes Gesetzt zu geben, das da besagt: Wenn ein Animationsfilm in die Kinos kommt, muss auf der Stelle das dazugehörige Spiel unter das Volk gebracht werden. Ebenso geschehen wie im fiesem Falle hier mit Robots.

Der Held des 3D-Jump´n Run Adventures hört auf den Namen „Rodney Copperbotem“ und mit ihm könnt Ihr, wie auch schon im Film, die gesamte Roboterheit vor der Verschrottung retten. Rodney ist Erfinder und die ersten Schritte in der Roboterwelt verbringt Ihr damit, die Teile für seine neue Erfindung den „Wonder Boy“ zusammen zusammeln. Schon nach den ersten Schritten in der zugegeben stimmigen Welt fällt Euch schon das erste große Manko auf: Die Steuerung lässt sich nur per Tastatur bedienen, womit sämtliche knifflige Sprung-passagen zum Glückspiel werden. Zwar kann sich Rodney begrenzt umsehen, allerdings reicht das nicht aus um einen wirklich guten Überblick zu erhalten. Nach den ersten Sprungeinlagen in seiner Heimatstadt macht sich Rodney auf in die große Stadt. Hier lockern kleine „Rennfahrten“ mit den hiesigen Transportkapseln den eher tristen Hüpfalltag auf. Um sich gegen feindliche Blechbüchsen zur Wehr setzen zu können benutzt der Held seinen Schrottwerfer, erlangt im spätern Verlauf aber noch effektivere Wummen wie z.B. den Elektroblaster.

Der Levelaufbau des Spiels ist ziemlich simpel gehalten. Ständig gilt es Schrottteile, Platinen und sonstiges Material einzusammeln. Nebenbei will auch der ein oder andere Schalter umgelegt werden. Hier kommt dann auch der „Wonderbot“ zum Einsatz. Der kleine Luftikus eignet sich hervorragend dazu, Schalter auch an den entferntesten Winkel umzulegen, an die Rodney im Leben nicht herankommen würde. Die farbenfroh bunte 3D-Grafik des Spiels ist wie Anfangs schon gesagt durchaus passabel, kann aber derzeitigen Top-Titeln nicht das Wasser reichen. Ebenso verhält es sich mit dem mäßigen Leveldesign und dem Sound. Wirklich Unglücklich ist nur die Steuerung ausgefallen, die den Schwierigkeitsgrad bei den Sprungeinlagen künstlich in die Höhe schraubt und einen manchmal frustriert in die Tastatur beißen lässt. Unter dem Strich ist Robots ein eher mittelmäßiger Vertreter seines Genres. Den kleineren Fans von „Rodney Copperbotem“ mag es vielleicht noch gefallen, mit ihrem Helden das Abenteuer nachzuspielen, allen anderen möchte ich aber eher abraten. Es gibt wahrhaft bessere Spiele unter dem Jump´n Run Himmel.

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows 98SE/2000/XP
CPU 1 GHz
265 MB RAM
64 MB Grafikkarte
1 GB Festplattenspeicher