Archiv>> PC  
 
Spellforce -
The Breath of Winter

Preis: ca. EUR 25,-

Entwickler:
JoWood Productions

Erschienen bei:
Bigben Interactive

Was war ich doch damals, dabei ist es ja noch nicht gar so lange her, gespannt auf Spellforce - den Genremix aus Aufbaustrategie und Rollenspiel, aus Charakterentwicklung und Armeenzucht. Ich kann es vorweg nehmen, das Spiel hat mich nicht enttäuscht und kommt sogar in die Reihe der Spiele, die ich durchgespielt habe – es waren lange Nächte. Doch was kommt nun?

Es ist aus und vorbei! Nein, natürlich nicht, es gibt ein Leben nach dem Sieg über die Eisernen – sprich dieses AddOn mit Namen „The Breath Of Winter“. Wie der Name schon sagt, spielt das Ganze in kalter Umgebung – im Winter. Es gilt gegen Drachen, Feuerelfen und Dämonen zu bestehen. Speziell gegen Drachen, denn der Eisdrache Aryn reagiert nach jahrhunderte langem Winterschlaf mächtig böse auf die Störung durch einen mysteriösen Unruhestifter – kein Wunder, schlief er doch so gut in seinem Berg. Nun will Aryn die Fantasywelt Fiara in eine Tiefkühltruhe verwandeln. Es ist also an uns und unserem Runenkrieger, das schlechtgelaunte Schuppentier wieder ins Reich der Träume bzw. noch besser, über den Seelenfluss zu schicken.

Die wichtigste Frage sei gleich zu Beginn beantwortet – nein man spielt nicht mit dem „alten“ Helden weiter, sondern beginnt neu – eine reizvolle Sache für alle, die sich z.B. „verskillt“ haben oder z.B. einen Kämpfer statt einen Magier ausprobieren wollen. Neu ist auch der Kooperativmodus von Breath of Winter. Dort darf mit eigens erstellten Avataren gespielt werden. Und zwar mit zwei oder drei Spielern auf 23 Strategie- und sieben Rollenspielkarten. Die Letzte Insel, Nummer 31., ist dabei sozusagen der Basar, auf dem verkauft und ausgerüstet werden kann – ein Graufurt für Mehrspieler sozusagen. Übrigens werden bei jedem Start dieser Karten Gegner und Schatzkisten neu verteilt und die XP durch alle Spieler geteilt. Das funktioniert auch mit den gefunden Gegenständen, findet ein Abenteurer ein mächtiges Schwert, landet eine exakte Kopie der Waffe auch im Inventar seiner Kollegen. Alle Spieler dürfen jederzeit den Fortschritt ihrer Helden speichern, nicht aber die laufenden Partie. Doch zurück zur Singleplayerkampagne.

Die Mission sind gewohnt spannend geblieben, oftmals nehmen diese eine ganze andere Wendung als geplant und so mancher Auftraggeber entpuppt sich als Verräter. Die Qualität ist somit gestiegen, das Ganze wohl auf Kosten des Schwierigkeitsgrades, der bei Breath Of Winter höher anzusiedeln ist, als beim Ursprungsspiel. Die Spielwelt von Fiara ist umfangreich, es gibt zwölf Inselreiche. Etwas enttäuschend dabei ist, dass es im AddOn weder neue Gebäude noch neue Einheiten gibt. Doch es gibt trotzdem neue „Verbündete“ in Form von 43 neuen Heldenrunen, zu denen erstmals auch nichtmenschliche Geschöpfe zählen. So gibt es drei Eiserne Krieger, die Oberbösewichte des Hauptprogramms – um eine dieser Kampfmaschinen zu beschwören müssen erst alle dazugehörigen Einzelteile gefunden werden – keine Angst Schmieröl wird dagegen nicht benötigt. Weitere sieben nichtmenschliche Helden stehen außerdem zur Verfügung, diese Folgen unserem Runenkrieger aber erst nach einem harten Kampf. Zu erwähnen sind hier der gemeine Goblin Gitzo und der Dunkelelfenmagier Shar Arduin. Neu sind ebenfalls 8 zusätzliche Zaubersprüche und 200 neue Gegenstände mit zahlreiche Unique Items und Ausrüstungssets, die als vollständige Sammlung besondere Fähigkeitenboni verleihen – genau das Richtige für einen Jäger und Sammler wie mich.

Patrik Dominik Hodapp

Systemvoraussetzungen:
Nur mit Originalspiel "SpellForce - The Order of Dawn" spielbar!
Windows 98/ME/2000/XP
256 MB RAM
Intel Pentium III, 1 GHz
3D-Grafikkarte mit 32 MB RAM (kompatibel mit GeForce2 oder besser)
ca. 800 MB freier Festplattenspeicher (+ 2 GB für das Originalspiel)
DirectX 9.0a oder höher