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Splinter Cell 3 - Chaos Theory

Preis: ca. EUR 45,-

Erschienen bei:
Ubisoft

Aufgepasst! Mr. Schleicher alias Sam Fisher ist zurück. Die Entwickler von Ubisoft Montreal schicken den Geheimagenten in sein drittes Abenteuer. Ich habe ihn mittlerweile lieben gelernt. Egal ob den ersten oder zweiten Teil, mit Sam zu spielen war immer eine helle Freude. Genau deswegen freue ich mich umso mehr, dass er sich wieder ein weiteres Kapitel der Spionage erschleicht.

Dieses Mal geht es natürlich auch wieder um Terroristen, korrupte Politiker und jede Menge an weiteren Überraschungen warten auf Sam. Die erste Reise verschlägt ihn nach Südamerika. Dort muss er den Programmierer Bruce Morgenholt ausfindig machen und retten. Allerdings ist das erst der Anfang des ganzen Komplotts, denn das Ende könnte einen weiteren Weltkrieg bedeuten. Dies solltet Ihr natürlich tunlichst vermeiden. Gleich der erste Blick zeigte mir sofort, dass die Entwickler in Punkto Optik noch eine Schippe draufgelegt haben. Geniale Lichteffekte und Details so weit das Auge reicht. Atemberaubend! Des weiteren hat Sam neue Fähigkeiten erhalten. So hat er nun immer ein Messer zur Hand. Damit lassen sich sowohl Gegner als auch Vorhänge, Zelte oder ähnliches aufschlitzen. Aber auch Kopfüber-Würgen oder beidseitiges Feuern gehört nun mittlerweile zu seinem Repartoire. Die Feinde sind ebenfalls ein bisschen intelligenter geworden, denn sie folgen Euch sogar über Leitern oder leuchten geheime Ecken mit Taschenlampen aus.

Eben diese Dunkelheit ist sein absolutes Zuhause. Von dort aus lassen sich die Feinde prima beobachten um dann im richtigen Moment zu zuschlagen. Entweder Ihr schickt die Widersacher gleich ins Jenseits oder Ihr quetscht noch ein paar nützliche Informationen aus ihnen heraus. Natürlich genügt die pure Faustgewalt gegen die Terroristen nicht alleine aus. Dafür hat Sam in seinem Handgepäck ein Multifunktionsgewehr. Dieses lässt sich mit vier verschiedenen Aufsätzen bestücken. Egal ob Schrotflinte, Sniper oder der Launcher-Variante, den bösen Buben könnt Ihr es damit mächtig einschenken. Mit der kleinen Pistole von Sam und dem Upgrade „OCP“ lassen sich elektrische Geräte kurzschließen, ohne dass gleich die halbe Armee auf der Matte steht. Sehr praktisch! Eine weitere Neuerung zu den letzten beiden Teilen ist die Tatsache, dass der Lösungsweg nicht nur eine Möglichkeit bietet, sondern jeder Spieler kann die Missionen (es sind übrigens 11 Missionen am Start) individuell beenden. Nach jeder abgeschlossenen Mission erhaltet Ihr detailliert aufgezeigt, was Ihr gut und was Ihr schlecht gemacht habt. Sollte auch einmal ein Ziel fehlschlagen sein, kein Problem, Ihr bekommt schnell eine Ersatzaufgabe. So kann jeder das Spiel auf seine Art und Weise erfolgreich abschließen. Neben dem Einzelspieler-Modus haben die Entwickler nun zum ersten Mal den neuen Koop-Modus mit eingebaut. Damit können zwei Spieler in leicht veränderten Karten gemeinsam die Aufgaben lösen. In manchen Situationen ist es sogar sehr wichtig zu zweit, denn sonst kommt Ihr nicht weiter. Ein weiterer Modus ist der Versus-Modus.

Hier übernehmen zwei Spieler die Spione, wohingegen die anderen beiden die Wächter in Angriff nehmen. Die einen müssen Disketten und andere Dinge entwenden, was natürlich die Wächter verhindern müssen. Dies macht über das Internet natürlich mächtig viel Spaß. Hierfür gibt es sogar eine Online-Rangliste. Alles in allem macht der dritte Teil da weiter, wo der zweite aufgehört hat. Die Optik sieht wirklich prima aus. Besonders die Licht- und Wassereffekte wissen zu überzeugen. Durch die Dunkelheit läuft der Spieler sehr oft mit dem Nachtsichtgerät umher, sodass man nicht die tolle Grafik bestaunen kann. Beim Gameplay haben die Entwickler mit einigen neuen Moves, z.B. das Messer für noch mehr Abwechslung gesorgt. Die Story ist eigentlich so wie die vorherigen, sie dreht und wendet sich ständig. Also mir persönlich bereitet es wieder eine helle Freude, mit Sam durch Gebäude zu schleichen, auch wenn einige Kritiker sagen: „Immer das Gleiche“. Wer die ersten beiden Teile mochte, der wird den dritten Teil „Chaos Theory“ sicherlich lieben. Zum Schluß kann ich nur sagen: „Bitte Sam, machs noch einmal“

Michael Birkle

Systemvoraussetzungen:
Windows 2000/XP
Pentium IV 1,6 GHz
256 MB RAM
4 GB Festplattenspeicher
DVD-Laufwerk
3D-Grafikkarte mit 64 MB und DirectX9c
Soundkarte